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	<title>1. Paradigma &#8211; Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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	<description>Das Bewusstsein ist der Schlüssel zu mehr Gesundheit, Lebensfreude und Erfolg</description>
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	<title>1. Paradigma &#8211; Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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		<title>Das Ego</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 15:47:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zugegeben, im letzten Artikel kam das Ego nicht so gut weg. Es stimmt, wenn wir Probleme haben, hat es mit ihm zu tun. Aber wer ein Ego hat, muss nicht automatisch Probleme haben. Jeder hat eines und er kann es niemals loswerden. Es ist nicht der Buhmann. Die Komplikationen haben einen anderen Grund. Betrachten wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, im letzten Artikel kam das Ego nicht so gut weg. Es stimmt, wenn wir Probleme haben, hat es mit ihm zu tun. Aber wer ein Ego hat, muss nicht automatisch Probleme haben. Jeder hat eines und er kann es niemals loswerden. Es ist nicht der Buhmann. Die Komplikationen haben einen anderen Grund. Betrachten wir zunächst einmal, was das Ego ist und warum es so schlecht da steht.</p>
<p><span id="more-343"></span>Wie schon gesagt, jeder Mensch hat ein Ego, ein Ich oder ein Selbst. Die Begriffe sind austauschbar, Wortklauber mögen mir diese Unschärfe nachsehen. Jeder braucht eines, denn es ist sozusagen der Container unserer Persönlichkeit. Das eine Ego mag ausgeprägter als das andere sein, doch jeder Mensch hat Persönlichkeit, egal wie dumm, geklärt, erleuchtet oder fortgeschritten er sein mag.</p>
<p>Das Ego ist die Summe aller unserer Überzeugungen. Eine Überzeugung ist ein Glaubenssatz, den wir für wahr halten. Zum Beispiel: „Das Leben ist gut zu mir.“ oder „Alles geht schief.“ und natürlich viele, viele mehr. Wir haben sie im Laufe unseres Lebens gesammelt und sie uns freiwillig oder aus Leidensdruck zu Eigen gemacht. Kultur, Prägung, Erziehung, Indoktrination, Ausbildung, Erfahrungen, Entscheidungen, Menschen, die wir ablehnten oder bewunderten waren dabei unsere Inspiration.</p>
<p>Aus diesen Überzeugungen entstehen unsere Meinungen, Haltungen, Bewertungen, Standpunkte, unser Denken und Handeln. Sogar unsere Wahrnehmung hängt von ihnen ab. Sie sind so etwas wie ein Programm, eine Software, die uns steuert. Einige dieser Programme sind uns bewusst, andere nicht. Unabhängig davon sind sie wirksam.</p>
<p>Das Ego hat sie gesammelt, weil es uns gut gehen soll. Es hat also eigentlich eine positive Funktion. Es schützt uns davor, Handlungen zu wiederholen, die uns schadeten und automatisiert Reaktionen auf Standardvorgänge, damit wir Aufmerksamkeit für andere Dinge frei haben.</p>
<p>Alles wäre soweit in Ordnung, wenn wir nicht davon überzeugt wären, unser Ego zu sein. Diese Grundsatzentscheidung gibt ihm eine Macht, die seine Zuständigkeit vergrößert und zu Kompetenzüberschreitungen führt. Eine Schutz- und Hilfsfunktion wird damit zur Steuerzentrale.</p>
<p>Es wendet Verhaltensweisen, die es in der Vergangenheit gelernt hat, auf die Gegenwart an. Wir nehmen dadurch nicht wahr, was im Moment tatsächlich ist. Begegnen wir einem Menschen, der uns an jemanden aus unserer Vergangenheit erinnert, verhalten wir uns ihm gegenüber unseren alten Mustern entsprechend. Die Nachbarin wird vielleicht bewertet, wie die aufdringliche Tante Elvira, die wir früher gar nicht gemocht haben. Oder der Partner wird aufgrund von Eigenschaften ausgewählt, die wir schon beim Vater toll fanden.</p>
<p>Das Ego versucht die Vergangenheit immer wieder neu zu erschaffen. Kennen Sie es von sich, dass sich bestimmte Dinge im Leben zu wiederholen scheinen? Das Bekannte ist sicher und vertraut. Wir bevorzugen, was mir kennen und gehen dem Unbekannten, das möglicherweise eine Herausforderung bedeutet, aus dem Weg. Das führt dazu, dass wir Lebendigkeit verlieren und nicht mitbekommen, was tatsächlich geschieht. Außerdem sind wir darin eingeschränkt, frei eine angemessene Verhaltensweise zu wählen.</p>
<p>Bezogen auf die Zukunft ist das Ego ebenfalls aktiv. Es projiziert unsere Erwartungen, Sorgen und Ängste auf das, was vor uns liegt. Zukünftige Ereignisse werden mit negativen oder positiven Gefühlen verknüpft, die dem, was dann wirklich geschieht gar nicht entsprechen. Wir nehmen vorweg, was noch gar nicht ist. Angst vor Prüfungen, Vorfreude auf den Urlaub oder die Sorge, das gleiche Desaster zu erleben, was wir in einer ähnlichen Situation schon einmal erlebt hatten.</p>
<p>Vergangenheit und Zukunft existieren nicht. Wir leben immer im gegenwärtigen Moment. Niemand hat je in der Vergangenheit oder Zukunft gehandelt. In der Gegenwart erinnern wir uns an die Verletzung aus der Vergangenheit oder malen uns aus, wie die Zukunft sein wird. So erschaffen Gedanken Zeit und hindern uns daran zu erleben, was jetzt gerade ist. Wir leben in einer Gedankenwelt, statt den frischen, unmittelbaren, nie dagewesenen Moment zu genießen.</p>
<p>Während es uns überschützt erleiden wir herbe Realitätsverluste und es erzeugt Automatismen, die unsere Spontanität und Lebendigkeit sabotieren. Ein sinnvolles Prinzip wendet sich gegen uns. Wir ermächtigen es durch den fahrlässigen Gedanken, dass wir das Ego, die Person, seien. Wir haben es so von anderen vorgemacht bekommen, es ist so üblich. Wir haben es nachgemacht. Daher ist es normal. Schauen Sie sich in der Welt um, wohin uns diese Identifikation gebracht hat.</p>
<p>Die Substanz des Egos ist lediglich ein Gedanke: „Ich bin (hier bitte Ihren Namen einsetzen)“. Das Ego „weiß“ um die Flüchtigkeit dessen, woraus es gemacht ist. Es ist bestrebt sich zu erhalten. Wie jedes Geschöpf, erschaffen aus unserer Gedankenkraft, kämpft es raffiniert und engagiert um sein Überleben. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Ohne sich mit seiner Person zu identifizieren lebt es sich viel besser und leichter.</p>
<p>Das Ego ist ein selbsterhaltendes System. Aus seinen Erfahrungen der Vergangenheit und den Projektionen in die Zukunft erzeugt es angstvolle Gedanken. Gleichzeitig versucht es mit dem Verstand, der sein Werkzeug ist, Lösungen für diese Schwierigkeiten zu finden. Es liefert Probleme und gleich die Lösungen dazu. Scheinbar. Auf diese Weise verfestigt es unseren Glauben an uns als Person und das Ego erhält seine dringend benötigte Existenzberechtigung.</p>
<p>Verstehen, Aufregung und Recht haben sind die Mittel die das Ego nähren. Verstehen, wie zum Beispiel Klatsch, Wissenschaften oder Insiderwissen, ist ein Instrument der Kontrolle. Wissen ist eben Macht. Aufregung gibt Wichtigkeit und ein Gefühl der Lebendigkeit. Erlebnisse, sozialer Status, Erfolg, Misserfolg, Ruhm, Unterhaltung, Sport, Sex, Streit und so weiter sind Möglichkeiten, die Persönlichkeit zu definieren. Sie wichtig, anders und interessant zu machen.</p>
<p>Recht zu haben mit Meinungen, Haltungen und Überzeugungen liefert unmittelbare Selbstbestätigung. Dabei spielt es keine Rolle ob die Aussage objektiv richtig ist. Das Ego legt sich sein Glaubenssystem zurecht wie es nötig ist, um die Behauptung zu stützen. Das gilt für Lügner, Politiker und Wissenschaftler gleichermaßen, eigentlich für alle, die denken eine Person zu sein. Alle Aussagen gründen letztendlich auf Annahmen, die recht beliebig sind. Machen sie den Versuch und fragen Sie sich zu allen möglichen Dingen: Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist?</p>
<p>Hinter all diesen Ego-Spielen steht letztendlich der Hunger nach Anerkennung und Bedeutung, die die Person für seine Existenz benötigt, weil sie selbst weiß, wie sehr zerbrechlich sie ist. Die meisten Selbstdefinitionen beginnen mit „Ich bin…“ oder „Ich habe…“. Haben Sie bei sich selber schon einmal beobachtet, dass sich Überzeugungen, Meinungen und Haltungen geändert haben? Ja sogar in das Gegenteil? Die Person ist ständigen Wandlungen unterworfen. Nichts an ihr ist stabil oder bietet einen verlässlichen Bezugspunkt, auch wenn wir es vielleicht gerne so hätten.</p>
<p>Um sich ein derzeitiges Bild von sich selber zu machen, nehmen Sie sich vielleicht ein paar Minuten Zeit und vervollständigen Sie die Sätze „Ich bin…“ und „Ich habe…“ in Gedanken, oder besser auf dem Papier, bezogen auf alle erdenklichen Lebensbereiche:  Gesundheit, Körper, Beziehung/Familie, Qualifikation, Beruf, sozialer Status, Finanzen, Politik, Besitz, Werte, Kultur, Einstellungen, Geschlecht, Sexualität, Interessen, Hobbies, Talente, Fähigkeiten. Sie können diese Liste nach Belieben verlängern. Natürlich sind zu jedem Bereich Mehrfachnennungen möglich.</p>
<p>Haben Sie diese Liste gemacht? Wenn ja, dürfte sie sehr lang geworden sein. Das wirklich wichtige und interessante dabei ist, dass diese Selbstdefinitionen, das „Ich bin…“ gleichzeitig ein „Ich bin nicht…“ mit sich bringt. Ganz automatisch. Das heißt also, dass das Ego eine Trennung zwischen Ich und Nicht-Ich zieht. Wenn ich dies bin, kann ich nicht das andere sein. Wenn ich dies mag, mag ich jenes nicht. Das ist wichtig, um mich als Person in der Welt zu definieren und das schafft Trennung.</p>
<p>Neben dem Ringen nach Bedeutung ist die Trennung ein weiteres Ego-Dilemma. Der Mensch möchte dazu gehören. Es sei denn, er ist traumatisiert oder er hat aufgrund von Erfahrungen Persönlichkeitsanteile entwickelt, die Einsamkeit als Vorteil betrachten. Dies sind Muster, die sich über das ursprüngliche Bedürfnis legen, das im Untergrund weiterbesteht.</p>
<p>Es sind die Gedanken, d.h. der Verstand, die Trennung erzeugen. Der Mensch ist in eine wohlmeinende Ganzheit eingebettet, der er nicht entfliehen, die er aber mit seinen Gedanken ausblenden kann. Ich bin dies und nicht das. Das ist der Grundgedanke. Er trennt sich und die Ganzheit fehlt ihm. Und ob er es weiß oder nicht, er sucht ständig danach. Meist nimmt er gar nicht mehr wahr, dass sein ganzes Sein darauf ausgerichtet ist.</p>
<p>Diese Lücke, die die verlorene Einheit hinterlässt versucht er zu überbrücken. Die unterschiedlichsten Glaubenssysteme (Gedankenwerke) entstehen zu diesem Zweck: Religionen, Selbsterfahrung, Therapien, Esoterik, Meditationen, Philosophien oder Wissenschaften. Irgendwo muss doch zu finden sein, was tief im Inneren vermisst wird. Das Loch, das Gedanken gerissen haben, versucht er mit Gedanken zu füllen. Das klappt nicht.</p>
<p>Das dritte Paradigma schafft bezüglich dieser Ego-Themen eine enorme Erleichterung, da es diese unglückliche Rückkopplungen auflöst, ohne dass das Ego bekämpft oder aufgegeben werden muss. Die getrennte Person gehört zur Ganzheit, sie ist ein Teil von ihr, wie die Geschichten, die sich durch sie und um sie herum entfalten. Es ist das ewige Spiel des Lebens. Würden diese Spiele funktionieren, wenn wir uns ihnen nicht mit dieser Ernsthaftigkeit hingeben würden? Wenn wir diese Vorstellungen als Illusion durchschauen würden? Nein. Wir lebten in einer Welt, in der sich Dinge ereignen würden, die weit über das hinaus gingen, wovon wir heute träumen.</p>
<p>Das erste Paradigma ist vom Ego dominiert. Aus diesem Grund haben wir uns so ausführlich mit ihm beschäftigt. Im zweiten Paradigma wird es als das, was es ist, erkannt. Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich.</p>
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		<title>Das erste Paradigma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 15:16:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit Menschen ihren Verstand benutzen, haben sie Probleme. Noch schlimmer ist es geworden, seit sie denken, sie seien ihr Verstand. Aber der Reihe nach. Fast alle Menschen gehören diesem Paradigma an. Vom Penner bis zum Topmanager, vom Ärmsten bis zum Reichsten, vom geistigen Tiefflieger bis zum Akademiker, vom Rationalisten bis zum Kleriker, vom Ottonormalverbraucher bis [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Menschen ihren Verstand benutzen, haben sie Probleme. Noch schlimmer ist es geworden, seit sie denken, sie seien ihr Verstand. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Fast alle Menschen gehören diesem Paradigma an. Vom Penner bis zum Topmanager, vom Ärmsten bis zum Reichsten, vom geistigen Tiefflieger bis zum Akademiker, vom Rationalisten bis zum Kleriker, vom Ottonormalverbraucher bis zum Spitzenpolitiker und vom Looser bis zum Macher.</p>
<p><span id="more-322"></span>Die Basis für dieses Paradigma bildet die Identifikation mit der Person. Synonyme für das Wort Person sind in diesem Zusammenhang Ich, Ego, Selbst oder Individuum. Ich verwende im Weiteren die Worte Ego oder Person. Mit dem Wort Mensch meine ich die Gesamterscheinung eines menschlichen Wesens.</p>
<p>Die verschiedensten Menschengruppen sind dem ersten Paradigma zuzuordnen, da sich der aller größte Teil der Menschen mit ihrer Person identifizieren. Identifizieren heißt, zu denken, etwas zu sein. Der Grundgedanke oder die Grundüberzeugung ist, ich bin dieser Körper, ich bin dieser Verstand, ich bin dieses Gefühl.</p>
<p>Das ist eine folgenreiche Entscheidung, wie wir auch später noch im dritten Paradigma sehen werden. Wenn ich davon überzeugt bin, ich sei dies, dann lege ich gleichzeitig fest, was ich nicht bin. Eben nicht dies. Ich bin dieser Mensch und nicht jener. Ich bin ein guter Mensch und kein Betrüger. Das eigentliche Wesen wird durch eine Abstraktion ersetzt.</p>
<p>Durch diese Überzeugungen entsteht Trennung. Die Person trennt sich von dem, was sie nicht ist. Auch von der Welt, den Erscheinungen um sich herum, denn sie erkennt sich ja schließlich nicht als die Welt. Sie ist die Person. Damit fällt sie aus der Einheit, die sie als Baby oder kleines Kind noch war. Die Person erkennt sich als sich selber. Ich bin diese Person mit diesem Körper, diesen Gedanken und diesen Gefühlen. Da draußen, um mich herum ist Nicht-Ich, die Welt.</p>
<p>Um das Fortbestehen der Person zu sichern, muss sie in der großen Welt da draußen zurechtkommen. Sie erlebt viele verschiedene Umstände, Situationen und Menschen. Einige werden als günstig oder wohlgesonnen bewertet, andere nicht. Da es von Vorteil für die Person und ihren Erhalt ist, von möglichst vielen wohlgesonnenen Personen umgeben zu sein, schließt sie sich Gruppen an oder initiiert selber welche. Untersuchungen haben gezeigt, dass die größte Angst des Menschen nicht die vor dem Tod ist, sondern die, nicht dazu zu gehören.</p>
<p>Die Gruppe bringt Sicherheit. Eine gute Position in der Gruppe noch mehr. Nun wird Macht interessant. Und um sich selber und der Gruppe Bedeutung und damit Existenzberechtigung zu geben, wird der Unterschied zu anderen Menschen oder Gruppen deutlich gemacht und verstärkt. Persönliche, soziale, religiöse und internationale Verwicklungen und Konflikte entfalten sich. Die Auswirkungen in der Gesellschaft, auf die Umwelt und auf unsere Ressourcen sind offensichtlich.</p>
<p>Alle Verwicklungen, Probleme, Konflikte und Kriege entstehen letztendlich daraus, dass sich Personen und Gruppen Bedeutung geben und dem Andersartigen die Bedeutung entziehen. Das alles aufgrund einer Vorstellung, die nicht mehr als ein Gedanke ist: Ich bin eine Person, getrennt von dem, was mich umgibt. Wenn Sie sich umschauen, sehen Sie, dass es zuerst um das Überleben geht. Ist das halbwegs gesichert, geht es letztendlich immer um die eigene Bedeutung. Menschen neigen dazu, sich wichtig zu nehmen. Die Auflösung dieses Dilemmas beginnt mit dem zweiten und endet im dritten Paradigma.</p>
<p>Durch die Identifikation mit der Person und der Trennung von der Welt, geht dem Menschen in der Regel das Vertrauen verloren, mit allem versorgt zu sein, was er braucht. Die Spirale von Streben, Sorgen und Angst beginnt sich zu drehen. Nun gilt es etwas zu werden, zu erreichen und Sicherheiten zu schaffen. Wenn es sein muss, bis zur Erschöpfung oder gar zum Zerbrechen. Besitz und Kontrolle werden immer wichtiger. Der Mensch unterwirft sich dem Diktat des Egos und verliert den fließenden Kontakt zum Sein.</p>
<p>Im Hintergrund ist sich jede Person bewusst, dass etwas nicht stimmt. Das etwas fehlt. Es ist etwas verloren gegangen. Friede und Selbstbestimmung, die lange nicht mehr empfunden wurden, werden zu einem Ideal erhoben. Es wird für Frieden gekämpft und für Freiheit unterdrückt. Krankheiten werden bekämpft und es wird zum Seelenheil gedrängt. Probleme sollen auf der gleichen Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind. Das funktioniert nicht.</p>
<p>Die Person, der Trennung immanent ist, sucht Einheit. Sie meint, sie bräuchte mehr, müsste mehr erreichen und mehr werden. Sie will sich verwirklichen, wohl fühlen und Erfüllung finden. Mehr Besitz, mehr Geltung, mehr Kontrolle, mehr Wellness, mehr Unterhaltung. Mehr ist allerdings nicht die Lösung, sondern weniger. Die Person weiß nicht, dass sie schon dort ist, wo sie hin will. Sie selbst ist ihr Problem.</p>
<p>Das erste Paradigma ist das der Trennung, der Selbstbehauptung und des Überlebens. Es gibt Gute und Böse, Sieger und Verlierer. Subjekt und Objekt. Das Übliche eben. Entscheidend und bestimmend ist das Ego, d.h. die Person. Daher befassen wir uns damit im nächsten Artikel ausführlich.</p>
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		<title>Die drei grundlegenden Paradigmen der Menschheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 17:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1. Paradigma]]></category>
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					<description><![CDATA[Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in drei elementaren Paradigmen leben. Der Begriff Paradigma wird hier im Sinne von Weltanschauung verwendet. Sie stellen im Kontext dieser Ausführungen somit ein Modell oder ein Ordnungssystem dar. Keines dieser Paradigmen ist besser oder schlechter, wobei die Lebensqualität sehr unterschiedlich sein kann. Die Menge des erfahrbaren Leides nimmt vom [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in drei elementaren Paradigmen leben. Der Begriff Paradigma wird hier im Sinne von Weltanschauung verwendet. Sie stellen im Kontext dieser Ausführungen somit ein Modell oder ein Ordnungssystem dar. Keines dieser Paradigmen ist besser oder schlechter, wobei die Lebensqualität sehr unterschiedlich sein kann. Die Menge des erfahrbaren Leides nimmt vom ersten zum dritten Paradigma in der Regel ab.</p>
<p><span id="more-299"></span>Die Paradigmen widersprechen sich vollkommen. Sie können nicht miteinander verglichen werden, nur die jeweilige Lebensweise kann beschrieben werden. Sie sind scharf voneinander abgegrenzt, aber die jeweils höheren integrieren die anderen. So intergiert das zweite Paradigma das erste und das dritte die beiden anderen.</p>
<p>Jeder Mensch lebt in einem dieser Paradigmen. Ein Mensch des ersten Paradigmas kann das zweite und dritte nicht wahrnehmen. Einer des zweiten nicht das dritte, aber er kennt das erste. Einer des dritten kennt die beiden anderen. Ein Paradigmenwechsel erfolgt meistens durch einen Identitätswechsel oder durch die Aufgabe von Identitäten. Dieser kann selbstbestimmt erfolgen (erstes zum zweiten Paradigma) oder sich einfach ereignen (erstes oder zweites zum dritten Paradigma).</p>
<p>Das erste Paradigma werde ich nur kurz beschreiben, denn das kennt jeder. Die Ausführungen dienen dazu, den Ausgangspunkt und den Begriffsrahmen zu definieren. Hier ist es üblich, sich mit seinem Verstand, seinen Gefühlen und seinem Körper zu identifizieren, woraus letztendlich alle Verwicklungen und Probleme resultieren.</p>
<p>Das zweite Paradigma ist wohl für die Meisten das interessanteste. Es ermächtigt das Selbst und erfüllt die Wünsche der Menschen. Daher wird es ausführlicher behandelt. Zudem beschreibe ich Methoden und Übungen die diesem Paradigma entsprechen und zu einem selbstbestimmten und heileren Leben führen. Für diejenigen, die mit dem ersten Paradigma identifiziert sind, kann das zweite schon eine ziemliche Herausforderung sein. Falls Sie Widerstand gegen das Beschriebene empfinden, empfehle ich bisherige Überzeugungsmuster an die Seite zu stellen und einen möglichst vorbehaltlosen Raum zu öffnen, denn es könnten sich neue Möglichkeiten für Sie zeigen.</p>
<p>Das dritte Paradigma ist eigentlich gar keines, denn hier ist niemand mehr, der sich mit irgendetwas identifizieren könnte. Es ist das ultimative Sein jenseits der persönlichen Existenz und Begrenzung. Der Verstand ist hier überfordert. Hier gibt es vieles, das dem gesunden Menschenverstand widerspricht und ihn entmächtigt zurücklässt. Auch wenn es die letzte Wahrheit ist, denke ich, werden sich nicht viele Menschen dafür interessieren. Es bringt scheinbar keine Vorteile und ist von einer Person niemals erreichbar. Das Ich kann nichts tun um es zu erlangen. Es ist das Wunderland, das Paradies. Niemand kann es betreten und doch ist es da, wenn das erste und zweite Paradigma abfällt.</p>
<p>Im Folgenden werde ich die Paradigmen näher beschreiben und Artikel, die ihre Besonderheiten darstellen, anfügen. Übungen und die Beschreibung von Methoden machen die Paradigmen erfahrbar. Auch, wenn diese häufig sehr einfach, wenn nicht sogar simpel erscheinen, lohnt es sich, sie häufiger anzuwenden und in den Alltag zu integrieren. Dadurch vertieft sich der Einblick in ihre Funktionsweise und ihre Wirkung, was lebensverändernd sein kann.</p>
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