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	<title>3. Paradigma &#8211; Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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	<description>Das Bewusstsein ist der Schlüssel zu mehr Gesundheit, Lebensfreude und Erfolg</description>
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	<title>3. Paradigma &#8211; Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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		<title>Zusammenfassung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 14:25:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der normale Mensch sagt: „Mein Wille geschehe &#8211; hoffentlich, ansonsten kämpfe ich darum.“ Der Magier sagt: „Mein Wille geschieht &#8211; da ich weiß, wie ich Realität gestalten kann.“ Der Befreite sagt: „Es geschehe, was immer wolle &#8211; da ich weiß, dass es mich als Person nicht gibt, sondern nur die eine Ganzheit.“ Das ist kurz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der normale Mensch sagt: „Mein Wille geschehe &#8211; hoffentlich, ansonsten kämpfe ich darum.“ Der Magier sagt: „Mein Wille geschieht &#8211; da ich weiß, wie ich Realität gestalten kann.“ Der Befreite sagt: „Es geschehe, was immer wolle &#8211; da ich weiß, dass es mich als Person nicht gibt, sondern nur die eine Ganzheit.“ Das ist kurz gesagt, das, was ich bisher in diesem Blog beschrieben habe. Etwas ausführlicher zwar, aber bei weitem nicht so detailliert, wie es hätte sein könnte. Mir ging es in den Artikeln bis hier vor allem darum, einen Überblick zu geben. Sie kennen nun die drei elementaren Paradigmen des menschlichen Daseins, haben Methoden kennen gelernt, mit denen Sie Ihr Leben selbstbestimmt gestalten können und wissen was Sie wirklich sind.</p>
<p><span id="more-488"></span>Es mag banal klingen, aber das ist das ganze Geheimnis. Mehr gibt es über das Leben als Mensch nicht herauszufinden. Sicher gibt es noch andere Methoden und in der Welt noch viele Dinge zu erforschen, Techniken zu erfinden oder unendliche Weiten zu entdecken, doch über das Menschsein, die Funktionsweise des menschlichen Lebens ist das alles. Alles was noch hinzukommt füllt den Raum mit weiteren Erscheinungen, macht das Leben spannend und gibt dem Gewahrsein Inhalt. Doch der klare, gewahre Raum wird immer die letzte, absolute Instanz bleiben. Es gibt keinen gottgegebenen Sinn und keine höhere Macht. Wenn, dann entspringen Sie der eigenen Imagination.</p>
<p>Also können wir uns ins Leben stürzen und es genießen. Niemanden kann etwas geschehen.  Sie wissen warum. Sie können nun Ihre spirituelle Suche einstellen und die Selbstverwirklichung an den Nagel hängen. Sie sind da, wo sie hin wollen. Immer. Und während Sie genau da sind, können Sie natürlich auch Ihr Leben nach Ihren Wünschen gestalten. Wenden Sie die im zweiten und dritten Paradigma beschriebenen Methoden, Übungen und Experimente an. Tun Sie, was Sie wollen. Sie brauchen niemanden zu gefallen, nichts zu erreichen und niemanden über sich zu stellen.</p>
<p>Den meisten Menschen gefällt es, das eigene Leben selbst zu gestalten und es damit genussvoller und spannender zu machen. Es macht aus den Opfern des Schicksals Macher und das Ego wird ermächtigt. Es gibt Selbstwert und Selbstvertrauen. Selbstverwirklichung wird heutzutage sehr geschätzt. Damit gibt es gesellschaftliche Anerkennung noch oben drauf. All das ist völlig in Ordnung. Die Person braucht das.</p>
<p>Das macht Spaß, sicherlich, doch es kommt der Moment, in dem jedes Erleben fade wird. Ich wusste an einem bestimmten Punkt, dass es wunderbar funktioniert Realitäten zu kreieren. Aber auch das war, wie alles, irgendwann durch erlebt. Wurde etwas, das zuvor als sehr erstrebenswert galt, lange genug erlebt, tief genug gefühlt oder nach langem Mühen endlich erreicht, wurde es obsolet. Das ist, in der Regel, im ersten und zweiten Paradigma so. Dann geht die Reise weiter. Etwas neues Anstrebenswertes wird gesucht und gefunden. Und am Ende fragt man sich, ob man da angekommen ist, wo man eigentlich hin wollte.</p>
<p>Man guckt zurück und sagt sich, dass man ja doch ein schönes Leben geführt hat. Viele Ziele wurden gesetzt und erreicht. Doch angekommen ist niemand, denn es blieb unbemerkt, dass man zu jeder Zeit schon da war, wo man hin wollte. Grundsätzlicher Friede und Erfüllung gibt es nur im dritten Paradigma.</p>
<p>In den folgenden Artikel lesen Sie, an Beispielen und erfahrungsbezogen, wie Sie Ihr Leben gestalten, Klarheit gewinnen und Krisen meistern können. Darüber hinaus können Sie Ihre Kenntnisse über die Gesetze des Bewusstseins vertiefen und etwas über die Prinzipien der Heilung erfahren.</p>
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		<title>Folgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2011 17:36:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? Und darüber hinaus geht? Wie könnten Sie sich all dessen gewahr sein, wenn das Gewahrsein, der klare Raum, der Sie sind, dies nicht beinhalten würde?</p>
<p><span id="more-463"></span>Ihr Gewahrseinsraum beinhaltet alles, was Sie wahrnehmen. Auch der Tastsinn bietet einen Zugang zum gewahren Raum. Versuchen Sie doch einmal folgendes: Streichen Sie bewusst mit einem Zeigefinger über, zum Beispiel, eine Tischfläche. Fühlen Sie seine Oberfläche. Nun kehren Sie Ihre Aufmerksamkeit am Finger um 180° um. Wer ist sich der Tastempfindung gewahr? Ist da jemand in Ihrem Finger? In Ihrem Gehirn? Nein. Es ist natürlich der leere, gewahre Raum, der wahrnimmt.</p>
<p>Es kann gut sein, dass Ihre Gedanken und Wahrnehmungsgewohnheiten das klare Empfinden des gewahren Raumes stören: Zweifel, Widerstand, Dinge die scheinbar nicht logisch erscheinen und so weiter. Wenn es um das dritte Paradigma geht, können Sie Logik vergessen. Es geht um unmittelbare Wahrnehmung und die funktioniert ohne Gedanken am besten. Was ich hier schreibe sollen Sie nicht unkritisch machen. Im Gegenteil. Machen Sie die Experimente mit einer offenen Haltung und sie werden den gewahren Raum, der Sie sind, erkennen. Wenn Sie geübt sind, erkennen Sie auch Ihre Gedanken und Gefühle als beliebige, spontane Erscheinungen in Ihrem gewahren Raum, die mit Ihrem wirklichen Wesen so viel und so wenig zu tun haben, wie der Tisch vor Ihnen.</p>
<p>Gehen Sie mit aktiviertem Zweiwegesehen (s. vorherigen Artikel) spazieren. Wenn Sie ein Empfinden von Leichtigkeit, Freude, Berührtsein, Stille, Weite, Glückseligkeit oder so etwas ähnlichem haben, dann haben Sie Gewahrsein des leeren Raumes. Strengen Sie sich dabei aber bitte nicht an. Es ist ganz leicht. Halten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen auf den gewahren Raum gerichtet und gleichzeitig nach außen, auf die Dinge, die den Raum füllen.</p>
<p>Sie werden feststellen, dass der gewahre Raum immer still steht und sich Ihre Umgebung durch diesen Raum hindurch bewegt. Der leere Raum ist der ultimative Standpunkt. Seien Sie sich diesem gewahr, wenn Sie sich in einer Auseinandersetzung befinden oder Stress erleben. Die Situation wird sich nicht ändern, Ihr Empfinden von dieser Situation allerdings erheblich. Sie werden von diesem Standpunkt aus die Situation gelassen meistern und intuitiv das Richtige tun. Die größte Herausforderung ist, sich, in einer solchen Situation, an den gewahren Raum zu erinnern. Üben Sie, seien Sie gewahr, immer wieder, dann wird dies zu Ihrer selbstverständlichen Art, die Welt wahrzunehmen. Ihr Eindruck vom leeren Raum wird sich immer weiter ausdehnen.</p>
<p>Ich habe oben von Ihrem Gewahrsein geschrieben. Sie wissen nun, dass dies falsch ist. Niemand hat Gewahrsein. Gewahrsein ist die natürliche, gegebene Qualität des Raumes, in dem alle Dinge, die zehntausend Dinge, die gesamte Schöpfung erscheinen. Das sind SIE. Sie sind nicht Ihr Körper, Ihre Gedanken oder Gefühle. Sie sind leerer, gewahrer Raum, dem eine grundlose Daseinsfreude innewohnt. Das waren Sie schon immer und Sie werden es immer sein.</p>
<p>Vor dem Klaren Sehen hielten Sie Ihren Körper und was sich innerhalb der Körpergrenzen abspielte für Ihr „Ich“, Ihre Person oder Ihr Dasein. Ihren Körper, Ihre Gefühle, Ihre Gedanken, Ihre Erinnerungen, Ihr Empfinden und so weiter nahmen Sie für sich in Besitz. Was ist nun, wenn Sie dieser leere, gewahre Raum sind? Probieren Sie es aus. Kehren Sie Ihre Aufmerksamkeit um, dahin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Seien Sie ich des Raumes bewusst. Sehen Sie klar. Legen Sie nun Ihre Hand auf den Tisch. Ist die Hand nicht genauso ein Objekt im Raum, wie der Tisch? Gut, Sie können Ihre Hand bewegen, doch später werden Sie erkennen, dass dies nicht wirklich einen Unterschied ausmacht.</p>
<p>Werden Sie sich Ihres Körpers gewahr und schauen Sie aus dem Klaren Sehen auf ihn. Was unterscheidet diesen Körper von dem Körper Ihres Partners oder Ihrer Katze oder Ihres Hundes? Nichts. Es sind alles Erscheinungen im leeren Raum. Natürlich fühlen Sie sich Ihrem Körper näher, doch letztendlich ist da kein Unterschied. Wenn sich, mit fortschreitender Übung, das Gewahrsein über den ganzen Raum Ihres Wahrnehmungsfeldes ausdehnt, sehen Sie ganz klar, was ich meine. Ein Raum in dem viele verschiedene Erscheinungen die eine Ganzheit bilden. So wie die Komponenten eines Bildes dieses erst zu einem vollständigen Bild machen. Die Wahrnehmung verliert ihr Zentrum dort, wo vorher Ihr Körper war und ist in dem Einen nicht mehr lokalisierbar.</p>
<p>Nun nehmen Sie bitte vom Standpunkt des Klaren Sehens aus Ihre Gefühle, Gedanken und Empfindungen wahr. Tun Sie dies eine Weile lang. Sind diese Gefühle, Gedanken und Empfindungen nicht auch einfach nur Erscheinungen im leeren Raum, so wie alle andern auch? Der Stuhl der Tisch, die Blume, der Baum, die Katze, das Sofa, der andere Mensch, die Geräusche und die Äußerungen des anderen Menschen?</p>
<p>Das Klare Sehen macht ganz deutlich, dass es kein Subjekt, keine Person gibt. Es gibt nur diesen einen leeren, gewahren Raum und die Erscheinungen in ihm. Punkt. Gewahrsein und den Inhalt des Gewahrseins. Dies zusammen ist Bewusstsein. Bewusstsein ist die Gleichzeitigkeit von Gewahrsein und Inhalt des Gewahrseins. Das ist nicht dual. Beides ist eins. Gewahrsein und Inhalt des Gewahrseins sind die Ganzheit. Keine Trennung, keine Einzelereignisse. Das ist Gott und die Schöpfung, um eine anachronistische Terminologie zu bemühen.</p>
<p>Haut Sie das um? Mich ja. Mehr gibt es nicht zu wissen. Alles andere sind beliebige Erscheinungen im Raum. Gedanken, Analysen, Modelle, Konzepte, das sind Inhalte. Und eben ein Gewahrsein all dessen.</p>
<p>Beliebig? Ja, beliebig. Es gibt keinen freien Willen. Das leuchtet nun ein, denn wer, wenn es nur eine Ganzheit gibt, könnte etwas entscheiden? Fragen Sie sich einmal: Hatten Sie einen Einfluss darauf, dass Sie als Mensch erschienen? Auf den Zeitpunkt Ihres Erscheinens? Auf die Umgebung in der sie erschienen sind? Konnten Sie die Menschen Ihrer Familie auswählen? Ihre Kultur? Kontrollieren Sie Ihren Herzschlag, Ihre Verdauung, ihren Stoffwechsel, ihre Atmung, oder funktioniert das nicht auch ohne Ihr Zutun?</p>
<p>Die elementare Frage ist: Wer entscheidet Ihre scheinbaren Entscheidungen? Wer, was sie fühlen? Wer entscheidet, was Sie denken? Wer entscheidet, was Sie als nächstes tun? Sie nicht. Gedanken erscheinen spontan. Erst nachdem sie ins Bewusstsein getreten sind nehmen wir sie in Besitz und sagen: &#8222;Das sind meine Gedanken. Ich habe mich entschieden. Das habe ich getan.&#8220; Irrtum.</p>
<p>Vom Standpunkt des Klaren Sehens, des Gewahrseins, aus ist es ganz klar: Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Menschen, Tiere, Pflanzen und Dinge sind Objekte unterschiedlicher Art, die schlicht und einfach im Raum erscheinen. Gesteuert von Niemandem. Haben Sie daran Zweifel? Nun, die Person kann nicht anders, als Widerstand dagegen haben, denn Sie ist es, die die Trennung in die Ganzheit bringt. Sie will keine Ganzheit und hat Angst davor, denn sie ist Trennung.</p>
<p>Dies ist die bittere Medizin, die alles heilt. Heil zu sein bedeutet ganz zu sein, bedeutet Ganzheit. Wo in der Ganzheit ist derjenige, der entscheidet? Es gibt ihn nicht.</p>
<p>Was ist die Folge davon, dass niemand entscheidet? Niemand ist verantwortlich, für das, was er tut. Es ist tatsächlich so. Oha, ich höre den Aufschrei der Moralisten! Noch einmal: Es gibt in Wahrheit keine getrennte Person. Nur die Vorstellung einer Person. Es gibt nur ein Gesamtereignis in dem scheinbar verschiedene Personen erscheinen und jede erfüllt ihre Rolle. Auch Sie. Scheinbar. Es ist, wie bei einem Bühnenstück. Dieses kann nur eine Faszination auf Sie ausüben, wenn Sie glauben, dass dort verschiedene Charaktere interagieren. Sie glauben dem Spiel. So ist es im richtigen Leben auch.</p>
<p>Das Leben verliert seine Dramatik, wenn Sie aufhören zu glauben, dass es Personen gibt. Da gibt es nur ein Stück mit dem Titel: „Mein Leben.“ Es ist eine willkürliche Inszenierung. Es gibt hier keinen Verantwortlichen, keinen Täter, kein Opfer, keinen Retter, keinen Schuldigen, keinen Richter, keinen Heiler, niemanden der geheilt werden muss, keinen Lehrer, keinen Schüler. Nur das was ist. Und da ist niemand. Nur leerer, gewahrer Raum und der Inhalt des leeren Raumes, das scheinbare Drama.</p>
<p>Das hat natürlich auch zur Folge, dass da niemand jemals etwas geleistet hat. Niemand, der sagen kann, dies ist meine Leistung, das habe ich geschafft. Niemand hat je versagt. Stolz wird zu einer leere Geste und Fehlschläge bekommen Unterhaltungswert. Nehmen Sie Ihr Leben nicht mehr persönlich. Alles was Sie tun und jede Identifikation ist unpersönlich. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show! Einschließlich Ihrer eigenen.</p>
<p>Ich weiß, dass ich Sie und Ihr Weltbild sehr strapaziere. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es nichts Gefährlicheres gibt, als eine Person oder gar die Existenz einer Person, und damit ihren Wert, in Zweifel zu ziehen. Ich tue dies gerade. Ich hatte Sie gewarnt. Sie haben weitergelesen. Sie können sich, mit ein wenig Offenheit, durch eigene, unmittelbare Erfahrung selber davon überzeugen, dass meine Beschreibungen der Realität entsprechen. Ich will Sie von nichts überzeugen. Wozu auch? Es ist offensichtlich. Überprüfen Sie es selber und finden Sie heraus was wahr ist. Praktizieren Sie das Klare Sehen.</p>
<p>Wenn es keinen Täter und keinen Verantwortlichen gibt, wird dann nicht jeder tun, was er will? Werden Übergriffe, Betrügereien und Kriminalität nicht enorm zunehmen? Nein, denn die Rolle der scheinbaren Personen ändert sich nicht. Gleichgültig, ob sich jemand mit ihr identifiziert oder nicht. Haben Sie die Erkenntnisse, die Sie durch das Klare Sehen gewonnen haben, aggressiver gemacht? Planen Sie nun einen Banküberfall? Wohl eher nicht. Es wird beobachtet, dass das Klare Sehen neurotische Neigungen eher aushebelt. Neurotische und psychotische Eigenschaften setzten Trennung voraus. Klares Sehen hebt die Trennung auf.</p>
<p>Des Weiteren ermächtigt das Klare Sehen Menschen und steigert ihre kreative Kraft. Autoritäten werden nicht mehr als solche angesehen und die Menschen werden sich ihrer Gleichheit bewusst. Hierarchien habe nur noch Wert, wenn sie als Ordnungsstruktur dienen und alle Beteiligten einen Nutzen von Ihnen haben. Ideologien werden ausgehöhlt und Religionen werden auf ihre wahren Wurzeln zurückgeführt, womit ihr komplizierter, künstlicher, klerikaler Überbau von Schuld, Vergebung und Streben, ein idealer Mensch zu sein, zusammenbricht. Wir sind vollkommen, nicht als Person, sondern als Emanation, eingebettet in die Ganzheit, die wir nie verlassen haben und nie verlassen konnten.</p>
<p>Das Klare Sehen öffnet einen Raum, der akzeptiert und integriert. Es darf so sein, wie es ist. Es muss nicht verändert werden. Wir kommen nach Hause. Das Suchen hat ein Ende. Erfüllung und Friede stellt sich ein. Aber nicht im Sinne von „Friede, Freude, Eierkuchen“. Es geschehen natürlich immer noch Konflikte und Auseinandersetzungen, doch diese werden einfach gesehen, als das, was sie sind. Sie sind in der Regel schnell vorbei, denn die Anhaftung des Egos an ihnen ist verschwunden.</p>
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		<title>Annäherung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 14:18:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie wir im letzten Artikel gesehen haben, hat die Person es nicht im Griff Befreiung zu erreichen. Die Person, es ist ihre Natur, versteht sich von ihrer Umwelt getrennt. Sie kann nicht anders. Dieser Umstand ist, wie die Person selber, eine Vorstellung, ein Gedanke, eine Idee. Mehr nicht. Wie kann denn nun diese so fest [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wir im letzten Artikel gesehen haben, hat die Person es nicht im Griff Befreiung zu erreichen. Die Person, es ist ihre Natur, versteht sich von ihrer Umwelt getrennt. Sie kann nicht anders. Dieser Umstand ist, wie die Person selber, eine Vorstellung, ein Gedanke, eine Idee. Mehr nicht. Wie kann denn nun diese so fest zementierte Verwicklung durchschaut werden? Wie können Sie erkennen, was Sie wirklich sind, oder sich dem wenigstens annähern?</p>
<p><span id="more-450"></span>Menschen wenden sich Religionen zu, gehen auf eine spirituelle Suche, besuchen Selbsterfahrungsseminare, nehmen jahrelang Therapiesitzungen und tun die abgedrehtesten Dinge, um sich selbst zu finden oder um herauszufinden, was das Ganze hier soll. So, wie ich es auch tat. Wir neigen dazu, Erklärungen zu suchen, damit wir die Geschehnisse um uns herum kontrollieren können und der verletzlichen Person die wir sind, Sicherheit zu geben. Erstaunliche und hochinteressante philosophische, wissenschaftliche, esoterische oder religiöse Modelle entstehen, die den Verstand  zufrieden stellen sollen. Ganze Kulturen gründen auf ihnen. Sie sind Abstraktionen, die mit dem, was wirklich ist, nichts zu tun haben.</p>
<p>Was wirklich ist, was wir wirklich sind, ist ganz offensichtlich. Wir wissen es und haben es immer gewusst, nur vergessen zu sehen. Wir brauchen keine gedanklichen Konstruktionen, um es wahrnehmen zu können. Diese sind eher hinderlich. Es geht ganz leicht und jederzeit. Wir brauchen nur zu sehen, was jetzt, unmittelbar ist. Es handelt sich um eine subjektive Sicht, die sich nicht beweisen lässt oder jemand anderen zu erklären ist. Wir müssen nur unsere Aufmerksamkeit umkehren.</p>
<p>Das scheint schlicht, doch es ist folgenschwer. Es gibt Menschen, deren Selbst- und Weltbild dadurch zusammengebrochen ist. Für manche ist es schmerzhaft zu erkennen, dass sie ein Leben lang auf der falschen Spur waren oder ihre ganzen Bemühungen nicht nötig gewesen wären. Letztendlich, wenn die Bereitschaft wächst zu sehen, stellt sich Lebensfreude, Leichtigkeit, ein stilles Erstaunen oder so etwas in der Art ein.</p>
<p>Meistens stellt sich das Erkennen sofort ein. Es ist nicht möglich, es Stück für Stück zu bekommen. Wenn es da ist, ist es ganz da. Und wenn es einmal gesehen wurde, gibt es keine Zweifel mehr und es ist leicht wiederzufinden. Der Verstand versucht dagegen zu argumentieren. Das kann es nicht sein. Zu einfach. Es ist eine Sinnestäuschung. Das soll ich sein? Verlassen Sie sich auf Ihre unmittelbare Wahrnehmung. Dies ist Ihre Realität. Gedanken sind lediglich eine Erscheinung darin. Da unser wahres Sein so offensichtlich ist, ist natürlich auch das Mittel, dessen wir uns bedienen sehr simpel. Also los:</p>
<h3>Klares Sehen</h3>
<p>Lesen Sie die Anleitung zu diesem Experiment zuerst und führen Sie sie dann durch.</p>
<p>Anleitung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Am besten, Sie setzen sich hin. Zeigen Sie mit Ihrem Zeigefinger auf einen beliebigen Gegenstand vor Ihnen. Der Zeigefinger unterstützt bei diesem Experiment die Ausrichtung der Aufmerksamkeit. Später brauchen Sie ihn nicht mehr. Schauen Sie sich den Gegenstand an. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche.Wählen Sie nun einen anderen Gegenstand. Zeigen Sie mit Ihrem Finger darauf. Schauen Sie sich den Gegenstand an. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Nun zeigen Sie auf den Fußboden. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Nun zeigen Sie auf einen Ihrer Füße. Sehen Sie ihre Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie auf eines Ihrer Knie. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie nun auf Ihren Bauch. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie auf Ihre Brust. Sehen Sie ihre Form, Farbe, Struktur und Oberfläche.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nun zeigen Sie bitte dorthin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Was nehmen Sie dort wahr? Gibt es hier eine Form? Eine Struktur? Eine Oberfläche? Eine Farbe? Stellen Sie sich nicht vor, was andere dort sehen. Erinnern Sie sich nicht, was Sie im Spiegel sehen. Was ist genau jetzt aus Ihrer unmittelbaren Wahrnehmung dort, wo andere Ihr Gesicht sehen? Schauen Sie. Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit, die üblicherweise von innen nach außen gerichtet ist, um 180° um. Was sehen Sie?</em></p>
<p>Ich sehe dort Nichts. Leere. Einen offenen, wahrnehmenden Raum. Gewahrsein. Erlauben Sie sich dies auch zu sehen. Bei jedem Menschen ist das so. Das ist es. Das sind Sie. Leerer, gewahrer Raum. Stille. Das ist Ihr wahres Wesen. Niemand da. Keiner zu Hause. Lassen Sie sich Zeit. Genießen Sie dieses neue Gewahrsein von sich selber.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass Sie Erleichterung spüren. Vielleicht eine stille Freude. Wahrscheinlich sind sogar Ihre Gedanken zum Erliegen gekommen. Sie sind einfach gewahr. Möglicherweise erscheint Ihnen Ihre Umgebung bunter, lebendiger und friedlicher. Falls Sie den Raum nicht halten können, wiederholen Sie das Experiment einfach immer wieder. Jedes Mal wir Ihnen klarer, um was es geht. Jedes Mal erweitert sich Ihr Verständnis und der Raum wird weiter.</p>
<p>Im Verstand entstehen viele Fragen. Sehen Sie. Mehr ist nicht nötig. Und fühlen Sie, wie sich das Sehen anfühlt.</p>
<p>Ein weiteres Experiment: Nehmen Sie eine Pappröhre, auf der Alufolie oder Haushaltspapiertücher aufgewickelt waren. Mit der Röhre ist es leichter, die Aufmerksamkeit umzukehren. Halten Sie sich die Röhre vor ein Auge und schließen Sie das andere. Schauen Sie. An dem einen Ende der Röhre sehen sie einen kleinen Ausschnitt Ihrer Umgebung. Was sehen Sie an Ihrem Ende? Leere. Nichts.</p>
<p>Oder nehmen Sie eine Papiertüte. Schneiden Sie den Boden heraus. Setzen Sie sich die Tüte auf Ihr Gesicht und bitten Sie einen Freund oder eine Freundin, sein Gesicht in das andere Ende der Tüte zu stecken. Wie viele Gesichter sehen Sie in der Tüte? Was ist an Ihrem Ende der Tüte? Gesicht zu Nichtgesicht.</p>
<p>Ist das nicht erstaunlich? Ist das nicht der Hammer schlechthin? Naja, Ihr aufgeklärter, konditionierter Verstand mag sich schwer tun. Doch erkennen Sie, dass Ihr Verstand und diese Gedanken lediglich spontane Erscheinungen in dem Raum sind, den sie soeben entdeckt haben.</p>
<p>Dieser Raum hat nichts mit dem Sehsinn zu tun, den wir als Zugang zu ihm benutzen. Seien Sie sich des Raumes gewahr, indem Sie die Aufmerksamkeit umkehren. Wenn Sie sich des Raumes gewahr sind, schließen Sie die Augen. Nun versuchen Sie herauszufinden, wo dieser Raum seine Grenzen hat. Möglicherweise haben Sie den Eindruck, die Grenzen stimmen mit Ihren Körpergrenzen, der Haut, überein. Das ist Konditionierung. Schauen Sie noch einmal hin. Genau. Der Raum ist grenzenlos. Befinden sich nicht nur Ihre Körperempfindungen, sondern auch alle Geräusche in diesem Raum? Nun öffnen Sie wieder Ihre Augen. Befindet sich nicht sogar alles, was Sie sehen, in diesem Raum? Leere gefüllt mit Allem. In Ihrem wahren Sein sind Sie all das. Ganzheit.</p>
<p>Ich weiß, das weicht etwas von unserer normalen Sicht der Dinge ab. Das ist zunächst etwas fremd. Wenn es Ihnen nicht gefällt vergessen Sie es wieder (falls das geht), ansonsten richten Sie einfach immer wieder Ihre Aufmerksamkeit auf den Raum. Was ist das, was Sie bisher als Ihre Person betrachtet haben?</p>
<h3>Zweiwegesehen</h3>
<p>Nun erweitern wir das erste Experiment ein klein wenig. Zeigen Sie mit einem Zeigefinger auf einen Gegenstand in Ihrer Umgebung. Betrachten Sie seine Form, Oberfläche, Farbe und so weiter. Nun zeigen Sie mit dem Zeigefinger der anderen Hand dahin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Vergegenwärtigen Sie sich den leeren, gewahren Raum. Nun halten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf beides: den Gegenstand und auf den leeren, gewahren Raum. Nun nehmen Sie die Zeigefinger weg. Seinen Sie sich dessen gewahr, was Sie alles sehen und halten Sie die Aufmerksamkeit auf den leeren Raum. Verringern Sie die Anstrengung, mit der Sie das tun. Es ist mühelos. Es war schon immer so. Nur waren Sie sich nicht klar, wer sieht. Sie dachten, es sei die Person gewesen. Seien Sie sich bewusst, bewusst zu sein. Fühlt sich das nicht sehr lebendig an?</p>
<p>Sie können dies auch tun, während Sie diesen Text lesen. Schauen Sie auf Ihren Monitor oder den Ausdruck in Ihrer Hand. Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit in die umgekehrte Richtung und seien Sie sich gleichzeitig des Raumes gewahr.</p>
<p>Sie können das Zweiwegesehen immer haben. Zum Beispiel, wenn Sie mit anderen Menschen zusammen sind. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Menschen vor Ihnen und seien Sie sich des leeren Raumes gewahr. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig nach innen und außen. Wie viele Menschen sind in dem Raum? Nicht objektiv, sondern aus Ihrer ganz privaten Sicht? Falls Sie sich streiten, wer streitet sich mit wem, während Sie klar sehen?</p>
<p>Nun, wer oder was sind Sie? Wo sind Sie? Ist das nicht wundervoll? Das ist der ultimative, ewige, grenzenlose Standpunkt, aus dem heraus sich alle Erscheinungen entfalten. Was meinen Sie? Hat jeder Mensch seinen eigenen gewahren Raum? Natürlich nicht. Alles und jeder, der wahrnimmt, tut dies aus diesem einen gewahren Raum heraus.</p>
<p>Ihre Konditionierungen werden Sie immer wieder in die Person zurückziehen. Gerade in emotional geladenen Situationen. Wenn Sie sich jedoch immer wieder an den ultimativen Standpunkt, den leeren Raum erinnern und sich in ihn versetzen, wird er zu Ihrer natürlichen Daseinsform. Ihre Umgebung wird sich magisch verändern. Wie wir wissen, ist unsere Umgebung ein unmittelbarer Spiegel unserer Überzeugungen. Was ist, wenn da keine Überzeugungen, keine Gedanken, keine Bewertungen mehr sind?</p>
<p>Klares Sehen ist keine Befreiung, denn es ist noch jemand da, der klar sieht. Es ist aber so nah dran, wie es vom Standpunkt der Person überhaupt möglich ist. Versuchen Sie folgendes: Aktivieren Sie Ihr Zweiwegesehen. Lassen Sie nun denjenigen los, der sieht. Ok, gut, ich weiß, kann nicht klappen. Die Person kann eben gar nichts tun. Wie könnte eine Vorstellung sich selbst loslassen? Einen Versuch war es aber wert, oder? Und wer weiß, vielleicht irgendwann…</p>
<p>Es ist nicht nötig, ja sogar unmöglich, das Ego zu überwinden. Ihr Ego ist eine beliebige, unpersönliche Erscheinung im gewahren Raum, wie alle anderen Erscheinungen auch. Der gewahre Raum integriert alles. Sie wissen nun, wer sie wirklich sind. Das Klare Sehen ist ein wunderbarer Weg, um zu erkennen, wer wir wirklich sind und um unsere wahre Natur zu erleben. Im nächsten Artikel befassen wir uns damit, welche Folgen das Klaren Sehens für unser Selbstverständnis hat.</p>
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		<title>Das dritte Paradigma</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/das-dritte-paradigma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 12:09:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Paradigma]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis hierher habe ich eine kurze, komprimierte Darstellung des ersten und zweiten Paradigmas geliefert. Sie enthält alles, was nötig ist, um das menschliche Sein grundlegend zu verstehen und um sein Dasein und sein Erleben selbst zu bestimmen. Wer damit zufrieden ist, sollte nicht weiter lesen und fleißig die beschriebenen Methoden anwenden, um ein nettes Leben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bis hierher habe ich eine kurze, komprimierte Darstellung des ersten und zweiten Paradigmas geliefert. Sie enthält alles, was nötig ist, um das menschliche Sein grundlegend zu verstehen und um sein Dasein und sein Erleben selbst zu bestimmen. Wer damit zufrieden ist, sollte nicht weiter lesen und fleißig die beschriebenen Methoden anwenden, um ein nettes Leben zu haben.</p>
<p><span id="more-444"></span>Es ging um die Person, um den Menschen, der sich als Individuum erfährt und auf seine Weise sein Leben lebt. Im dritten Paradigma geht es nicht um die Person. Sie wird hier nichts für sich finden. Was nun kommt nutzt dem Verstand nichts. Er geht leer aus. Er wird versuchen zu analysieren, Konzepte zu bilden, zu verstehen worum es geht, daran herum nagen wie an einem Knochen aus Beton und letztendlich scheitern.</p>
<p>Das dritte Paradigma ist paradox, verwirrend und nicht zu begreifen. Es ist ein totaler Bruch mit dem, was wir zu wissen glauben und was der Verstand für richtig hält. Es ist verrückt im Sinne des Wortes. Wer mit normalen Menschen über das dritte Paradigma spricht, läuft Gefahr als gestört angesehen zu werden. Ich gehe davon aus, dass viele von denen, die es getan haben in der Klapse gelandet sind. Sie haben es gesehen und darüber gesprochen. Dadurch verunsichert, dass sie selber nicht wussten, was los ist, hielten sie sich selber für anormal und glaubten den „Experten“ die etwas Pathologisches sahen.</p>
<p>Manches von dem hier Geschriebenen scheint zynisch. Doch wer sich die Mühe macht herauszufinden, was wirklich wahr ist, wird schließlich zum gleichen Schluss kommen. Es ist nicht die Antwort auf alle Fragen, aber das Ende der Fragen. Es ist schlicht das, was ist und schon immer war. Offensichtlich und doch verborgen. Nach einer Umschreibung dessen, was nicht beschrieben werden kann, folgen einige Artikel mit Experimenten, die eine Annäherung an das dritte Paradigma ermöglichen.</p>
<p>In früheren Artikeln habe ich beschrieben, dass die Person eine Vorstellung ist. Die Identifikation mit dieser Vorstellung, die weltweit verbreitet und als normal angesehen wird, gibt der Person Bedeutung und Wichtigkeit. Fast alle menschlichen Aktivitäten zielen darauf ab, der Person mehr Bedeutung und Wichtigkeit zu geben. Das ist das Spiel des Lebens. Ein universeller Witz.</p>
<p>Es gibt keine Person. Was gerade gelesen wird, wurde nicht von einer Person geschrieben und es wird nicht von einer Person gelesen. Da ist niemand. Und um es gleich zu sagen: Es ist nie jemand geboren worden und es wird nie jemand sterben. Das, was ist, ist lediglich das, was ist. Im leeren Raum tauchen Erscheinungen auf und verschwinden wieder. Das ist alles. Nichts hat Bedeutung. Da ist Nichts, gefüllt mit Allem, das aus Leere besteht.</p>
<p>Klingt reichlich bescheuert, nicht? Wie gesagt: die Person findet hier nichts mehr. Hier kommt nichts mehr, was die Person stärkt oder ihr mehr Bedeutung geben kann. Wer hier weiter liest ist entweder jemand, der spürt, dass ihm etwas fehlt und danach auf der Suche ist oder er spürt unterschwellig, dass dies die Wahrheit ist. Experten, starke Egos und diejenigen, die sich für wichtig halten, werden sich von diesen Aussagen eher bedroht fühlen, Widerstand empfinden und sich darüber lustig machen.</p>
<p>Alle Menschen sind auf der Suche. Die einen wissen es, die anderen nicht. Doch jeder weiß, dass ihm etwas abhanden gekommen ist. Jeder hat einen subtilen Eindruck von einer Ganzheit, die er nicht mehr wahrnehmen kann. Ein Gefühl, dass etwas fehlt, ein Mangel. Jeder versucht diese innere Leere auf seine Weise zu füllen. Die einen streben nach Besitz, andere nach Macht, wieder andere suchen Ablenkung und Unterhaltung durch zum Beispiel Beziehungen, Sex, Ballerspiele, Partys oder Sportarten mit Nervenkitzel. Manche bilden Gruppen mit denen sie sich identifizieren und sich außergewöhnlich fühlen können. Andere versuchen es mit Drogen, werden religiös oder machen sich auf eine spirituelle Suche. Die Liste der Dinge, mit denen die nagende Leere gefüllt werden soll, ist ewig lang.</p>
<p>Und ist das Bedürfnis scheinbar erfüllt, hat man die tollste Frau oder den tollsten Mann, hat man sein Haus gebaut oder seine berufliche Position gesichert, hat den großen Preis gewonnen, den ultimativen Body gebuildet, die Schönheitsoperation hinter sich, ist die Party vorbei und ist der Rausch abgeklungen, stellt sich wieder die Leere ein und die Suchen geht weiter. Jemand sagte einmal: Du kannst nicht genug von dem bekommen, was du nicht brauchst, um glücklich zu sein.</p>
<p>Dabei war das, was gesucht wird, nie weg. Die Suche an sich hat uns von dem getrennt, was schon immer da war. Vollkommenheit und Vollständigkeit. Immer. Das was ist, ist, was wir suchen. Das ist alles. Die Idee, der Gedanke, ein Ich zu sein ist scheinbar so tief in uns eingebrannt, scheinbar so stark manifestiert, dass wir nichts anderes als das wahrnehmen können. Dabei war da nie eine Person, niemand, der etwas getan hat, niemand, der etwas erreicht hat. Kein Täter kein Opfer. Kein Sieger, kein Verlierer. Keine Ursache, keine Wirkung. Das was ist, ist einfach da. Spontan aus dem Nichts. Das war immer so und wird immer so sein. Ein Gesamtereignis, dass sich nicht in Einzelereignisse teilen lässt.</p>
<p>Doch die Person nimmt, in der Hypnose der Trennung, das, was spontan, ohne Ursache erscheint, im Nachhinein für sich in Besitz. Ich habe das getan. Ich habe das erreicht. Ich habe das geleistet. Ich bin das Opfer. Mir ist das geschehen. Ich bin daran schuld. Nein, so ist es nicht. Die Neurowissenschaftler haben dies bestätigt. Schon einige Zeit, im Sekundenbereich, bevor wir uns einer Entscheidung bewusst werden, fließen die entsprechenden Gehirnströme. Klar? Die Entscheidung ist schon im Gehirn fertig, bevor wir uns ihrer bewusst werden und wir sie als unsere bezeichnen können.</p>
<p>Person zu sein bedeutet getrennt und bedürftig zu sein. Mangel zu haben. Doch wie komme ich nun in das Paradies zurück? Wie kann ich die Person loswerden und wieder Ganzheit und Erfüllung erfahren? Was kann ich tun? NICHTS. Wie könnte eine Vorstellung oder eine Illusion etwas tun? Sie kann nicht, weil sie nicht ist.</p>
<p>Das ist ein Hammer für die Person. Sie können nichts tun, um zum wahren Sein zurückzukehren. Niemand kann die Illusion aufgeben, jemand zu sein, weil da niemand ist, der das könnte. Das was ist, ist einfach das, was ist. Eine einzige ungetrennte Erscheinung. Da ist die Vorstellung, die Idee einer Person und das ist absolut perfekt. Das ist das Spiel des Lebens. Das Ganze teilt sich selber in scheinbare Teile, um sich als scheinbar getrennte Splitter selbst zu erfahren und sich wiederzufinden. Das ist das Dasein.</p>
<p>Für die Person ist es absolut hoffnungslos. Sie kann gar nichts tun, um die Ganzheit wieder zu finden, denn ihre Natur ist es, getrennt zu sein. Es gibt keinen freien Willen. Nur absolute Desillusionierung. Sie können nicht in das Paradies zurück, da Sie bereits da sind. Sie sind genau da, wo Sie hin wollen. Warum scheint es nicht so zu sein? Weil Sie der Person und Ihren Gedanken glauben. Zu den Gedanken gehören Ihre Bewertungen, Abwertungen und Widerstand. Der Widerstand richtet sich dagegen, dass das, was ist, nicht so ist, wie es sein soll. Daraufhin stellen sich natürlich auch die entsprechenden Gefühle ein. Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Trotz, Verzweiflung, Minderwertigkeit und so weiter. Es soll anders sein, also müssen wir kämpfen, streben, uns anstrengen, andere auf unsere Seite ziehen und so weiter. Das ist alles sehr ermüdend.</p>
<p>Wie kommen Sie da heraus? Hören Sie auf, sich mit der Person zu identifizieren, die Sie zu sein glauben. Glauben Sie nicht mehr daran, eine Person zu sein. Glauben Sie Ihren Gedanken nicht mehr. Glauben Sie Ihren Gefühlen nicht mehr. Erkennen Sie, dass Sie das nicht sind. Erkennen Sie die Erscheinungen als das, was sie sind. Bäume sind Bäume. Menschen sind Menschen. Gedanken sind Gedanken. Gefühle sind Gefühle. Empfindungen sind Empfindungen. Das alles hat nichts mit Ihnen zu tun. Es sind spontane Erscheinungen im Raum. Manche scheinen sehr nah, andere sind weiter entfernt. Sonst nichts. Das sind nicht Sie. Desidentifizieren Sie sich.</p>
<p>Eine Person kann sich Schritt für Schritt desidentifizieren. Sie kann eine andere Sicht auf die Dinge und sich selbst gewinnen. Sie kann Methoden anwenden, um zu erkennen, wer, oder besser gesagt, was sie wirklich ist: Nichts. Damit werden wir uns in den nächsten Artikeln befassen. Wir werden dort Experimente durchführen, die Ihnen zeigen werden, was Sie wirklich sind. Das bringt eine sehr große Erleichterung mit sich. Die Lebensqualität wird steigen und viele Probleme werden sich von selbst auflösen. Doch: Dies alles geschieht innerhalb des Spiels des Lebens. Es ist nicht Befreiung. Die Person besteht weiter, da die Person dies alles ja tut. Besser: scheinbar tut.</p>
<p>Die biblische Geschichte erzählt es schon seit Jahrtausenden: Die Erkenntnis (das Essen des Apfels, als die Frucht der Erkenntnis) eine Person zu sein, lässt uns aus dem Paradies fallen. Ich und Du. Trennung. Und der ganze Scheiß fängt an. Man könnte auch sagen, das göttliche Spiel, das hängt von der persönlichen Bewertung ab. Der Weg den die Bibel vorschlägt, um ins Paradies zurückzukehren, taugt allerding ebenso wenig, wie alle anderen Wege auch, denn es gibt keinen Weg.</p>
<p>Hier muss ganz klar gesagt werden: Um die letztendliche Befreiung zu erlangen kann die Person gar nichts tun. Denn etwas, dass nicht existiert kann nichts tun. Etwas, das schon da ist, kann nicht gefunden werden. Befreiung kann geschehen. Als spontane Erscheinung im Raum, wie alles andere auch. Befreiung braucht nicht zu geschehen, denn es war nie eine Person da. Niemand muss befreit werden. Alles ist vollkommen, so wie es ist. Alles ist so, wie es sein soll. Wie gesagt: Sie sind bereits im Paradies. Der Wahrnehmungsfilter der Person lässt diese Erkenntnis nur nicht zu.</p>
<p>Befreiung geschieht spontan. Sie unterliegt nicht der Kontrolle des Menschen, der Person. Es ist das Abfallen der Person, das Verschwinden der Identifikation mit sich selber. Was bleibt? Nichts. Ist das attraktiv? Wollen Sie das? Es spielt keine Rolle, denn wer könnte etwas wollen? Niemand. Kein freier Wille. Nur die scheinbare Person hat einen scheinbaren freien Willen.</p>
<p>Um einem Missverständnis vorzubeugen: Wenn Befreiung geschieht, bedeutet das nicht den physischen Tod. Nach der Befreiung sind die Funktionen der Person noch vorhanden. Vorlieben, Gefühle, Empfindungen, Tun und Nichttun sind noch da. Es ist nur niemand mehr da, der sich damit identifiziert. Alle Erscheinungen, selbst die, die vorher als die eigenen bezeichnet wurden, sind noch da. Es gibt nichts Eigenes mehr, da niemand da ist, der irgendetwas sein Eigen nennt. Was bleibt ist Ganzheit. Leerer, gewahrer Raum, der Nichts ist und Alles enthält. Die Weisen sagen: „Sterbe bevor du stirbst“.</p>
<p>Was hier Befreiung genannt wird, wird in anderen Kulturen auch als Erlösung, Erleuchtung, Nirwana, Großer Geist, Eins- oder Selbstwerdung bezeichnet. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Gipfelerfahrung, in der sich die Himmel öffnen und man begleitet von Engelchören oder Bodhisattwas, getaucht in gleißendes Licht, das nicht blendet, Omnipräsenz, Allwissenheit und vollkommene Liebe erfährt. Es ist zunächst eher eine Desillusionierung und Ernüchterung. Wenn Befreiung geschieht, ist das niemandem anzumerken. Äußerlich ändert sich nichts. Es entwickeln sich keine paranormalen Fähigkeiten.</p>
<p>Erleuchtung wird wie Liebe häufig vollkommen falsch verstanden. Daher ist mir der Begriff Befreiung lieber, obwohl der letztendlich auch nicht zutrifft. Niemand kann erleuchtet oder befreit werden. Wenn jemand sagt, er sei erleuchtet, laufen Sie schnell! Befreiung ist etwas Unpersönliches. Es wird in der Befreiung erkannt, dass keine Person existiert. Das immer nur Ganzheit gewesen ist. Wer sollte da erleuchtet oder befreit sein? Oder wer nicht?</p>
<p>Im nächsten Artikel machen wir ein paar Experimente, die diese Ausführungen nachvollziehbarer machen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die drei grundlegenden Paradigmen der Menschheit</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/die-drei-grundlegenden-paradigmen-der-menschheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 17:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1. Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[2. Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[3. Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Einführung]]></category>
		<category><![CDATA[Einfachheit]]></category>
		<category><![CDATA[Herausforderung]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Weltanschauung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in drei elementaren Paradigmen leben. Der Begriff Paradigma wird hier im Sinne von Weltanschauung verwendet. Sie stellen im Kontext dieser Ausführungen somit ein Modell oder ein Ordnungssystem dar. Keines dieser Paradigmen ist besser oder schlechter, wobei die Lebensqualität sehr unterschiedlich sein kann. Die Menge des erfahrbaren Leides nimmt vom [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in drei elementaren Paradigmen leben. Der Begriff Paradigma wird hier im Sinne von Weltanschauung verwendet. Sie stellen im Kontext dieser Ausführungen somit ein Modell oder ein Ordnungssystem dar. Keines dieser Paradigmen ist besser oder schlechter, wobei die Lebensqualität sehr unterschiedlich sein kann. Die Menge des erfahrbaren Leides nimmt vom ersten zum dritten Paradigma in der Regel ab.</p>
<p><span id="more-299"></span>Die Paradigmen widersprechen sich vollkommen. Sie können nicht miteinander verglichen werden, nur die jeweilige Lebensweise kann beschrieben werden. Sie sind scharf voneinander abgegrenzt, aber die jeweils höheren integrieren die anderen. So intergiert das zweite Paradigma das erste und das dritte die beiden anderen.</p>
<p>Jeder Mensch lebt in einem dieser Paradigmen. Ein Mensch des ersten Paradigmas kann das zweite und dritte nicht wahrnehmen. Einer des zweiten nicht das dritte, aber er kennt das erste. Einer des dritten kennt die beiden anderen. Ein Paradigmenwechsel erfolgt meistens durch einen Identitätswechsel oder durch die Aufgabe von Identitäten. Dieser kann selbstbestimmt erfolgen (erstes zum zweiten Paradigma) oder sich einfach ereignen (erstes oder zweites zum dritten Paradigma).</p>
<p>Das erste Paradigma werde ich nur kurz beschreiben, denn das kennt jeder. Die Ausführungen dienen dazu, den Ausgangspunkt und den Begriffsrahmen zu definieren. Hier ist es üblich, sich mit seinem Verstand, seinen Gefühlen und seinem Körper zu identifizieren, woraus letztendlich alle Verwicklungen und Probleme resultieren.</p>
<p>Das zweite Paradigma ist wohl für die Meisten das interessanteste. Es ermächtigt das Selbst und erfüllt die Wünsche der Menschen. Daher wird es ausführlicher behandelt. Zudem beschreibe ich Methoden und Übungen die diesem Paradigma entsprechen und zu einem selbstbestimmten und heileren Leben führen. Für diejenigen, die mit dem ersten Paradigma identifiziert sind, kann das zweite schon eine ziemliche Herausforderung sein. Falls Sie Widerstand gegen das Beschriebene empfinden, empfehle ich bisherige Überzeugungsmuster an die Seite zu stellen und einen möglichst vorbehaltlosen Raum zu öffnen, denn es könnten sich neue Möglichkeiten für Sie zeigen.</p>
<p>Das dritte Paradigma ist eigentlich gar keines, denn hier ist niemand mehr, der sich mit irgendetwas identifizieren könnte. Es ist das ultimative Sein jenseits der persönlichen Existenz und Begrenzung. Der Verstand ist hier überfordert. Hier gibt es vieles, das dem gesunden Menschenverstand widerspricht und ihn entmächtigt zurücklässt. Auch wenn es die letzte Wahrheit ist, denke ich, werden sich nicht viele Menschen dafür interessieren. Es bringt scheinbar keine Vorteile und ist von einer Person niemals erreichbar. Das Ich kann nichts tun um es zu erlangen. Es ist das Wunderland, das Paradies. Niemand kann es betreten und doch ist es da, wenn das erste und zweite Paradigma abfällt.</p>
<p>Im Folgenden werde ich die Paradigmen näher beschreiben und Artikel, die ihre Besonderheiten darstellen, anfügen. Übungen und die Beschreibung von Methoden machen die Paradigmen erfahrbar. Auch, wenn diese häufig sehr einfach, wenn nicht sogar simpel erscheinen, lohnt es sich, sie häufiger anzuwenden und in den Alltag zu integrieren. Dadurch vertieft sich der Einblick in ihre Funktionsweise und ihre Wirkung, was lebensverändernd sein kann.</p>
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