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	<title>Übung &#8211; Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2011 17:36:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? Und darüber hinaus geht? Wie könnten Sie sich all dessen gewahr sein, wenn das Gewahrsein, der klare Raum, der Sie sind, dies nicht beinhalten würde?</p>
<p><span id="more-463"></span>Ihr Gewahrseinsraum beinhaltet alles, was Sie wahrnehmen. Auch der Tastsinn bietet einen Zugang zum gewahren Raum. Versuchen Sie doch einmal folgendes: Streichen Sie bewusst mit einem Zeigefinger über, zum Beispiel, eine Tischfläche. Fühlen Sie seine Oberfläche. Nun kehren Sie Ihre Aufmerksamkeit am Finger um 180° um. Wer ist sich der Tastempfindung gewahr? Ist da jemand in Ihrem Finger? In Ihrem Gehirn? Nein. Es ist natürlich der leere, gewahre Raum, der wahrnimmt.</p>
<p>Es kann gut sein, dass Ihre Gedanken und Wahrnehmungsgewohnheiten das klare Empfinden des gewahren Raumes stören: Zweifel, Widerstand, Dinge die scheinbar nicht logisch erscheinen und so weiter. Wenn es um das dritte Paradigma geht, können Sie Logik vergessen. Es geht um unmittelbare Wahrnehmung und die funktioniert ohne Gedanken am besten. Was ich hier schreibe sollen Sie nicht unkritisch machen. Im Gegenteil. Machen Sie die Experimente mit einer offenen Haltung und sie werden den gewahren Raum, der Sie sind, erkennen. Wenn Sie geübt sind, erkennen Sie auch Ihre Gedanken und Gefühle als beliebige, spontane Erscheinungen in Ihrem gewahren Raum, die mit Ihrem wirklichen Wesen so viel und so wenig zu tun haben, wie der Tisch vor Ihnen.</p>
<p>Gehen Sie mit aktiviertem Zweiwegesehen (s. vorherigen Artikel) spazieren. Wenn Sie ein Empfinden von Leichtigkeit, Freude, Berührtsein, Stille, Weite, Glückseligkeit oder so etwas ähnlichem haben, dann haben Sie Gewahrsein des leeren Raumes. Strengen Sie sich dabei aber bitte nicht an. Es ist ganz leicht. Halten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen auf den gewahren Raum gerichtet und gleichzeitig nach außen, auf die Dinge, die den Raum füllen.</p>
<p>Sie werden feststellen, dass der gewahre Raum immer still steht und sich Ihre Umgebung durch diesen Raum hindurch bewegt. Der leere Raum ist der ultimative Standpunkt. Seien Sie sich diesem gewahr, wenn Sie sich in einer Auseinandersetzung befinden oder Stress erleben. Die Situation wird sich nicht ändern, Ihr Empfinden von dieser Situation allerdings erheblich. Sie werden von diesem Standpunkt aus die Situation gelassen meistern und intuitiv das Richtige tun. Die größte Herausforderung ist, sich, in einer solchen Situation, an den gewahren Raum zu erinnern. Üben Sie, seien Sie gewahr, immer wieder, dann wird dies zu Ihrer selbstverständlichen Art, die Welt wahrzunehmen. Ihr Eindruck vom leeren Raum wird sich immer weiter ausdehnen.</p>
<p>Ich habe oben von Ihrem Gewahrsein geschrieben. Sie wissen nun, dass dies falsch ist. Niemand hat Gewahrsein. Gewahrsein ist die natürliche, gegebene Qualität des Raumes, in dem alle Dinge, die zehntausend Dinge, die gesamte Schöpfung erscheinen. Das sind SIE. Sie sind nicht Ihr Körper, Ihre Gedanken oder Gefühle. Sie sind leerer, gewahrer Raum, dem eine grundlose Daseinsfreude innewohnt. Das waren Sie schon immer und Sie werden es immer sein.</p>
<p>Vor dem Klaren Sehen hielten Sie Ihren Körper und was sich innerhalb der Körpergrenzen abspielte für Ihr „Ich“, Ihre Person oder Ihr Dasein. Ihren Körper, Ihre Gefühle, Ihre Gedanken, Ihre Erinnerungen, Ihr Empfinden und so weiter nahmen Sie für sich in Besitz. Was ist nun, wenn Sie dieser leere, gewahre Raum sind? Probieren Sie es aus. Kehren Sie Ihre Aufmerksamkeit um, dahin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Seien Sie ich des Raumes bewusst. Sehen Sie klar. Legen Sie nun Ihre Hand auf den Tisch. Ist die Hand nicht genauso ein Objekt im Raum, wie der Tisch? Gut, Sie können Ihre Hand bewegen, doch später werden Sie erkennen, dass dies nicht wirklich einen Unterschied ausmacht.</p>
<p>Werden Sie sich Ihres Körpers gewahr und schauen Sie aus dem Klaren Sehen auf ihn. Was unterscheidet diesen Körper von dem Körper Ihres Partners oder Ihrer Katze oder Ihres Hundes? Nichts. Es sind alles Erscheinungen im leeren Raum. Natürlich fühlen Sie sich Ihrem Körper näher, doch letztendlich ist da kein Unterschied. Wenn sich, mit fortschreitender Übung, das Gewahrsein über den ganzen Raum Ihres Wahrnehmungsfeldes ausdehnt, sehen Sie ganz klar, was ich meine. Ein Raum in dem viele verschiedene Erscheinungen die eine Ganzheit bilden. So wie die Komponenten eines Bildes dieses erst zu einem vollständigen Bild machen. Die Wahrnehmung verliert ihr Zentrum dort, wo vorher Ihr Körper war und ist in dem Einen nicht mehr lokalisierbar.</p>
<p>Nun nehmen Sie bitte vom Standpunkt des Klaren Sehens aus Ihre Gefühle, Gedanken und Empfindungen wahr. Tun Sie dies eine Weile lang. Sind diese Gefühle, Gedanken und Empfindungen nicht auch einfach nur Erscheinungen im leeren Raum, so wie alle andern auch? Der Stuhl der Tisch, die Blume, der Baum, die Katze, das Sofa, der andere Mensch, die Geräusche und die Äußerungen des anderen Menschen?</p>
<p>Das Klare Sehen macht ganz deutlich, dass es kein Subjekt, keine Person gibt. Es gibt nur diesen einen leeren, gewahren Raum und die Erscheinungen in ihm. Punkt. Gewahrsein und den Inhalt des Gewahrseins. Dies zusammen ist Bewusstsein. Bewusstsein ist die Gleichzeitigkeit von Gewahrsein und Inhalt des Gewahrseins. Das ist nicht dual. Beides ist eins. Gewahrsein und Inhalt des Gewahrseins sind die Ganzheit. Keine Trennung, keine Einzelereignisse. Das ist Gott und die Schöpfung, um eine anachronistische Terminologie zu bemühen.</p>
<p>Haut Sie das um? Mich ja. Mehr gibt es nicht zu wissen. Alles andere sind beliebige Erscheinungen im Raum. Gedanken, Analysen, Modelle, Konzepte, das sind Inhalte. Und eben ein Gewahrsein all dessen.</p>
<p>Beliebig? Ja, beliebig. Es gibt keinen freien Willen. Das leuchtet nun ein, denn wer, wenn es nur eine Ganzheit gibt, könnte etwas entscheiden? Fragen Sie sich einmal: Hatten Sie einen Einfluss darauf, dass Sie als Mensch erschienen? Auf den Zeitpunkt Ihres Erscheinens? Auf die Umgebung in der sie erschienen sind? Konnten Sie die Menschen Ihrer Familie auswählen? Ihre Kultur? Kontrollieren Sie Ihren Herzschlag, Ihre Verdauung, ihren Stoffwechsel, ihre Atmung, oder funktioniert das nicht auch ohne Ihr Zutun?</p>
<p>Die elementare Frage ist: Wer entscheidet Ihre scheinbaren Entscheidungen? Wer, was sie fühlen? Wer entscheidet, was Sie denken? Wer entscheidet, was Sie als nächstes tun? Sie nicht. Gedanken erscheinen spontan. Erst nachdem sie ins Bewusstsein getreten sind nehmen wir sie in Besitz und sagen: &#8222;Das sind meine Gedanken. Ich habe mich entschieden. Das habe ich getan.&#8220; Irrtum.</p>
<p>Vom Standpunkt des Klaren Sehens, des Gewahrseins, aus ist es ganz klar: Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Menschen, Tiere, Pflanzen und Dinge sind Objekte unterschiedlicher Art, die schlicht und einfach im Raum erscheinen. Gesteuert von Niemandem. Haben Sie daran Zweifel? Nun, die Person kann nicht anders, als Widerstand dagegen haben, denn Sie ist es, die die Trennung in die Ganzheit bringt. Sie will keine Ganzheit und hat Angst davor, denn sie ist Trennung.</p>
<p>Dies ist die bittere Medizin, die alles heilt. Heil zu sein bedeutet ganz zu sein, bedeutet Ganzheit. Wo in der Ganzheit ist derjenige, der entscheidet? Es gibt ihn nicht.</p>
<p>Was ist die Folge davon, dass niemand entscheidet? Niemand ist verantwortlich, für das, was er tut. Es ist tatsächlich so. Oha, ich höre den Aufschrei der Moralisten! Noch einmal: Es gibt in Wahrheit keine getrennte Person. Nur die Vorstellung einer Person. Es gibt nur ein Gesamtereignis in dem scheinbar verschiedene Personen erscheinen und jede erfüllt ihre Rolle. Auch Sie. Scheinbar. Es ist, wie bei einem Bühnenstück. Dieses kann nur eine Faszination auf Sie ausüben, wenn Sie glauben, dass dort verschiedene Charaktere interagieren. Sie glauben dem Spiel. So ist es im richtigen Leben auch.</p>
<p>Das Leben verliert seine Dramatik, wenn Sie aufhören zu glauben, dass es Personen gibt. Da gibt es nur ein Stück mit dem Titel: „Mein Leben.“ Es ist eine willkürliche Inszenierung. Es gibt hier keinen Verantwortlichen, keinen Täter, kein Opfer, keinen Retter, keinen Schuldigen, keinen Richter, keinen Heiler, niemanden der geheilt werden muss, keinen Lehrer, keinen Schüler. Nur das was ist. Und da ist niemand. Nur leerer, gewahrer Raum und der Inhalt des leeren Raumes, das scheinbare Drama.</p>
<p>Das hat natürlich auch zur Folge, dass da niemand jemals etwas geleistet hat. Niemand, der sagen kann, dies ist meine Leistung, das habe ich geschafft. Niemand hat je versagt. Stolz wird zu einer leere Geste und Fehlschläge bekommen Unterhaltungswert. Nehmen Sie Ihr Leben nicht mehr persönlich. Alles was Sie tun und jede Identifikation ist unpersönlich. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show! Einschließlich Ihrer eigenen.</p>
<p>Ich weiß, dass ich Sie und Ihr Weltbild sehr strapaziere. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es nichts Gefährlicheres gibt, als eine Person oder gar die Existenz einer Person, und damit ihren Wert, in Zweifel zu ziehen. Ich tue dies gerade. Ich hatte Sie gewarnt. Sie haben weitergelesen. Sie können sich, mit ein wenig Offenheit, durch eigene, unmittelbare Erfahrung selber davon überzeugen, dass meine Beschreibungen der Realität entsprechen. Ich will Sie von nichts überzeugen. Wozu auch? Es ist offensichtlich. Überprüfen Sie es selber und finden Sie heraus was wahr ist. Praktizieren Sie das Klare Sehen.</p>
<p>Wenn es keinen Täter und keinen Verantwortlichen gibt, wird dann nicht jeder tun, was er will? Werden Übergriffe, Betrügereien und Kriminalität nicht enorm zunehmen? Nein, denn die Rolle der scheinbaren Personen ändert sich nicht. Gleichgültig, ob sich jemand mit ihr identifiziert oder nicht. Haben Sie die Erkenntnisse, die Sie durch das Klare Sehen gewonnen haben, aggressiver gemacht? Planen Sie nun einen Banküberfall? Wohl eher nicht. Es wird beobachtet, dass das Klare Sehen neurotische Neigungen eher aushebelt. Neurotische und psychotische Eigenschaften setzten Trennung voraus. Klares Sehen hebt die Trennung auf.</p>
<p>Des Weiteren ermächtigt das Klare Sehen Menschen und steigert ihre kreative Kraft. Autoritäten werden nicht mehr als solche angesehen und die Menschen werden sich ihrer Gleichheit bewusst. Hierarchien habe nur noch Wert, wenn sie als Ordnungsstruktur dienen und alle Beteiligten einen Nutzen von Ihnen haben. Ideologien werden ausgehöhlt und Religionen werden auf ihre wahren Wurzeln zurückgeführt, womit ihr komplizierter, künstlicher, klerikaler Überbau von Schuld, Vergebung und Streben, ein idealer Mensch zu sein, zusammenbricht. Wir sind vollkommen, nicht als Person, sondern als Emanation, eingebettet in die Ganzheit, die wir nie verlassen haben und nie verlassen konnten.</p>
<p>Das Klare Sehen öffnet einen Raum, der akzeptiert und integriert. Es darf so sein, wie es ist. Es muss nicht verändert werden. Wir kommen nach Hause. Das Suchen hat ein Ende. Erfüllung und Friede stellt sich ein. Aber nicht im Sinne von „Friede, Freude, Eierkuchen“. Es geschehen natürlich immer noch Konflikte und Auseinandersetzungen, doch diese werden einfach gesehen, als das, was sie sind. Sie sind in der Regel schnell vorbei, denn die Anhaftung des Egos an ihnen ist verschwunden.</p>
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		<title>Annäherung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 14:18:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie wir im letzten Artikel gesehen haben, hat die Person es nicht im Griff Befreiung zu erreichen. Die Person, es ist ihre Natur, versteht sich von ihrer Umwelt getrennt. Sie kann nicht anders. Dieser Umstand ist, wie die Person selber, eine Vorstellung, ein Gedanke, eine Idee. Mehr nicht. Wie kann denn nun diese so fest [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wir im letzten Artikel gesehen haben, hat die Person es nicht im Griff Befreiung zu erreichen. Die Person, es ist ihre Natur, versteht sich von ihrer Umwelt getrennt. Sie kann nicht anders. Dieser Umstand ist, wie die Person selber, eine Vorstellung, ein Gedanke, eine Idee. Mehr nicht. Wie kann denn nun diese so fest zementierte Verwicklung durchschaut werden? Wie können Sie erkennen, was Sie wirklich sind, oder sich dem wenigstens annähern?</p>
<p><span id="more-450"></span>Menschen wenden sich Religionen zu, gehen auf eine spirituelle Suche, besuchen Selbsterfahrungsseminare, nehmen jahrelang Therapiesitzungen und tun die abgedrehtesten Dinge, um sich selbst zu finden oder um herauszufinden, was das Ganze hier soll. So, wie ich es auch tat. Wir neigen dazu, Erklärungen zu suchen, damit wir die Geschehnisse um uns herum kontrollieren können und der verletzlichen Person die wir sind, Sicherheit zu geben. Erstaunliche und hochinteressante philosophische, wissenschaftliche, esoterische oder religiöse Modelle entstehen, die den Verstand  zufrieden stellen sollen. Ganze Kulturen gründen auf ihnen. Sie sind Abstraktionen, die mit dem, was wirklich ist, nichts zu tun haben.</p>
<p>Was wirklich ist, was wir wirklich sind, ist ganz offensichtlich. Wir wissen es und haben es immer gewusst, nur vergessen zu sehen. Wir brauchen keine gedanklichen Konstruktionen, um es wahrnehmen zu können. Diese sind eher hinderlich. Es geht ganz leicht und jederzeit. Wir brauchen nur zu sehen, was jetzt, unmittelbar ist. Es handelt sich um eine subjektive Sicht, die sich nicht beweisen lässt oder jemand anderen zu erklären ist. Wir müssen nur unsere Aufmerksamkeit umkehren.</p>
<p>Das scheint schlicht, doch es ist folgenschwer. Es gibt Menschen, deren Selbst- und Weltbild dadurch zusammengebrochen ist. Für manche ist es schmerzhaft zu erkennen, dass sie ein Leben lang auf der falschen Spur waren oder ihre ganzen Bemühungen nicht nötig gewesen wären. Letztendlich, wenn die Bereitschaft wächst zu sehen, stellt sich Lebensfreude, Leichtigkeit, ein stilles Erstaunen oder so etwas in der Art ein.</p>
<p>Meistens stellt sich das Erkennen sofort ein. Es ist nicht möglich, es Stück für Stück zu bekommen. Wenn es da ist, ist es ganz da. Und wenn es einmal gesehen wurde, gibt es keine Zweifel mehr und es ist leicht wiederzufinden. Der Verstand versucht dagegen zu argumentieren. Das kann es nicht sein. Zu einfach. Es ist eine Sinnestäuschung. Das soll ich sein? Verlassen Sie sich auf Ihre unmittelbare Wahrnehmung. Dies ist Ihre Realität. Gedanken sind lediglich eine Erscheinung darin. Da unser wahres Sein so offensichtlich ist, ist natürlich auch das Mittel, dessen wir uns bedienen sehr simpel. Also los:</p>
<h3>Klares Sehen</h3>
<p>Lesen Sie die Anleitung zu diesem Experiment zuerst und führen Sie sie dann durch.</p>
<p>Anleitung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Am besten, Sie setzen sich hin. Zeigen Sie mit Ihrem Zeigefinger auf einen beliebigen Gegenstand vor Ihnen. Der Zeigefinger unterstützt bei diesem Experiment die Ausrichtung der Aufmerksamkeit. Später brauchen Sie ihn nicht mehr. Schauen Sie sich den Gegenstand an. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche.Wählen Sie nun einen anderen Gegenstand. Zeigen Sie mit Ihrem Finger darauf. Schauen Sie sich den Gegenstand an. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Nun zeigen Sie auf den Fußboden. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Nun zeigen Sie auf einen Ihrer Füße. Sehen Sie ihre Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie auf eines Ihrer Knie. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie nun auf Ihren Bauch. Sehen Sie seine Form, Farbe, Struktur und Oberfläche. Zeigen Sie auf Ihre Brust. Sehen Sie ihre Form, Farbe, Struktur und Oberfläche.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Nun zeigen Sie bitte dorthin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Was nehmen Sie dort wahr? Gibt es hier eine Form? Eine Struktur? Eine Oberfläche? Eine Farbe? Stellen Sie sich nicht vor, was andere dort sehen. Erinnern Sie sich nicht, was Sie im Spiegel sehen. Was ist genau jetzt aus Ihrer unmittelbaren Wahrnehmung dort, wo andere Ihr Gesicht sehen? Schauen Sie. Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit, die üblicherweise von innen nach außen gerichtet ist, um 180° um. Was sehen Sie?</em></p>
<p>Ich sehe dort Nichts. Leere. Einen offenen, wahrnehmenden Raum. Gewahrsein. Erlauben Sie sich dies auch zu sehen. Bei jedem Menschen ist das so. Das ist es. Das sind Sie. Leerer, gewahrer Raum. Stille. Das ist Ihr wahres Wesen. Niemand da. Keiner zu Hause. Lassen Sie sich Zeit. Genießen Sie dieses neue Gewahrsein von sich selber.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass Sie Erleichterung spüren. Vielleicht eine stille Freude. Wahrscheinlich sind sogar Ihre Gedanken zum Erliegen gekommen. Sie sind einfach gewahr. Möglicherweise erscheint Ihnen Ihre Umgebung bunter, lebendiger und friedlicher. Falls Sie den Raum nicht halten können, wiederholen Sie das Experiment einfach immer wieder. Jedes Mal wir Ihnen klarer, um was es geht. Jedes Mal erweitert sich Ihr Verständnis und der Raum wird weiter.</p>
<p>Im Verstand entstehen viele Fragen. Sehen Sie. Mehr ist nicht nötig. Und fühlen Sie, wie sich das Sehen anfühlt.</p>
<p>Ein weiteres Experiment: Nehmen Sie eine Pappröhre, auf der Alufolie oder Haushaltspapiertücher aufgewickelt waren. Mit der Röhre ist es leichter, die Aufmerksamkeit umzukehren. Halten Sie sich die Röhre vor ein Auge und schließen Sie das andere. Schauen Sie. An dem einen Ende der Röhre sehen sie einen kleinen Ausschnitt Ihrer Umgebung. Was sehen Sie an Ihrem Ende? Leere. Nichts.</p>
<p>Oder nehmen Sie eine Papiertüte. Schneiden Sie den Boden heraus. Setzen Sie sich die Tüte auf Ihr Gesicht und bitten Sie einen Freund oder eine Freundin, sein Gesicht in das andere Ende der Tüte zu stecken. Wie viele Gesichter sehen Sie in der Tüte? Was ist an Ihrem Ende der Tüte? Gesicht zu Nichtgesicht.</p>
<p>Ist das nicht erstaunlich? Ist das nicht der Hammer schlechthin? Naja, Ihr aufgeklärter, konditionierter Verstand mag sich schwer tun. Doch erkennen Sie, dass Ihr Verstand und diese Gedanken lediglich spontane Erscheinungen in dem Raum sind, den sie soeben entdeckt haben.</p>
<p>Dieser Raum hat nichts mit dem Sehsinn zu tun, den wir als Zugang zu ihm benutzen. Seien Sie sich des Raumes gewahr, indem Sie die Aufmerksamkeit umkehren. Wenn Sie sich des Raumes gewahr sind, schließen Sie die Augen. Nun versuchen Sie herauszufinden, wo dieser Raum seine Grenzen hat. Möglicherweise haben Sie den Eindruck, die Grenzen stimmen mit Ihren Körpergrenzen, der Haut, überein. Das ist Konditionierung. Schauen Sie noch einmal hin. Genau. Der Raum ist grenzenlos. Befinden sich nicht nur Ihre Körperempfindungen, sondern auch alle Geräusche in diesem Raum? Nun öffnen Sie wieder Ihre Augen. Befindet sich nicht sogar alles, was Sie sehen, in diesem Raum? Leere gefüllt mit Allem. In Ihrem wahren Sein sind Sie all das. Ganzheit.</p>
<p>Ich weiß, das weicht etwas von unserer normalen Sicht der Dinge ab. Das ist zunächst etwas fremd. Wenn es Ihnen nicht gefällt vergessen Sie es wieder (falls das geht), ansonsten richten Sie einfach immer wieder Ihre Aufmerksamkeit auf den Raum. Was ist das, was Sie bisher als Ihre Person betrachtet haben?</p>
<h3>Zweiwegesehen</h3>
<p>Nun erweitern wir das erste Experiment ein klein wenig. Zeigen Sie mit einem Zeigefinger auf einen Gegenstand in Ihrer Umgebung. Betrachten Sie seine Form, Oberfläche, Farbe und so weiter. Nun zeigen Sie mit dem Zeigefinger der anderen Hand dahin, wo andere Ihr Gesicht sehen. Vergegenwärtigen Sie sich den leeren, gewahren Raum. Nun halten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf beides: den Gegenstand und auf den leeren, gewahren Raum. Nun nehmen Sie die Zeigefinger weg. Seinen Sie sich dessen gewahr, was Sie alles sehen und halten Sie die Aufmerksamkeit auf den leeren Raum. Verringern Sie die Anstrengung, mit der Sie das tun. Es ist mühelos. Es war schon immer so. Nur waren Sie sich nicht klar, wer sieht. Sie dachten, es sei die Person gewesen. Seien Sie sich bewusst, bewusst zu sein. Fühlt sich das nicht sehr lebendig an?</p>
<p>Sie können dies auch tun, während Sie diesen Text lesen. Schauen Sie auf Ihren Monitor oder den Ausdruck in Ihrer Hand. Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit in die umgekehrte Richtung und seien Sie sich gleichzeitig des Raumes gewahr.</p>
<p>Sie können das Zweiwegesehen immer haben. Zum Beispiel, wenn Sie mit anderen Menschen zusammen sind. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Menschen vor Ihnen und seien Sie sich des leeren Raumes gewahr. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig nach innen und außen. Wie viele Menschen sind in dem Raum? Nicht objektiv, sondern aus Ihrer ganz privaten Sicht? Falls Sie sich streiten, wer streitet sich mit wem, während Sie klar sehen?</p>
<p>Nun, wer oder was sind Sie? Wo sind Sie? Ist das nicht wundervoll? Das ist der ultimative, ewige, grenzenlose Standpunkt, aus dem heraus sich alle Erscheinungen entfalten. Was meinen Sie? Hat jeder Mensch seinen eigenen gewahren Raum? Natürlich nicht. Alles und jeder, der wahrnimmt, tut dies aus diesem einen gewahren Raum heraus.</p>
<p>Ihre Konditionierungen werden Sie immer wieder in die Person zurückziehen. Gerade in emotional geladenen Situationen. Wenn Sie sich jedoch immer wieder an den ultimativen Standpunkt, den leeren Raum erinnern und sich in ihn versetzen, wird er zu Ihrer natürlichen Daseinsform. Ihre Umgebung wird sich magisch verändern. Wie wir wissen, ist unsere Umgebung ein unmittelbarer Spiegel unserer Überzeugungen. Was ist, wenn da keine Überzeugungen, keine Gedanken, keine Bewertungen mehr sind?</p>
<p>Klares Sehen ist keine Befreiung, denn es ist noch jemand da, der klar sieht. Es ist aber so nah dran, wie es vom Standpunkt der Person überhaupt möglich ist. Versuchen Sie folgendes: Aktivieren Sie Ihr Zweiwegesehen. Lassen Sie nun denjenigen los, der sieht. Ok, gut, ich weiß, kann nicht klappen. Die Person kann eben gar nichts tun. Wie könnte eine Vorstellung sich selbst loslassen? Einen Versuch war es aber wert, oder? Und wer weiß, vielleicht irgendwann…</p>
<p>Es ist nicht nötig, ja sogar unmöglich, das Ego zu überwinden. Ihr Ego ist eine beliebige, unpersönliche Erscheinung im gewahren Raum, wie alle anderen Erscheinungen auch. Der gewahre Raum integriert alles. Sie wissen nun, wer sie wirklich sind. Das Klare Sehen ist ein wunderbarer Weg, um zu erkennen, wer wir wirklich sind und um unsere wahre Natur zu erleben. Im nächsten Artikel befassen wir uns damit, welche Folgen das Klaren Sehens für unser Selbstverständnis hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weitere Methoden Teil 2</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/weitere-methoden-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 14:05:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wie bereits gesagt, liegt jede Form von Unwohlsein, wie zum Beispiel Stress, Angst, Minderwertigkeitsgefühle, Hilflosigkeit, Verwirrung, Haltlosigkeit oder Unsicherheit darin begründet, dass wir eine Dissonanz mit der Realität, mit dem, was ist, haben. Daher sind die besten Ansätze damit fertig zu werden die, die uns wieder in Frieden bringen, mit dem was wir erleben. In diesem Artikel stelle ich weitere Möglichkeiten vor, dies zu erreichen.</p>
<p><strong><span id="more-433"></span>Stirnreflexzonen</strong></p>
<p>Angenommen, Sie haben bald ein wichtiges Gespräch und Sie fühlen sich gar nicht gut damit. Sie haben Angst etwas falsch zu machen, machen sich Sorgen, dass es schief geht, Sie mögen einige der anwesenden Personen nicht, befürchten aus Versehen Interna auszuplaudern, fühlen sich überfordert oder/und Sie befürchten die richtigen Worte nicht zu finden.</p>
<p>Setzen Sie sich an einen Tisch, stützen Sie die Ellenbogen auf den Tisch und legen Sie Zeige- und Mittelfingen beider</p>
<div id="attachment_779" style="width: 163px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/wp-content/uploads/2011/04/Stirnhöcker-uh-200-hoch.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-779" class="wp-image-779 size-full" title="ML" src="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/wp-content/uploads/2011/04/Stirnhöcker-uh-200-hoch.jpg" alt="" width="153" height="200" /></a><p id="caption-attachment-779" class="wp-caption-text">Lage der Stirnbeinhöcker</p></div>
<p>Hände auf die beiden Stirnbeinhöcker an Ihrer Stirn. Die Abbildung zeigt, wo die Stirnbeinhöcker liegen. Sie können die kleinen Erhebungen leicht tasten.</p>
<p>Nun stellen Sie sich Ihre zukünftige Situation, das Gespräch, mit allen Aspekten, die Ihnen ein ungutes Gefühl machen vor. Fühlen Sie die Empfindungen, die Sie jetzt dazu haben und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf die Fingerspitzen, die Ihre Stirn leicht berühren. Bleiben Sie bei einem Gefühl so lange bis es sich auflöst und sie ein leichtes Pulsieren in den Fingerspitzen fühlen. Dann gehen Sie zur nächsten Empfindung. Machen Sie das so lange, bis Sie unbelastet an das kommende Gespräch denken können.</p>
<p>Im Beispiel wird eine Situation behandelt, die in der Zukunft liegt. Ihre Empfindungen dazu liegen natürlich in der Gegenwart. Sind diese aufgelöst, können Sie unbelastet und unvoreingenommen in das Gespräch gehen. Wie es Ihnen im Gespräch gehen wird, weiß natürlich niemand. Aber auf jeden Fall wird es besser laufen.</p>
<p><strong>Integrieren durch Lieben</strong></p>
<p>Wenn heute von Lieben gesprochen wird, ist meistens die bedingte Liebe gemeint. Verbindung oder Zuneigung aufgrund von Versprechen oder dem Erfüllen von Erwartungen. Wenn Du mir treu bist, liebe ich Dich, oder so ähnlich. Meistens handelt es sich bei dieser Liebe um mentale oder emotionale Strukturen zweier Menschen, die sich einander ergänzen oder in Teilen ähnlich sind und sich dadurch bestätigen. Begegnen wir jemanden, der auf diese Weise zu uns passt, verlieben wir uns. Das Zusammenpassen der Muster ist die Bedingung. Sie sind in der Regel vergänglich.</p>
<p>Mein Verständnis von Liebe ist ein anderes. Liebe ist kein Gefühl oder Zustand sondern das Gewahrsein von Einssein. Dies ist das natürliche und normale Sein. Sein ist alles, was ist, auf allen Ebenen. Nichts liegt außerhalb des Seins. Trennung ist eine Angelegenheit des Verstandes. Das Sein ist wesentlich weiter und größer als der Verstand. Unser Verstand ist eine kleine Erscheinung im Sein, die das Erleben des Einzelnen massiv bestimmt. Sein ist nicht getrennt. Wenn wir wahres, ungefiltertes Sein, sozusagen um den Verstand herum, wahrnehmen, empfinden wir Liebe. Das hat nichts mit dem Menschen zu tun, mit dem wir gerade zusammen sind und auch nicht mit der Situation oder der Umgebung in der wir uns gerade befinden.</p>
<p>Wenn wir in diesem weiteren Sinne lieben, sind wir im Einklang mit dem Sein. Nun liegt es auf der Hand, was zu tun ist, wenn wir uns in einer Dissonanz befinden. Wir müssen uns in Einklang mit dem Sein bringen. Wenn wir sagen, vielleicht sogar fühlen, dass wir den Grund der Dissonanz lieben, stellt sich der Friede wieder ein. Das ist natürlich nicht immer leicht oder scheint sogar unmöglich. Was in solch einem Fall zu tun ist, erkläre ich noch.</p>
<p>Die praktisch Umsetzung sieht so aus: Sagen, denken oder fühlen Sie Liebe zur Ursache Ihres Unwohlseins oder Ärgers. Ärgern Sie sich beispielsweise über Stefan, sagen Sie zu sich selber: „Ich liebe Stefan.“ oder „Ich liebe Stefan dafür, wie er ist.“ oder „Ich liebe Stefan für das, was er mir antut.“ Rollen sich Ihre Fußnägel auf? Kann ich verstehen. Dies ist eine der härtesten Übungen. Es geht nicht darum, dass Sie Stefan um den Hals fallen. Auch nicht darum, dass Sie Ihm sagen, dass Sie Ihn lieben. Auch nicht darum, dass Sie gut finden, was er tut. Es geht darum, dass Sie sich daran erinnern, dass es nur dieses eine Einssein gibt.</p>
<p>Wie gesagt, nichts kann außerhalb des Einsseins sein. Daher auch der blöde Stefan nicht. Stefan und der Streit, oder was auch immer Sie mit Stefan haben, gehört zum Einssein und ist in ihm enthalten. Sich zu sagen, dass man liebt erinnert daran. Es gibt einen neuen, verbunden Standpunkt. Es stellt sich ein Friede mit der Situation ein, auch wenn die Situation nicht friedlich ist.</p>
<p>Also nochmal langsam: Gehen Sie schrittweise vor. Beginnen Sie mit der Quelle Ihres Unwohlseins. Ist es Ihnen nicht möglich dies zu lieben oder zu sagen, dass Sie es lieben, gehen Sie einen Schritt weiter. Im Beispiel ist es wieder Stefan oder ein Schuldgefühl.</p>
<p>1. Schritt:<br />
Ich liebe Stefan.<br />
Ich liebe das Schuldgefühl.</p>
<p>Geht es nicht, dann versuchen Sie Schritt zwei:</p>
<p>2. Schritt<br />
Ich liebe die Situation mit Stefan.<br />
Ich liebe die Situation, das Ereignis, das die Schuldgefühle auslöst.</p>
<p>Geht das nicht, dann versuchen Sie Schritt drei:</p>
<p>3. Schritt<br />
Ich liebe mich dafür, dass ich diese Situation mit Stefan habe.<br />
Ich liebe mich dafür, dass ich die Schuldgefühle habe.</p>
<p>Geht das nicht, dann versuchen Sie Schritt vier:</p>
<p>4. Schritt<br />
Ich liebe mich dafür, dass ich die Situation mit Stefan nicht lieben kann.<br />
Ich liebe mich dafür, dass ich die Schuldgefühle nicht lieben kann.</p>
<p>Spätestens dies dürfte funktionieren.</p>
<p>Es ist gar nicht notwendig, dass Sie die Liebe spüren oder sich in einem Gefühl des Einsseins auflösen. Es reicht, diesen Satz zu sagen. In der Regel stellt sich allein dadurch eine spürbare Erleichterung oder ein Perspektivwechsel ein. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie die Situation auflösen wollen. Wenn Sie Recht behalten und Stefan beschuldigen wollen oder wenn Sie meinen, Sie müssten Ihr vermeintliches Vergehen mit Schuldgefühlen bezahlen, dann wird diese Herangehensweise versagen.</p>
<p>Manche mögen es, auch wenn Sie es nicht wahr haben wollen, sich in ihren negativen Gefühlen zu suhlen. Entweder, weil dann den anderen die Schuld zugeschoben werden kann oder weil ihr Selbstmitleid ein so schönes, warmes Nest ist. Im Einssein gibt es nur Situationen. „Täter“ und „Opfer“ gehören dazu. Wer was ist, ist recht beliebig. Mal sind Sie Opfer, mal Täter. In der Summe wird es sich wohl die Waage halten.</p>
<p>In der Einheit gibt es keine Einzelereignisse. Was Sie erleben, mitsamt der Personen die beteiligt sind, den Gegenständen, der Umgebung, schlicht alles in Ihrem Wahrnehmungsfeld, ist das eine Ereignis. Da lassen sich keine Einzelteile entnehmen und irgendwelche Ursachen an Ihnen festmachen. Dies ist die Situation. Punkt.</p>
<p>Kurz: Was Sie auch immer erleben, lieben Sie es. Wenn Sie es nicht lieben können, liebe Sie sich dafür, dass Sie es nicht können. Es wird sich unmittelbar eine Erleichterung einstellen.</p>
<p><strong>Hindurchfühlen</strong></p>
<p>Alle Methoden, um Situationen, Empfindungen oder Zustände handzuhaben, die ich beschrieben habe, setzen ein gewisses Maß an Vernunft voraus. Das heißt, unser Verstand muss, wenigstens zum Teil, funktionieren. Es gibt allerdings Erlebnisse, in denen wir von unseren Gefühlen vollkommen überwältigt sind. Auch hier gibt es eine Möglichkeit damit fertig zu werden. Fühlen Sie sich durch das Gefühl oder die Gefühle hindurch. Auch hier geht es wieder darum, das anzunehmen, was ist.</p>
<p>Manche tun dies lieber allein, manche mit anderen zusammen. Die Person die dabei ist, sollte auf keinen Fall die auslösende Person sein, sondern ein Begleiter, der sich nicht überfordert fühlt und mit Ihren Gefühlen umgehen kann. Sie brauchen niemanden, der die Gefühle verstärkt, eskaliert oder auf den Sie sie projizieren können. Die Person sollte neutral und unterstützend sein. In der Regel braucht man niemanden dazu. Ich bin dabei lieber allein. Dann brauche ich auf niemanden Rücksicht zu nehmen oder werde nicht abgelenkt. Ich glaube, es gibt auch nicht sehr viele Menschen, die wertschätzend und gelassen mit solch heftigen Emotionen umgehen können. Entscheiden Sie selbst.</p>
<p>Die Anleitung ist kurz: Lassen Sie sich in das Gefühl, das Sie haben, hineinfallen und tun Sie alles, was das Gefühl will. Wüten, weinen, schreien, beschuldigen, fluchen Sie oder was auch immer nötig ist. Möglichst ungehemmt. Geben Sie Ihren körperlichen Impulsen nach. Schlagen Sie, treten Sie, schütteln Sie sich, toben Sie. Kissen, Matratzen oder Decken sind dabei hilfreich. Je intensiver Sie es tun, umso schneller werden die Gefühle entladen sein. Nur beachten Sie, dass Sie sich selbst oder andere dabei nicht verletzen. Zerstören Sie nichts, was Sie später vielleicht noch brauchen. Das ist nicht nötig.</p>
<p>Es muss allerdings gar nicht immer so dramatisch sein. Es ist eher selten so. Hindurchfühlen können Sie auch immer wenn irgendwelche Gefühle in Ihnen auftauchen. Alltäglich. Angenommen Sie bekommen im Büro einen Anruf, der Sie ärgert oder traurig macht. Oder Sie spüren spontan, ohne ersichtlichen Grund ein Unwohlsein in der Bauchgegend. Fühlen Sie es einfach. Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Zentrum des Gefühls oder der Empfindung. Nehmen Sie es an und wahr. Ohne Wertung. Häufig braucht es nicht lange.</p>
<p>Meistens nehmen wir solche Empfindungen nur am Rande wahr, weil etwas anderes wichtiger erscheint oder unsere Aufmerksamkeit woanders ist. Oder wir haben eine Bewertung auf die Empfindung oder die Grundhaltung, dass es eigentlich nicht da sein dürfte. Das Empfinden kann sich dadurch über Stunden, Tage oder Wochen halten und Sie schwächen.</p>
<p>Gewöhnen Sie sich an, sobald Sie, wenn auch nur unterschwellig, ein unangenehmes Gefühl spüren, es bewusst an- und wahrzunehmen. Fühlen Sie es. Lassen Sie es da sein. Bewerten Sie es nicht. Es ist nur ein Gefühl, das da ist. Es will wahrgenommen werden. Wenn sie es tun, wird es sich bald verflüchtigen. Es wird Ihr Selbstempfinden und Ihre Handlungsfähigkeit nicht mehr einschränken.</p>
<p>Widerstand gegen ein Gefühl zu haben lässt dieses länger andauern oder verstärkt es sogar. Daher ist es NICHT sinnvoll, durch ein Gefühl hindurch zu fühlen, um es LOSZUWERDEN. Diese Intention entspringt einem Widerstand. Und dieser… Genau, Sie wissen es. Lassen Sie den Widerstand fallen. Das Gefühl ist eh da. Warum sollte es nicht bewusst gefühlt werden? Sie tun es ja schon.</p>
<p><strong>Es erkennen als das, was es ist </strong></p>
<p>Es kommt vor, dass wir uns in Gedanken und Gefühlen verlieren und mit ihnen so identifiziert sind, dass sie uns völlig vereinnahmen oder überwältigen. Zum Beispiel, wenn Sie sich sorgen, Angst haben, in einer Gedankenschleife festhängen, oder ähnlichem. Erkennen Sie das, worauf sie fixiert sind als das, was es ist.</p>
<p>Sorgen entspringen Gedanken. Erkennen Sie sie als Gedanken. Sagen Sie sich selber: „Das ist ein Gedanke“. Und sie werden bemerken, dass Sie sich von Ihren Sorgen distanzieren und sie ihre Macht verlieren. Oder wenn Sie Angst haben. Sagen Sie sich: „Das ist sein Gefühl.“ Wenn Sie sich unwohl fühlen: „Das ist eine Empfindung.“</p>
<p>Gedanken, Gefühle und Empfindungen tauchen spontan, akausal auf. Sie sind nicht Sie. Identifizieren Sie sich mit Ihnen, geben Sie Ihnen Macht. Erkennen Sie sie als das, was sie sind, lösen sie die Identifikation, Ihre Aufmerksamkeit ist befreit und der Raum öffnet sich wieder.</p>
<p><strong>Lücke im Denken</strong></p>
<p>Meistens sind wir im Betriebszustand „Autopilot“ unterwegs. Verwickelt in unsere mentalen und emotionalen Programme reagieren wir unreflektiert auf die Umgebung. Unsere Wahrnehmungsfilter dämpfen die Sinneseindrücke und die Welt erscheint im alltäglichen Einerlei. Wir sind weit entfernt von unserem wahren Wesen. Nicht, dass hieran etwas falsch wäre. Das ist, wie wir schon vorher gesehen haben, das normale Spiel des Daseins. Es gibt ein machtvolles Werkzeug das Denken „auszuschalten“ und unseren Wahrnehmungsfilter zu schwächen.</p>
<p>Stellen Sie sich selber in Gedanken folgende Frage: „Woher wird mein nächster Gedanke kommen?“ Denken Sie nicht über diese Frage nach. Stellen Sie sich die Frage und achten Sie aufmerksam darauf, was geschieht.</p>
<p>Genau: Es stellt sich eine Lücke im Denken ein. Haben Sie sie bemerkt? Stellen Sie sich die Frage wieder. Dann richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf diese Lücke. Wenn Sie die Aufmerksamkeit dort halten, stellen Sie fest, dass sich die Lücke ausdehnt.</p>
<p>Hat sich Ihr Befinden verändert? Sind sie ruhiger geworden? Stiller? Wacher? Lebendiger? War da ein Gefühl der Freude oder Leichtigkeit? Versuche Sie es noch einmal. Machen Sie Urlaub von Ihren Gedanken.</p>
<p>Mit etwas Übung kann diese Lücke sehr lang werden. Löst sie die Aufmerksamkeit auf die Lücke wieder, stellt sich der übliche Gedankenstrom in der Regel wieder ein. Doch ist es für viele Menschen etwas vollkommen Neues, den gedankenfreien Raum zu erleben.</p>
<p>Falls Sie ein Kontrollfreak sind, werden Sie Schwierigkeiten mit der Übung gehabt haben oder einen ausgesprochenen Widerstand gegen die Gedankenlücke. Macht nichts. Den Widerstand oder das Kontrollbedürfnis können Sie gut mit PeD (Artikel „Die Methode Einführung“ und „-Anleitung“) bearbeiten.</p>
<p>Ein erfülltes und entspanntes Leben ist möglich, in einer vollkommenen Offenheit und einer vollkommenen Annahme dessen, was ist. Unabhängig von den Menschen, der Situation oder den Empfindungen die gerade gegenwärtig sind. Der Person, dem Ego, ist das nicht möglich, denn es ist seiner Natur nach getrennt und begrenzt. Die „ultimative“ Methode, den „letzten“ Standpunkt und das, was danach kommt, lernen wir im dritten Paradigma kennen, wenn wir als der, der wir wirklich sind, sehen, was wirklich ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weitere Methoden Teil 1</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/weitere-methoden-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 13:50:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heil zu sein heißt im ganzheitlichen Sinne im Einklang mit dem Sein, der Realität, zu sein. Das umfasst alle Existenzebenen und -bereiche. Unwohlsein, egal welcher Stärke, auf mentaler, emotionaler oder körperlicher Ebene, ist ein Anzeichen für eine Dissonanz mit der Realität. Wenn diese ignoriert, nicht hinterfragt und nicht aufgelöst wird, kann sie sich bis hin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heil zu sein heißt im ganzheitlichen Sinne im Einklang mit dem Sein, der Realität, zu sein. Das umfasst alle Existenzebenen und -bereiche. Unwohlsein, egal welcher Stärke, auf mentaler, emotionaler oder körperlicher Ebene, ist ein Anzeichen für eine Dissonanz mit der Realität. Wenn diese ignoriert, nicht hinterfragt und nicht aufgelöst wird, kann sie sich bis hin zu körperlichen Symptomen verstärken. Die mechanistische Medizin leistet gute Dienste, diese durch Behandlungen, Operationen oder Medikamenten zu reparieren. Die wahre Ursache bleibt dabei meistens unbeachtet.</p>
<p><span id="more-428"></span>Ein kluger Mensch sagte einmal: „Wenn du gegen die Realität kämpfst, verlierst du. Immer.“ Fast alle Menschen haben die grundsätzliche Überzeugung „Es ist nicht so, wie es sein sollte“. Kennen Sie jemanden, der die Realität vollständig annimmt? Wahrscheinlich nicht. Die mentalen Konzepte und Vorstellungen unseres Egos hindern uns daran. Die Realität anzunehmen heißt nicht ein blauäugiger, unkritischer Jasager zu sein. Im Gegenteil. Es bedeutet, das was ist, ungefiltert, unmittelbar und urteilsfrei wahrnehmen zu können und im vollen Umfang zu erfassen.</p>
<p>Die Realität ist das, was ist. Sie ist also schon vollendet. Welchen Sinn hätte es dagegen anzukämpfen? Ist es nicht viel besser Situationen, die sich stellen, annehmen zu können und im besten Sinne zu nutzen? Dies geht nicht, wenn wir vorgefasste Konzepte, Konditionierungen oder Begrenzungen haben. Im Folgenden stelle ich Methoden vor, die sehr nützlich sind, um mit sich, den umgebenden Menschen und der Welt Frieden zu schließen. Wenn Sie dies tun, können Sie magische Momente erleben.</p>
<p>Unsere Entscheidung es anders haben zu wollen, als es ist, ist das größte Problem. Das Ego hat nicht den Überblick, um in allen Belangen richtig zu entscheiden. Es ist begrenzt und handelt meistens aus Angst. Deaktivieren wir diesen Autopiloten und trauen uns ungeschönt wahrzunehmen, was wirklich ist, stellt sich Erfüllung ein. Feinde verwandeln sich in Freunde, Hindernisse in Gelegenheiten und Hemmnisse in Fähigkeiten.  Einfach weil das, was sich gegenwärtig zeigt, vollkommen ist. Immer. Ich weiß, Ihr Ego sieht das anders. Jedes Ego sieht das anders.</p>
<p>In den beiden Artikeln zuvor habe ich Ihnen eine Methode vorgestellt, die es Ihnen ermöglicht, grundsätzliche Lebensmuster zu ändern. Nun befassen wir uns mit weiteren, die unmittelbar im Alltag angewendet werden können. Sie erscheinen vielleicht (zu) simpel. Glauben Sie mir, sie sind sehr hilfreich und machtvoll. Lassen Sie sich von ihrer Einfachheit nicht irritieren. Jemand sagte einmal, alles würde immer einfacher, je mehr man sich dem innersten Kern des Seins annähert.</p>
<h3>Ego-Automatismen nutzen</h3>
<p>Eine höchst elegante Methode ist die Automatische Deprogrammierung (ADP). Sie nutzt die Automatismen des Egos, um unerwünschte mentale und emotionale Muster zu löschen. Wir kennen es alle, dass bestimmte Situationen oder Ereignisse bestimmte Verhaltensweisen in uns auslösen. Zum Beispiel Äußerungen des Partners, die uns immer wieder auf die Palme bringen, obwohl wir auch anders damit umgehen könnten oder bestimmte Personen, die Unwohlsein in uns auslösen, obwohl wir nie etwas mit Ihnen zu tun hatten. Das Prinzip ist, dass bestimmte Auslöser zu automatischen Verhalten von uns führen. Ihnen fallen dazu bestimmt spontan eigene Erlebnisse ein.</p>
<p>Die Grundlage dazu bilden psychoenergetische Muster, die wir uns im Laufe unseres Lebens angeeignet haben. Damit haben wir uns in früheren Artikeln schon ausführlich befasst. ADP macht sich diesen Automatismus, der uns manchmal das Leben erleichtert, manchmal einschränkt, zu Nutze.</p>
<p>Es wird durch das aufmerksame Lesen eines Instruktionstextes für das psychoenergetische System ein Programm gesetzt, das durch ein bestimmtes Triggerwort ein nützliches mentales Programm startet, welches dann die einem Problem zugrunde liegenden mentalen und emotionalen Muster auflöst.</p>
<p>Der große Vorteil dieser Methode ist, dass sie in einer Situation, im laufenden Alltag mit sehr wenig Aufwand angewendet werden kann. Wir bemerken ein ungutes Gefühl oder Empfinden oder einen unerwünschten mentalen Zustand, wenden darauf das Triggerwort an und das Problem löst sich auf. Klingt zu einfach? Funktioniert.</p>
<p>Es können auch komplexere Themen angegangen werden, indem man sich mit dem Problemthema befasst und alle Gefühle und Gedanken, die es auslöst aufschreibt. Danach wir auf jede Notiz das Triggerwort angewendet. Das wird so lange fortgesetzt, bis sich das Problem entladen hat.</p>
<p>Hier nun die Anleitung: Überlegen Sie sich ein Wort, das als Triggerwort eingesetzt werden soll. Es sollte Ihnen passend erscheinen. Nur zusammen mit der Aufmerksamkeit auf dem Problem und der Intention dieses Problem (Gefühl, Empfinden, Zustand) auflösen zu wollen, funktioniert es als Trigger (Auslöser). Allerdings nicht, wenn Sie es im Gespräch mit anderen verwenden. Beispiele: „auflösen“, „Gummibaum“, „Und los!“ oder was Ihnen sonst gefällt.</p>
<p>Lesen Sie den folgenden kursiv gedruckten Instruktionstext. Dies ist nur einmal nötig, kann aber nach Belieben wiederholt werden. Ersetzen Sie die Punkte mit Ihrem Triggerwort.</p>
<p>Programm zur automatischen Löschung emotionaler und mentaler Strukturen:</p>
<p><em>„Dieses Programm übernimmt meinem Psychoenergetischen System während des Lesens. Es wird durch mein Triggerwort ausgelöst. Mein Triggerwort ist: …</em></p>
<p><em>Mein Psychoenergetisches System löscht, ausgelöst durch mein Triggerwort, sofort, automatisch, möglichst schnell und auf sichere Weise auf allen Ebenen alle mentalen und emotionalen Muster, die dem Problem, das ich bemerkt habe, zu Grunde liegen:</em></p>
<p><em>Jedes Mal schließt mein Psychoenergetisches System alles mit ein, was durch das Problem an Empfindungen und Wahrnehmungen in mir entsteht und was in meiner gesamten Lebenszeit dieses Problem entstehen ließ, es aufrecht erhielt und in seiner Folge entstanden ist. Es wird alles aufgelöst, was in Zukunft das Problem wieder entstehen lassen könnte oder es für mich attraktiv macht, dieses Problem wieder entstehen zu lassen.</em></p>
<p><em>Mein Psychoenergetisches System löst alle Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Verhaltensweisen, Überzeugungen, Vorstellungen und Haltungen, in Bezug auf die damit verbundenen Personen, Situationen, Umstände, Ereignisse, Ergebnisse und Gründe schonend und nachhaltig auf, die mit dem von mir gemeinten Problem zu tun hatten oder haben und mir im weitesten Sinne schaden, mich in irgend einer Weise einschränken oder begrenzen. </em></p>
<p><em>Mein Psychoenergetisches System behandelt automatisch alle Belastungen, gleichgültig auf welcher Ebene sie liegen, in beschriebener Weise so lange, bis das Problem verschwunden ist und es nie wieder auftaucht.</em></p>
<p><em>Dieses Programm ist ab jetzt uneingeschränkt wirksam und wird durch mein Triggerwort … ausgelöst. Mit jeder Anwendung beschleunigt und intensiviert sich dieses Verfahren.“</em></p>
<p>Nun ist es sinnvoll, dass Sie alle Gedanken und Gefühle bezüglich dieser Methode aufschreiben. Zweifel, Bedenken, Kritik, usw. Wenn die Liste vollständig ist, nehmen Sie jeden einzelnen Punkt und sagen oder denken Ihr Triggerwort. Dies setzen Sie solange fort, bis alle Zweifel und Bedenken verschwunden sind. Es ist gut, wenn Sie beim Sagen oder Denken des Triggerwortes nicht nur mit der Aufmerksamkeit bei dem Problem sind, sondern die damit zusammenhängenden Gefühle und Empfindungen so intensiv und vorbehaltlos fühlen, wie es geht. Dies braucht nicht viel Zeit. Eine oder ein paar Sekunden genügen.</p>
<p>Einmal angenommen, Sie hätten Angst vor einer Gruppe zu sprechen und Sie wollten dieses Problem auflösen. Gehen Sie folgendermaßen vor: Denken und fühlen Sie sich in die Situation hinein. Schreiben Sie sich auf, welche Intensität die Empfindung auf einer Skala von Null bis Zehn hat. Nun notieren Sie alle Gefühle und Gedanken, die zu dem Thema auftauchen. Wenn die Liste vollständig ist, nehmen Sie sich alle Punkte der Liste vor und sagen oder denken Ihr Triggerwort. Nun überprüfen Sie wieder die Intensität der Angst vor einer Gruppe zu sprechen auf der Skala von Null bis Zehn. Ist das Ergebnis größer als Null, wiederholen Sie den Vorgang bis alle Bedenken und unangenehme Gefühle, die von der Vorstellung vor einer Gruppe zu sprechen, verschwunden sind. Befinden Sie sich vor der Gruppe, können Sie weiteres Unbehagen mit dem Triggerwort angehen.</p>
<p>Bei mir funktioniert diese Methode hervorragend. Auch hier gilt: Wenn Sie mit dieser Methode nicht weiterkommen oder Sie Ihr Problem überwältigt, nehmen Sie erfahrene Hilfe in Anspruch.</p>
<p>Weitere Möglichkeiten mit unerwünschten Gefühlen, Empfindungen oder Zuständen umzugehen folgen im nächsten Artikel.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kreative Energie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 13:33:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir haben gesehen, dass Menschen ein enormes kreatives Potential besitzen.  Unsere Glaubenssätze bestimmen, was wir und wie wir es erleben. In diesem Artikel sehen wir, was diese kreative Energie ist, warum Glaubenssätze unterschiedlich stark sind und wie wir unsere Wahrnehmung schärfen können. Machen Sie doch bitte folgendes kleines Experiment. Es ist sehr simpel, doch zeigt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben gesehen, dass Menschen ein enormes kreatives Potential besitzen.  Unsere Glaubenssätze bestimmen, was wir und wie wir es erleben. In diesem Artikel sehen wir, was diese kreative Energie ist, warum Glaubenssätze unterschiedlich stark sind und wie wir unsere Wahrnehmung schärfen können.</p>
<p><span id="more-380"></span>Machen Sie doch bitte folgendes kleines Experiment. Es ist sehr simpel, doch zeigt es klar, wie wir unsere Realität gestalten. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf einen beliebigen Gegenstand in Ihrer Umgebung. Verstärken Sie die Aufmerksamkeit, bis sie ganz bei diesem Gegenstand ist und Sie nichts anderes wahrnehmen. Nachdem Sie so eine Weile bei ihm verweilten, suchen Sie sich einen anderen Gegenstand, der nicht im Blickfeld des ersten liegt. Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf ihn und verbleiben Sie bei ihm, bis er Ihre volle Aufmerksamkeit hat.</p>
<p>Wo war der erste Gegenstand, während Sie den zweiten betrachteten? Der Verstand sagt natürlich, da, wo er die ganze Zeit war, da drüben. Aber in Ihrem subjektiven Erleben? Da müsste er verschwunden gewesen sein. Während Sie den zweiten Gegenstand betrachteten, war der erste nicht mehr vorhanden, stimmt es? Nach dem Wechsel waren vielleicht noch Gedanken an den ersten Gegenstand da oder an irgendetwas anderes. Als Ihre volle Aufmerksamkeit auf dem zweiten Gegenstand ruhte, war der erste in Ihrem Erleben verschwunden, oder? Wenn Sie es ganz gewissenhaft gemacht haben, waren auch Ihre Gedanken verschwunden. Ihre ganze Aufmerksamkeit war vom zweiten Gegenstand erfüllt. Falls nicht, machen Sie die Übung vielleicht nochmal, denn sie ist sehr aufschlussreich.</p>
<p>Das ist das ganze Geheimnis unserer Realität: Dinge, die unsere Aufmerksamkeit bekommen, sind für uns gegenwärtig, das heißt, real. Die Aufmerksamkeit ist unsere kreative Energie. Die Art der Dinge, die unsere Aufmerksamkeit bekommen, kann sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel die Inhalte der unmittelbaren Wahrnehmung. Dann sind wir absolut gegenwärtig. Meist haftet sie aber auch Gedanken, Überzeugungen, Erlebnissen, die vergangen sind, Bewertungen, Verletzungen und ähnlichem an. Dann werden diese Dinge Teil unserer Realität.</p>
<p>Wie schon gesagt, die Vergangenheit existiert nicht. Nicht wenn wir ganz bei dem sind, was jetzt im Moment ist. Sobald wir Gedanken an die Vergangenheit Aufmerksamkeit geben, erschaffen wir Vergangenheit, jetzt in diesem Moment. Erst unser Gedanke an sie lässt die Vergangenheit entstehen. Wir geben der vermeintlichen Vergangenheit Energie und damit Macht, wenn wir glauben, dass sie uns immer noch beeinflusst. Wir können an die guten alten Zeiten denken und damit die Gegenwart vermeiden. Ebenso können wir Verletzungen und Traumata ein ganzes Leben lang mit uns herumschleppen und unter ihnen leiden.</p>
<p>Die Aufmerksamkeit haftet an diesen Ereignissen. Das liegt daran, dass sie eine emotionale Ladung haben und somit Bedeutung erhalten. Die emotionale Ladung rührt daher, dass wir uns entschieden haben, die Gefühle dieses Erlebnisses nicht bis zu ihrem Ende zu erleben. Wir haben das Gefühl damals aufgrund von Bewertungen abgelehnt und damit die Emotionen, denen eine Energie innewohnt, konserviert. Das hat nichts mit Unfähigkeit oder gar Versagen zu tun. Manchmal ist dies notwendig, um in einer Situation bestehen zu können. Jeder Mensch kennt das. Wenn der Vater sagt, dass nur Mädchen weinen, dann hört der Junge schnell damit auf. Er will ja schließlich nicht sein Gesicht vor dem Vater verlieren. Hätte er das Gefühl weiter erlebt, bis es sich von selber aufgelöst hätte, wäre keine Aufmerksamkeit an ihm haften geblieben. Es gäbe lediglich eine Erinnerung an sie, die nicht schmerzhaft oder unangenehm wäre.</p>
<p>Situationen, die nicht durcherlebt wurden, haften sich an und beeinflussen dadurch unser weiteres Erleben. Menschen können sich ein Leben lang als Opfer, Schwächling, Schuldiger, Versager, Missbrauchter oder was auch immer fühlen, obwohl das auslösende Ereignis bereits Jahrzehnte zurück liegt und seitdem nicht mehr aufgetreten ist. Wie wir schon wissen, werden dieses aufgeladene Erlebnis und die damit verbundene Identität Teile unseres Wahrnehmungsfilters. Später ziehen wir dadurch die entsprechenden Personen oder Situationen immer wieder an, wiederholen die Erlebnisse der Vergangenheit und bestätigen die dazugehörigen Identitäten. Der Vater, zum Beispiel, dessen Erwartungen nicht zufrieden gestellt werden konnten, findet sich in dem despotischen Vorgesetzten wieder, unter dem wir leiden. Wiederholungen im Leben sind ein Indikator dafür, dass es mentale und emotionale Muster gibt, die aufgelöst werden wollen.</p>
<p>Hier ist eine unvollständige Liste von weiteren Dingen, die unsere Aufmerksamkeit binden und reduzieren: Traumata, Verletzungen, Schuldgefühle, Groll, Abhängigkeit, Überforderung, Angst, starke Gefühle, Lebensdramen, Geheimnisse, Übergriffe, unerledigte Dinge, ungeklärte Situationen, uneingeordnete Informationen, mangelnde Informationen, Träumereien, Gedanken und vieles mehr.</p>
<p>Um diesem Dilemma zu entkommen, müssen wir dem Erlebnis die gebundene Aufmerksamkeit, die emotionale Ladung, entziehen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Mittel der Wahl hängt davon ab, wie stark die Anhaftung ist. Im Allgemeinen reicht eine Entscheidung. Kleine Kinder können das sehr gut. Haben Sie schon einmal beobachtet, wie ein Kind wegen etwas weint und dann etwas sieht, das seine Aufmerksamkeit fesselt? Der Grund des Weinens ist sofort vergessen und das neue Objekt wird untersucht. So können wir verfahren, wenn wir uns zum Beispiel verletzt fühlen oder wütend sind. Wir lösen die Aufmerksamkeit von dem Grund, da wir ihn als Gedanken erkennen, und richten sie auf ein erfreuliches Gefühl. Das kann gelingen, doch meistens ist die Anhaftung bei starken Gefühlen zu groß.</p>
<p>Muster, die schon eine längere Zeit bestehen und die stark geladen sind, haben sich in der Regel in das energetische System eines Menschen eingeprägt. In dem Fall reichen Gedanken oder Entscheidungen nicht. Das ist der Grund dafür, warum Vorsätze nicht funktionieren. Um diese energetischen Muster zu löschen bedarf es einer tiefgreifenden Methode. Die schon vorher erwähnte Methode, die ich in einem späteren Artikel erklären werde, leistet dies.</p>
<p>Ich habe gerade den Begriff „energetisches System“ eingeführt. Welches Modell wir für seine Erklärung heranziehen, spielt dabei keine große Rolle. Es könnte das Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin, das Chakrensystem des Buddhismus bzw. Hinduismus, die Verschaltungen in unserem Nervensystem oder ein anderes System sein. Wie wir eine Erscheinung erklären, hat keinen Einfluss auf die Erscheinung. Für die Zwecke dieses Blogs reicht dieser allgemeine Begriff.</p>
<p>Je mehr Aufmerksamkeit an mentalen Mustern haftet, desto weniger steht davon im Leben zur Verfügung, was unter anderem die Wahrnehmung, Lebendigkeit und Intelligenz einschränkt. Daher ist es sinnvoll, gebundene Aufmerksamkeit freizusetzen. Die Stärke von Verlangen, positive Aufmerksamkeit, und Abneigung, negative Aufmerksamkeit, gibt uns weitere Hinweise, wo ungelöste Muster zu finden sind.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aufmerksamkeit die Energie ist, mit der wir unsere Realität kreieren. In anderen Systemen wird sie auch Lebensenergie genannt. Je mehr freie Aufmerksamkeit wir haben, desto kreativer, lebendiger, gesünder und wahrnehmender sind wir. Für ein selbstbestimmtes, aktives Leben ist es daher sinnvoll, so viel gebundene Aufmerksamkeit wie möglich wieder freizusetzen.</p>
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		<title>Überzeugungen</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/uberzeugungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 18:25:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Überzeugungen definieren uns als Person, d.h. unseren Charakter, unser Fühlen, Denken, Handeln und wie wir nach außen wirken. Sie sind lebensbestimmend. Wir haben sie durch freie Wahl oder Indoktrination angenommen. Da wir sie selbst gewählt haben, sind wir auch diejenigen, die sie ändern können. Das ist der Schlüssel, der uns vom Opfer der Umstände in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Überzeugungen definieren uns als Person, d.h. unseren Charakter, unser Fühlen, Denken, Handeln und wie wir nach außen wirken. Sie sind lebensbestimmend. Wir haben sie durch freie Wahl oder Indoktrination angenommen. Da wir sie selbst gewählt haben, sind wir auch diejenigen, die sie ändern können. Das ist der Schlüssel, der uns vom Opfer der Umstände in ein selbstbestimmtes Wesen verwandelt.</p>
<p><span id="more-368"></span>Wichtig ist es zu wissen, dass unsere Glaubenssätze  sowohl einen nützlichen, als auch einen schädlichen Einfluss haben können. Zum Beispiel „Für mich ergibt sich alles in idealer Weise.“ oder „Alles, was ich anfasse geht schief.“ Zu den verschiedensten Themen und Lebensbereichen haben wir jeweils eine riesige Liste von Überzeugungen. Manchmal widersprechen sie sich auch, was uns konfus oder unsicher machen kann. Oder eine Überzeugung hilft in einer bestimmten Situation, in anderen schadet sie uns.</p>
<p>Das Vertrackte an unseren mentalen Mustern ist, dass sie selber die Beweise für ihre Richtigkeit liefern. Da wir durch unsere Überzeugungsfilter hindurch wahrnehmen, rücken automatisch die Eindrücke, die unsere Muster bestätigen in den Fokus. Die gegenteiligen gehen nicht durch den Filter. Jemand, der an sich zweifelt bezieht eine kritische Äußerung, die allgemein gemeint war auf sich und sein Selbstzweifel verstärkt sich. Oder jemand, der sich für einen guten Menschen hält, nimmt sehr viel Böses um sich herum wahr. Es wird ihm immer dringlicher das Böse zu bekämpfen. Jemand, der Angst im Dunklen hat, sieht gefährliche Schatten und steigert sich vielleicht in eine Panik hinein. Daher neigen Glaubenssysteme dazu, sich bis hin zum Extremismus, zur Neurose oder Psychose selbst zu verstärken. Selbstreflektion oder das Erkennen von sich wiederholenden Ereignissen, können diese einseitige  Sichtweise aufdecken. Körperliche Symptome, Unwohlsein, Angst, diffuse Schmerzen, Versagen, starke Gefühle oder wiederkehrende Lebensdramen können Zeichen für verfestigte mentale Muster sein.</p>
<p>Ob sie uns bewusst sind oder wir sie vergessen haben, ist für ihre Wirkung auf uns unbedeutend. Wir wissen nicht mehr, mit welchen Entscheidungen wir zum Beispiel auf eine ungerechte Bestrafung von unserer Mutter reagiert haben, als wir noch klein waren, oder? Egal, wie alt sie sind, sie verlieren ihre Wirkung nicht, bis sie gelöst werden. Um Überzeugungen zu bearbeiten, ist es vorteilhaft sie zu kennen. Es gibt Möglichkeiten sie bewusst zu machen, aber das muss nicht zwingend sein. Wir tragen sie ja schließlich mit uns herum und sie zeigen sich uns im ganz normalen Leben. Wer beobachtet, was er erlebt, kann daraus leicht die dazugehörige Überzeugung ableiten. Es ist meistens nicht notwendig sie wörtlich zu kennen, wenn man sie bearbeiten möchte. Die Methoden, die ich Ihnen hier im Blog vorstellen werde, gehen von der Situation bzw. vom Empfinden aus, die sie auslösen.</p>
<p>Die Macht, die unsere Glaubenssätze über uns haben, geht von der Bedeutung aus, der wir ihnen geben. Die Bedeutung steigt mit der emotionalen Ladung, die  mit ihnen verbunden ist. Überzeugungen für die wir in großer Verletztheit, Wut oder Freude angenommen haben, haben eine große Kraft. Die emotionale Ladung gibt ihnen Substanz und Wichtigkeit. Ebenso ist es, wenn wir mit ihnen etwas Wichtiges verbinden. Wenn uns eine Autorität, jemand, den wir bewundern oder von dem wir anhängig sind, etwas vermittelt, geben wir dem mehr Bedeutung. Manchmal nötigt eine Zwangslage uns dazu, Überzeugungen anzunehmen oder zu ändern, um Schmerzen oder Schaden von uns oder anderen fern zu halten.</p>
<p>Wenn wir schädlichen Mustern ihre Bedeutung beziehungsweise Gewissheit entziehen, die wir ihnen beimessen, lösen sie sich auf. Was wird wohl jemand erleben, der die Überzeugung „Das Leben ist schwer.“ aufgibt? Um das zu realisieren, was wir uns wünschen, können wir Überzeugungen mit Bedeutung aufladen, die beschreiben, was wir erleben wollen. Dies vermag die oben erwähnte Methode auch zu leisten.</p>
<p>Was bedeutet es nun, wenn wir wissen, dass wir selber unser Erleben bestimmen? Verantwortung. Jeder ist selber dafür verantwortlich, was er erlebt und fühlt oder wie er denkt und handelt. Dieser Verantwortung wird häufig mit Widerstand begegnet. Es ist nun mal einfacher, das Opfer zu sein und andere zu beschuldigen, als den Ursprung bei sich selbst zu sehen. Aber das funktioniert bei Ihnen nun nicht mehr. Das ist vorbei. Immer wenn Sie bei anderen die Schuld suchen, wissen Sie, dass Sie selber der Ursprung dieser Erfahrung sind. So wie Sie Verantwortung für sich selbst übernehmen, nimmt auch Ihre Selbstermächtigung und Ihre Freiheit zu wählen zu. Wir können uns entscheiden Opfer oder frei zu sein. Beides zusammen geht nicht.</p>
<p>Es kann sehr erhellend sein, sich seine Überzeugungen zu bestimmten Themen anzuschauen. Allgemein, um die eigenen Lebensmuster zu klären, oder vor einem Projekt, um die sabotierenden Glaubenssätze zu identifizieren und dann mit Hilfe entsprechender Methoden abzuschalten. Natürlich steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt gelingt sehr. Es ist sinnvoll dabei selbstkritisch und bereit zu sein, sich seine Schattenseiten anzusehen. Denn es sind die negativen Überzeugungen, die schaden.</p>
<p>Gehen Sie wie folgt vor. Schreiben Sie kurze und prägnante Sätze auf, die ausdrücken, was Sie über eine Sache denken. Über sich selbst, Ihre Fähigkeiten, die Welt, über bestimmte Menschen, Geld, Beziehungen, Geschäfte, ein konkretes Vorhaben oder Projekt, die Zukunft oder so ähnlich. Schauen Sie sich an, wie viele hilfreiche und schädliche Überzeugungen Sie haben. Lösen Sie die schädlichen auf (<a href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/die-methode-einfuhrung/">Anleitung hier</a>) und Ihr Leben verändert sich.</p>
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		<title>Das Ego</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 15:47:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zugegeben, im letzten Artikel kam das Ego nicht so gut weg. Es stimmt, wenn wir Probleme haben, hat es mit ihm zu tun. Aber wer ein Ego hat, muss nicht automatisch Probleme haben. Jeder hat eines und er kann es niemals loswerden. Es ist nicht der Buhmann. Die Komplikationen haben einen anderen Grund. Betrachten wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, im letzten Artikel kam das Ego nicht so gut weg. Es stimmt, wenn wir Probleme haben, hat es mit ihm zu tun. Aber wer ein Ego hat, muss nicht automatisch Probleme haben. Jeder hat eines und er kann es niemals loswerden. Es ist nicht der Buhmann. Die Komplikationen haben einen anderen Grund. Betrachten wir zunächst einmal, was das Ego ist und warum es so schlecht da steht.</p>
<p><span id="more-343"></span>Wie schon gesagt, jeder Mensch hat ein Ego, ein Ich oder ein Selbst. Die Begriffe sind austauschbar, Wortklauber mögen mir diese Unschärfe nachsehen. Jeder braucht eines, denn es ist sozusagen der Container unserer Persönlichkeit. Das eine Ego mag ausgeprägter als das andere sein, doch jeder Mensch hat Persönlichkeit, egal wie dumm, geklärt, erleuchtet oder fortgeschritten er sein mag.</p>
<p>Das Ego ist die Summe aller unserer Überzeugungen. Eine Überzeugung ist ein Glaubenssatz, den wir für wahr halten. Zum Beispiel: „Das Leben ist gut zu mir.“ oder „Alles geht schief.“ und natürlich viele, viele mehr. Wir haben sie im Laufe unseres Lebens gesammelt und sie uns freiwillig oder aus Leidensdruck zu Eigen gemacht. Kultur, Prägung, Erziehung, Indoktrination, Ausbildung, Erfahrungen, Entscheidungen, Menschen, die wir ablehnten oder bewunderten waren dabei unsere Inspiration.</p>
<p>Aus diesen Überzeugungen entstehen unsere Meinungen, Haltungen, Bewertungen, Standpunkte, unser Denken und Handeln. Sogar unsere Wahrnehmung hängt von ihnen ab. Sie sind so etwas wie ein Programm, eine Software, die uns steuert. Einige dieser Programme sind uns bewusst, andere nicht. Unabhängig davon sind sie wirksam.</p>
<p>Das Ego hat sie gesammelt, weil es uns gut gehen soll. Es hat also eigentlich eine positive Funktion. Es schützt uns davor, Handlungen zu wiederholen, die uns schadeten und automatisiert Reaktionen auf Standardvorgänge, damit wir Aufmerksamkeit für andere Dinge frei haben.</p>
<p>Alles wäre soweit in Ordnung, wenn wir nicht davon überzeugt wären, unser Ego zu sein. Diese Grundsatzentscheidung gibt ihm eine Macht, die seine Zuständigkeit vergrößert und zu Kompetenzüberschreitungen führt. Eine Schutz- und Hilfsfunktion wird damit zur Steuerzentrale.</p>
<p>Es wendet Verhaltensweisen, die es in der Vergangenheit gelernt hat, auf die Gegenwart an. Wir nehmen dadurch nicht wahr, was im Moment tatsächlich ist. Begegnen wir einem Menschen, der uns an jemanden aus unserer Vergangenheit erinnert, verhalten wir uns ihm gegenüber unseren alten Mustern entsprechend. Die Nachbarin wird vielleicht bewertet, wie die aufdringliche Tante Elvira, die wir früher gar nicht gemocht haben. Oder der Partner wird aufgrund von Eigenschaften ausgewählt, die wir schon beim Vater toll fanden.</p>
<p>Das Ego versucht die Vergangenheit immer wieder neu zu erschaffen. Kennen Sie es von sich, dass sich bestimmte Dinge im Leben zu wiederholen scheinen? Das Bekannte ist sicher und vertraut. Wir bevorzugen, was mir kennen und gehen dem Unbekannten, das möglicherweise eine Herausforderung bedeutet, aus dem Weg. Das führt dazu, dass wir Lebendigkeit verlieren und nicht mitbekommen, was tatsächlich geschieht. Außerdem sind wir darin eingeschränkt, frei eine angemessene Verhaltensweise zu wählen.</p>
<p>Bezogen auf die Zukunft ist das Ego ebenfalls aktiv. Es projiziert unsere Erwartungen, Sorgen und Ängste auf das, was vor uns liegt. Zukünftige Ereignisse werden mit negativen oder positiven Gefühlen verknüpft, die dem, was dann wirklich geschieht gar nicht entsprechen. Wir nehmen vorweg, was noch gar nicht ist. Angst vor Prüfungen, Vorfreude auf den Urlaub oder die Sorge, das gleiche Desaster zu erleben, was wir in einer ähnlichen Situation schon einmal erlebt hatten.</p>
<p>Vergangenheit und Zukunft existieren nicht. Wir leben immer im gegenwärtigen Moment. Niemand hat je in der Vergangenheit oder Zukunft gehandelt. In der Gegenwart erinnern wir uns an die Verletzung aus der Vergangenheit oder malen uns aus, wie die Zukunft sein wird. So erschaffen Gedanken Zeit und hindern uns daran zu erleben, was jetzt gerade ist. Wir leben in einer Gedankenwelt, statt den frischen, unmittelbaren, nie dagewesenen Moment zu genießen.</p>
<p>Während es uns überschützt erleiden wir herbe Realitätsverluste und es erzeugt Automatismen, die unsere Spontanität und Lebendigkeit sabotieren. Ein sinnvolles Prinzip wendet sich gegen uns. Wir ermächtigen es durch den fahrlässigen Gedanken, dass wir das Ego, die Person, seien. Wir haben es so von anderen vorgemacht bekommen, es ist so üblich. Wir haben es nachgemacht. Daher ist es normal. Schauen Sie sich in der Welt um, wohin uns diese Identifikation gebracht hat.</p>
<p>Die Substanz des Egos ist lediglich ein Gedanke: „Ich bin (hier bitte Ihren Namen einsetzen)“. Das Ego „weiß“ um die Flüchtigkeit dessen, woraus es gemacht ist. Es ist bestrebt sich zu erhalten. Wie jedes Geschöpf, erschaffen aus unserer Gedankenkraft, kämpft es raffiniert und engagiert um sein Überleben. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Ohne sich mit seiner Person zu identifizieren lebt es sich viel besser und leichter.</p>
<p>Das Ego ist ein selbsterhaltendes System. Aus seinen Erfahrungen der Vergangenheit und den Projektionen in die Zukunft erzeugt es angstvolle Gedanken. Gleichzeitig versucht es mit dem Verstand, der sein Werkzeug ist, Lösungen für diese Schwierigkeiten zu finden. Es liefert Probleme und gleich die Lösungen dazu. Scheinbar. Auf diese Weise verfestigt es unseren Glauben an uns als Person und das Ego erhält seine dringend benötigte Existenzberechtigung.</p>
<p>Verstehen, Aufregung und Recht haben sind die Mittel die das Ego nähren. Verstehen, wie zum Beispiel Klatsch, Wissenschaften oder Insiderwissen, ist ein Instrument der Kontrolle. Wissen ist eben Macht. Aufregung gibt Wichtigkeit und ein Gefühl der Lebendigkeit. Erlebnisse, sozialer Status, Erfolg, Misserfolg, Ruhm, Unterhaltung, Sport, Sex, Streit und so weiter sind Möglichkeiten, die Persönlichkeit zu definieren. Sie wichtig, anders und interessant zu machen.</p>
<p>Recht zu haben mit Meinungen, Haltungen und Überzeugungen liefert unmittelbare Selbstbestätigung. Dabei spielt es keine Rolle ob die Aussage objektiv richtig ist. Das Ego legt sich sein Glaubenssystem zurecht wie es nötig ist, um die Behauptung zu stützen. Das gilt für Lügner, Politiker und Wissenschaftler gleichermaßen, eigentlich für alle, die denken eine Person zu sein. Alle Aussagen gründen letztendlich auf Annahmen, die recht beliebig sind. Machen sie den Versuch und fragen Sie sich zu allen möglichen Dingen: Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist?</p>
<p>Hinter all diesen Ego-Spielen steht letztendlich der Hunger nach Anerkennung und Bedeutung, die die Person für seine Existenz benötigt, weil sie selbst weiß, wie sehr zerbrechlich sie ist. Die meisten Selbstdefinitionen beginnen mit „Ich bin…“ oder „Ich habe…“. Haben Sie bei sich selber schon einmal beobachtet, dass sich Überzeugungen, Meinungen und Haltungen geändert haben? Ja sogar in das Gegenteil? Die Person ist ständigen Wandlungen unterworfen. Nichts an ihr ist stabil oder bietet einen verlässlichen Bezugspunkt, auch wenn wir es vielleicht gerne so hätten.</p>
<p>Um sich ein derzeitiges Bild von sich selber zu machen, nehmen Sie sich vielleicht ein paar Minuten Zeit und vervollständigen Sie die Sätze „Ich bin…“ und „Ich habe…“ in Gedanken, oder besser auf dem Papier, bezogen auf alle erdenklichen Lebensbereiche:  Gesundheit, Körper, Beziehung/Familie, Qualifikation, Beruf, sozialer Status, Finanzen, Politik, Besitz, Werte, Kultur, Einstellungen, Geschlecht, Sexualität, Interessen, Hobbies, Talente, Fähigkeiten. Sie können diese Liste nach Belieben verlängern. Natürlich sind zu jedem Bereich Mehrfachnennungen möglich.</p>
<p>Haben Sie diese Liste gemacht? Wenn ja, dürfte sie sehr lang geworden sein. Das wirklich wichtige und interessante dabei ist, dass diese Selbstdefinitionen, das „Ich bin…“ gleichzeitig ein „Ich bin nicht…“ mit sich bringt. Ganz automatisch. Das heißt also, dass das Ego eine Trennung zwischen Ich und Nicht-Ich zieht. Wenn ich dies bin, kann ich nicht das andere sein. Wenn ich dies mag, mag ich jenes nicht. Das ist wichtig, um mich als Person in der Welt zu definieren und das schafft Trennung.</p>
<p>Neben dem Ringen nach Bedeutung ist die Trennung ein weiteres Ego-Dilemma. Der Mensch möchte dazu gehören. Es sei denn, er ist traumatisiert oder er hat aufgrund von Erfahrungen Persönlichkeitsanteile entwickelt, die Einsamkeit als Vorteil betrachten. Dies sind Muster, die sich über das ursprüngliche Bedürfnis legen, das im Untergrund weiterbesteht.</p>
<p>Es sind die Gedanken, d.h. der Verstand, die Trennung erzeugen. Der Mensch ist in eine wohlmeinende Ganzheit eingebettet, der er nicht entfliehen, die er aber mit seinen Gedanken ausblenden kann. Ich bin dies und nicht das. Das ist der Grundgedanke. Er trennt sich und die Ganzheit fehlt ihm. Und ob er es weiß oder nicht, er sucht ständig danach. Meist nimmt er gar nicht mehr wahr, dass sein ganzes Sein darauf ausgerichtet ist.</p>
<p>Diese Lücke, die die verlorene Einheit hinterlässt versucht er zu überbrücken. Die unterschiedlichsten Glaubenssysteme (Gedankenwerke) entstehen zu diesem Zweck: Religionen, Selbsterfahrung, Therapien, Esoterik, Meditationen, Philosophien oder Wissenschaften. Irgendwo muss doch zu finden sein, was tief im Inneren vermisst wird. Das Loch, das Gedanken gerissen haben, versucht er mit Gedanken zu füllen. Das klappt nicht.</p>
<p>Das dritte Paradigma schafft bezüglich dieser Ego-Themen eine enorme Erleichterung, da es diese unglückliche Rückkopplungen auflöst, ohne dass das Ego bekämpft oder aufgegeben werden muss. Die getrennte Person gehört zur Ganzheit, sie ist ein Teil von ihr, wie die Geschichten, die sich durch sie und um sie herum entfalten. Es ist das ewige Spiel des Lebens. Würden diese Spiele funktionieren, wenn wir uns ihnen nicht mit dieser Ernsthaftigkeit hingeben würden? Wenn wir diese Vorstellungen als Illusion durchschauen würden? Nein. Wir lebten in einer Welt, in der sich Dinge ereignen würden, die weit über das hinaus gingen, wovon wir heute träumen.</p>
<p>Das erste Paradigma ist vom Ego dominiert. Aus diesem Grund haben wir uns so ausführlich mit ihm beschäftigt. Im zweiten Paradigma wird es als das, was es ist, erkannt. Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich.</p>
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