{"id":1150,"date":"2016-01-26T08:00:04","date_gmt":"2016-01-26T07:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=1150"},"modified":"2019-05-20T16:43:14","modified_gmt":"2019-05-20T14:43:14","slug":"warum-vorhaben-scheitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/warum-vorhaben-scheitern\/","title":{"rendered":"&#8222;Warum scheitern meine Pl\u00e4ne und Vorhaben immer wieder?&#8220; \u2013 Ursachen erkennen und Ziele erreichen"},"content":{"rendered":"<p>Wir tun es immer wieder: Wir fassen Vors\u00e4tze. Der Jahresanfang, ein beliebter Zeitpunkt f\u00fcr solche Aktionen, ist gerade vorbei. Haben Sie sich etwas vorgenommen? Wie sieht es jetzt, ein paar Wochen danach, mit der Umsetzung aus? Manchmal funktionieren Vorhaben einfach nicht. Woran liegt das eigentlich?<\/p>\n<h3>Grund 1: Die anf\u00e4ngliche Begeisterung war (zu) gro\u00df<\/h3>\n<p>Kennen Sie den Zustand, nachdem Sie sich so satt gegessen haben, dass Sie meinen, in der n\u00e4chsten Zeit, sagen wir f\u00fcnf Tage, nichts mehr zu essen\u00a0brauchen? Wenn ich dann an mir hinunter schaue, kann mich die Idee, ein paar Wochen zu fasten, sehr leicht begeistern. Die Vorstellung, mich leichter zu f\u00fchlen und die G\u00fcrtelschnalle nicht nur im Spiegel zu sehen, gef\u00e4llt mir dann sehr. Ich entscheide also spontan, die n\u00e4chsten zwei Wochen zu fasten. Bald, und fr\u00fcher als gedacht, meldet sich das erste Hungergef\u00fchl. Dann kommt auch noch die Einladung zum Brunch in zwei Tagen. Nach nur einem halben Tag ist die Fastenzeit beendet.<\/p>\n<p>Vorhaben, die spontan aus einem Defizitgedanken geboren werden, sind in der Regel nicht sehr stabil. Eine spontane, anf\u00e4ngliche Begeisterung kann beim ersten Genussverzicht oder bei der ersten Anstrengung schnell verflogen sein, und die \u00fcbliche Routine stellt sich wieder ein. Sinnvollerweise sind solche Entschl\u00fcsse, wie zum Beispiel zu fasten, vorher gr\u00fcndlich auf ihre Durchf\u00fchrbarkeit zu pr\u00fcfen und wollen dann auch gut geplant sein.<\/p>\n<h3>Grund 2: Die Selbstverpflichtung war nicht stark genug<\/h3>\n<p>Dieser Grund ist dem ersten ziemlich \u00e4hnlich, bezieht sich aber nicht auf Spontanentschl\u00fcsse, sondern auf gr\u00f6\u00dfere Vorhaben. Beispiel: Sie stellen fest, dass Ihre Kondition nicht so toll ist, etwa weil\u00a0das Treppenlaufen nicht mehr so leicht geht, wie es einmal war. Zudem w\u00fcnschen Sie sich einen Ausgleich zu Ihrer \u00fcberwiegend sitzenden T\u00e4tigkeit. In Ihnen reift die Idee, mindestens zwei Mal in der Woche 5 km zu laufen. Sie besorgen sich das entsprechende Outfit und beginnen schlie\u00dflich mit dem Training. Anfangs ist es sehr anstrengend, doch nach einigen Wochen versp\u00fcren Sie eine Verbesserung. Auch Ihre Kondition wird wieder besser.<\/p>\n<p>Jedoch nach ein paar Monaten l\u00e4sst die Regelm\u00e4\u00dfigkeit nach. Dann laufen Sie nur noch gelegentlich, und schlie\u00dflich schl\u00e4ft Ihr Projekt ein. Was war geschehen? M\u00f6glicherweise haben Ihnen die ersten Erfolge gereicht, Ihnen den unmittelbaren Druck zu nehmen. Oder Ihre Verpflichtung mit sich selbst, der Vertrag, den Sie mit sich selbst eingegangen sind, war nicht stark genug. Ihr Engagement reichte nicht aus, ihr Ziel dauerhaft zu verfolgen. Hier w\u00e4re es sinnvoll gewesen, das Ziel, das Sie erreichen wollten, klarer zu definieren. Noch besser w\u00e4re es nat\u00fcrlich, wenn die Erfolge selbst genug Motivation lieferten.<\/p>\n<h3>Grund 3: Das Vorhaben stellte sich komplexer und aufw\u00e4ndiger dar, als gedacht<\/h3>\n<p>Das n\u00e4chste Szenario: Sie sind beruflich selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig und m\u00f6chten Ihr Angebot durch ein Blog umfassender pr\u00e4sentieren und bekannter machen. Voller Elan installieren Sie die entsprechende Software auf einem Server und gestalten das Erscheinungsbild. Sie verfassen die ersten Artikel und ver\u00f6ffentlichen diese. Sie stellen fest, dass es zeitaufw\u00e4ndiger und schwieriger ist, die Texte zu schreiben, als Sie dachten.<\/p>\n<p>Das Intervall, in dem neue Artikel erscheinen, wird immer l\u00e4nger, weil die Ideen nicht mehr sprudeln wie zuvor und das Schreiben zunehmend zu einer Belastung wird. Schlie\u00dflich nehmen Sie sich die Zeit neben Ihrer T\u00e4tigkeit, die Sie sehr in Anspruch nimmt, gar nicht mehr. M\u00f6glicherweise w\u00e4re es sinnvoll gewesen, im Vorfeld mit erfahrenen Bloggern zu sprechen und sich zu informieren, welch einen Aufwand solch ein Blog bedeutet.<\/p>\n<h3>Pers\u00f6nliche Muster haben Sie sabotiert<\/h3>\n<p>Es gibt sicher noch mehr m\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr gescheiterte Vorhaben, doch betrachten wir uns einmal den eigentlichen Mechanismus des Scheiterns genauer. Einer meiner Lieblingsspr\u00fcche lautet: &#8222;Hinterher wei\u00df man immer mehr.&#8220; Und das ist ja schlie\u00dflich auch ein Gewinn. Auch ein gescheitertes Vorhaben vermittelt Erfahrungen. Ich finde es v\u00f6llig in Ordnung, Vors\u00e4tze zu fassen und sie auch wieder aufzugeben. Man braucht sich ja nicht zum Sklaven seiner eigenen Ideen zu machen. Manche Ideen k\u00f6nnen jedoch eine solche pers\u00f6nliche Bedeutung\u00a0haben, dass es sich lohnt, sie zu verfolgen. In diesem Fall sch\u00e4digen Sie sich mit einer Aufgabe Ihrer Vorhaben selbst.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bringt das Aufgeben von Vorhaben auch einen Gewinn mit sich. Zum einen die offensichtlichen Vorteile: Zeit zu sparen, es sich einfacher zu machen, weniger Arbeit zu haben, sich weniger anzustrengen zu m\u00fcssen und so weiter. Es gibt auch weniger offenkundige Gr\u00fcnde: Verantwortung zu vermeiden, Kritik oder Angriffen zu entgehen, einem gr\u00f6\u00dferen Versagen vorzubeugen, Angst vor einer gro\u00dfen Aufgabe auszuweichen und \u00e4hnliche. Wenn dieser Gewinn gr\u00f6\u00dfer empfunden wird und n\u00e4her liegt, als derjenige, der durch das Vorhaben irgendwann in der Zukunft erreicht werden k\u00f6nnte, hat das Projekt keine Chance.<\/p>\n<h3>Ziele erreichen<\/h3>\n<p>Haben Sie ein Ziel, das Ihnen wichtig und attraktiv erscheint, k\u00f6nnten Sie wie folgt vorgehen: Definieren Sie Ihr Ziel am besten schriftlich. Formulieren Sie so, dass Sie Begeisterung sp\u00fcren. Nun gehen Sie zuerst einmal argumentativ vor. Erstellen Sie zu Ihrem Ziel eine Pro-und-Kontra-Liste. W\u00e4gen Sie Vor- und Nachteile Ihres Vorhabens ab. Wollen Sie hiernach an Ihrem Projekt festhalten, \u00fcberpr\u00fcfen Sie Ihre pers\u00f6nlichen Muster. Welche behindernden und einschr\u00e4nkenden Gedanken, Empfindungen und Gef\u00fchle melden sich, wenn Sie an die Umsetzung und Erreichung Ihres Projektes denken? Notieren Sie auch diese.<\/p>\n<p>Nun ist es sehr n\u00fctzlich diese Muster aufzul\u00f6sen. Verwenden Sie geeignete <a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/die-methode-einfuhrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Techniken<\/a> oder nehmen Sie sich <a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/einzelsitzungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hilfe<\/a> dazu. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Vorhaben Realit\u00e4t wird, nimmt auf diese Weise extrem zu.<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/\">Erfahre, was mit moderner Psychotherapie m\u00f6glich ist!<\/a><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir tun es immer wieder: Wir fassen Vors\u00e4tze. Der Jahresanfang, ein beliebter Zeitpunkt f\u00fcr solche Aktionen, ist gerade vorbei. Haben Sie sich etwas vorgenommen? Wie sieht es jetzt, ein paar Wochen danach, mit der Umsetzung aus? Manchmal funktionieren Vorhaben einfach nicht. Woran liegt das eigentlich? 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