{"id":1606,"date":"2017-03-31T16:00:09","date_gmt":"2017-03-31T14:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=1606"},"modified":"2021-01-31T14:23:15","modified_gmt":"2021-01-31T13:23:15","slug":"daseinsfreude-ist-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/daseinsfreude-ist-ueberall\/","title":{"rendered":"Daseinsfreude ist \u00fcberall"},"content":{"rendered":"<p>Freude ist dem Dasein immanent. Dabei ist diese Freude nicht pers\u00f6nlich. Sie offenbart sich, wenn das Ich in den Hintergrund tritt und die Gedanken stiller werden. Von allen Wesen auf der Erde sind wir Menschen die einzigen, die sich (scheinbar) vom Dasein trennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie geschieht das? Wir entwickeln ein Ich. Das Ich ist f\u00fcr den Menschen wichtig, um Autonomie und Unterscheidungsf\u00e4higkeit auszubilden und uns selbst sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Andererseits wirft uns die Identifikation mit dem Ich aus dem paradiesischen Zustand, in dem wir als S\u00e4ugling leben. Um ein Ich zu haben und sich damit zu identifizieren<ins cite=\"mailto:Kerstin%20Hoffmann\" datetime=\"2017-03-31T11:15\">,<\/ins> bedarf es eines gewissen Abstraktionsverm\u00f6gens. Dieses entwickelt sich erst, wenn die neuronalen Verkn\u00fcpfungen in unserem Gehirn komplex genug sind. Wir abstrahieren ein Ich und glauben dann immer mehr daran, es zu sein. Das ist ein unwillk\u00fcrlicher Prozess, der willentlich nicht umzukehren ist.<\/p>\n<p>An dieses Ich werden K\u00f6rperempfindungen gekn\u00fcpft. Pl\u00f6tzlich ist da nicht mehr nur eine unmittelbare Wahrnehmung, sondern das Ich nimmt wahr und koppelt oft Reaktionen an bestimmte Wahrnehmungen. Eine selbstverst\u00e4rkende Spirale der Selbstidentifikation l\u00e4sst das Ich so selbstverst\u00e4ndlich werden, als w\u00e4re es tats\u00e4chlich da. Wir glauben ihm uneingeschr\u00e4nkt und akzeptieren als wahr, was es denkt. Das ist die Grundlage f\u00fcr fast alle Probleme, die wir im Leben haben.<\/p>\n<p>Versuchen Sie doch einmal folgendes: Setzen Sie sich irgendwo hin, wo es sch\u00f6n ist. In einen Park, an ein Fenster mit sch\u00f6ner Aussicht oder an einen Strand. Geben Sie ausschlie\u00dflich Ihrer Wahrnehmung Ihre Aufmerksamkeit. Sie werden feststellen, dass Ihre Gedanken stiller werden. Bewerten Sie nicht<ins cite=\"mailto:Kerstin%20Hoffmann\" datetime=\"2017-03-31T11:16\">, <\/ins>weder positiv, noch negativ. Nehmen Sie einfach nur wahr.<\/p>\n<p>Wenn Sie dies h\u00e4ufiger tun, werden Sie irgendwann merken, dass nicht Sie selbst aktiv wahrnehmen, sondern dass da nur Wahrnehmung ist. Da ist Sehen, da ist H\u00f6ren, da ist Riechen, da ist eine Empfindung von Sitzen auf etwas. Aber das Ich ist nicht mehr derjenige, der es tut. Da ist niemand, der sieht, h\u00f6rt, riecht oder empfindet. Und dann ist da eine Freude am Dasein. Grundlos, unpers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Das Ich wird dadurch nicht verschwinden. Doch wenn wir erkannt haben, dass es seiner Natur nach imagin\u00e4r ist, kann sich die Identifikation mit ihm abschw\u00e4chen. Auf diese Weise k\u00f6nnen sich viele Probleme und Schwierigkeiten einfach aufl\u00f6sen. Dieser Prozess kann nat\u00fcrlich auch therapeutisch unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freude ist dem Dasein immanent. Dabei ist diese Freude nicht pers\u00f6nlich. Sie offenbart sich, wenn das Ich in den Hintergrund tritt und die Gedanken stiller werden. Von allen Wesen auf der Erde sind wir Menschen die einzigen, die sich (scheinbar) vom Dasein trennen k\u00f6nnen. Wie geschieht das? Wir entwickeln ein Ich. 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