{"id":2113,"date":"2018-05-08T14:58:13","date_gmt":"2018-05-08T12:58:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=2113"},"modified":"2021-01-31T14:36:33","modified_gmt":"2021-01-31T13:36:33","slug":"laerm-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/laerm-im-kopf\/","title":{"rendered":"Hast Du L\u00e4rm im Kopf? Zwei \u00dcbungen, um zur Stille zu kommen."},"content":{"rendered":"<p>Kennst Du das? Im Kopf rotieren die Gedanken. Ein Gedanke jagt den anderen. Es entstehen unendliche Gedankenketten. Den ganzen Tag lang ist L\u00e4rm im Kopf und Du bist mit Deiner Aufmerksamkeit in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Selbst, wenn Du Ruhe haben k\u00f6nntest, geht der Krach im Kopf weiter. Wirkliche Entspannung scheint unerreichbar. Auch die Emotionen, die durch die Gedanken ausgel\u00f6st werden, verhindern eine innere Ausgeglichenheit. Hier erf\u00e4hrst Du, was Du tun kannst, um Ruhe zu finden.<\/p>\n<h3>Denken verhindert das F\u00fchlen<\/h3>\n<p>Dieser oben beschriebene Zustand ist die Quelle fast aller Probleme, die wir haben. Das liegt daran, dass wir die gef\u00fchlte Verbindung zu uns selbst verlieren. Starke Identifikation mit dem Denken verhindert F\u00fchlen. Das ist das Problem: Wir nehmen uns selbst und unsere Bed\u00fcrfnisse nur noch schwach oder gar nicht mehr wahr. Wir arbeiten oder essen mehr, als es uns gut tut, bekommen von dem, was tats\u00e4chlich ist, nur noch wenig mit oder sp\u00fcren kaum Verbindung zu anderen Menschen. Alles scheint irgendwie leer, fade und distanziert.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass es uns in diesem Zustand schwer f\u00e4llt, Entscheidungen zu treffen, die uns zufrieden stellen. Denn wir k\u00f6nnen zu einer Entscheidung nur stehen, wenn wir sie als richtig wahrnehmen. Und dazu m\u00fcssen wir sie f\u00fchlen k\u00f6nnen. Das F\u00fchlen verhindert, dass wir uns zu etwas entscheiden, was falsch ist und nicht zu uns passt. Sicher ist es wichtig, vor einer Entscheidung die Fakten abzuw\u00e4gen, doch Untersuchungen zeigen, dass unser Gef\u00fchl letztendlich mehr zur Entscheidung beitr\u00e4gt, als der Verstand. Wer f\u00fchlen kann, entscheidet sich schneller und das Ergebnis f\u00fchrt zu gr\u00f6\u00dferer Zufriedenheit.<\/p>\n<h3>Denken macht Emotionen<\/h3>\n<p>Mache bitte folgenden Versuch: Denke an eine Situation, von der Du denkst, dass Du etwas falsch gemacht hast. Welche Gef\u00fchle stellen sich ein, wenn Du daran denkst? Es werden sicherlich keine angenehm sein. Jetzt denke bitte an einen sehr sch\u00f6nen Moment, beispielsweise in einem Urlaub. Na, wie ist das? Bestimmt wesentlich wohltuender, oder? Dieses kleine Experiment zeigt: Wie wir uns f\u00fchlen, h\u00e4ngt sehr stark davon ab, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, sprich, woran wir denken.<\/p>\n<p>Bei den meisten Menschen geschieht das Steuern der Aufmerksamkeit automatisch. Automatisch hei\u00dft, dass unsere Pers\u00f6nlichkeitsstrukturen festlegen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Es geschieht nicht absichtsvoll und bewusst. Daher haben die Gedanken \u00fcber uns Kontrolle und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sinnvoll w\u00e4re. Daher kommt es auch, dass wir uns oft in Emotionen wiederfinden, die wie angeflogen erscheinen und die mit der gegenw\u00e4rtigen Situation tats\u00e4chlich nichts zu tun haben. Pl\u00f6tzliche auftretende \u00c4ngste, Niedergeschlagenheit, Aufregung, Zweifel, Sorgen und so weiter. Diese gedankeninduzierten Emotionen k\u00f6nnen sehr belastend sein. Daher ist es sinnvoll, zu lernen, die Aufmerksamkeit bewusst zu steuern.<\/p>\n<h3>Emotionen und F\u00fchlen<\/h3>\n<p>Hier ist es jetzt sinnvoll, klar zwischen Emotionen und F\u00fchlen zu unterscheiden. Emotionen treten aufgrund von Gedanken oder Ereignissen auf. Beispielsweise Wut, Trauer, Freude, Gl\u00fcck, Dankbarkeit, Verzweiflung, Niedergeschlagenheit, Eifersucht und viele mehr. Wir denken daran, nicht so erfolgreich zu sein, wie wir es uns eigentlich w\u00fcnschen und f\u00fchlen uns niedergeschlagen. Ein Freund kommt zu Besuch und wir freuen uns. Wir sehen einen Film und werden w\u00fctend, weil der B\u00f6se dem Protagonisten gerade schwer zusetzt.<\/p>\n<p>F\u00fchlen hei\u00dft andererseits wahrzunehmen, was gerade in und um uns herum ist. F\u00fchlen bringt uns in Verbindung. Wir f\u00fchlen den Menschen gegen\u00fcber und sp\u00fcren eine Verbindung. Wir f\u00fchlen unsere Umgebung und f\u00fchlen uns lebendig. Wir f\u00fchlen unsere Emotionen und nehmen sie wahr. Interessant ist, dass das F\u00fchlen \u201enegativer\u201c Emotionen diese aufl\u00f6st und das F\u00fchlen \u201epositiver\u201c Gef\u00fchle diese verst\u00e4rkt. Probiere es aus! Wichtig ist, die \u201enegativen\u201c Gef\u00fchle m\u00f6glichst widerstandfrei wahrzunehmen.<\/p>\n<h3>Absichtsvolles F\u00fchlen l\u00e4sst Denken zur Ruhe kommen<\/h3>\n<p>Du hast weiter oben erfahren, dass Denken das F\u00fchlen behindert. Gleiches gilt umgekehrt. F\u00fchlen verhindert das Denken. Das ist der einfachste und wirkungsvollste Trick, um Ruhe in den Kopf zu bringen und endlich inneren Frieden zu empfinden.<\/p>\n<p>Zum F\u00fchlen brauchen wir unsere Sinne. Ganz praktisch hei\u00dft das, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Wahrnehmung, also auf unsere Sinne richten. Ich zeige Dir jetzt zwei einfache \u00dcbungen, mit denen Du das ganz leicht tun kannst.<\/p>\n<p>\u00dcbung Eins: Lausche! Setze Dich einfach hin und h\u00f6re die Ger\u00e4usche Deiner Umgebung. Das ist alles. Mache NICHTS anderes. Denke nicht dar\u00fcber nach, was Du h\u00f6rst oder woher es kommt. Bewerte es nicht. Wenn Du bemerkst, dass Deine Aufmerksamkeit bei Deinen Gedanken ist, lenke sie zur\u00fcck auf das Lauschen. Das geht nat\u00fcrlich umso leichter, je mehr uns gef\u00e4llt, was wir h\u00f6ren. Deswegen gehe in die Natur und h\u00f6re die Ger\u00e4usche dort oder h\u00f6re ganz bewusst Musik. Nimm Dir mindestens 15 Minuten Zeit daf\u00fcr.<\/p>\n<p>\u00dcbung Zwei: Taste! Setze Dich entspannt hin, schlie\u00dfe die Augen und lege nur die Fingerspitzen Deiner beiden Zeigefinger auf Deine Oberschenkel. Nun f\u00fchle zuerst die Kontaktstelle der einen Seite eine Weile, dann die Kontaktstelle auf der anderen Seite. Dann f\u00fchle beide Kontaktstellen gleichzeitig. Auch hier gilt wieder: Wird Deine Aufmerksamkeit abgelenkt, bringe sie zur\u00fcck zu den Kontaktstellen. Vielleicht sp\u00fcrst Du in ihnen ein Pulsieren oder Kribbeln? Mache das mindestens 15 Minuten lang.<\/p>\n<h3>Wichtig ist das Tun<\/h3>\n<p>Es kann sein, dass Dir das anfangs schwer f\u00e4llt. Vor allem, wenn Du ein \u201eKopfmensch\u201c bist. \u00dcbe immer wieder, mehrmals am Tag. Du wirst sehr davon profitieren. Verk\u00fcrze die Dauer der \u00dcbung, wenn n\u00f6tig, denn es ist wichtiger regelm\u00e4\u00dfig zu trainieren, als lange. Irgendwann wird Dir die \u00dcbung leicht fallen und es wird sich ein starkes Wohlgef\u00fchl in Dir ausbreiten. Sei auch im Alltag mit der Aufmerksamkeit bei Deinen Sinnen. Schaue, h\u00f6re, taste, rieche und schmecke bewusst. Das geht fast immer. Solltest Du Schwierigkeiten dabei haben, melde Dich bei mir. Zusammen bekommen wir das hin.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kannst Du nicht auf Dauer gedankenfrei sein. Das ist nicht das Ziel, denn das Denken hat ja auch einen Nutzen. Sobald Du die bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit losl\u00e4sst, werden sich wieder automatische Gedanken einstellen. Mit Hilfe dieses Trainings wird es jedoch stiller in Deinem Kopf werden, Du wirst weniger belastende Emotionen haben, Deinen Gedanken weniger Wichtigkeit geben, gelassener sein und klarer denken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennst Du das? Im Kopf rotieren die Gedanken. Ein Gedanke jagt den anderen. Es entstehen unendliche Gedankenketten. Den ganzen Tag lang ist L\u00e4rm im Kopf und Du bist mit Deiner Aufmerksamkeit in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Selbst, wenn Du Ruhe haben k\u00f6nntest, geht der Krach im Kopf weiter. Wirkliche Entspannung scheint unerreichbar. 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