{"id":2160,"date":"2018-07-13T15:34:59","date_gmt":"2018-07-13T13:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=2160"},"modified":"2019-05-20T16:32:02","modified_gmt":"2019-05-20T14:32:02","slug":"warum-wir-alle-traumatisiert-sind-auch-du-ein-ratgeber-zur-selbsteinschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/warum-wir-alle-traumatisiert-sind-auch-du-ein-ratgeber-zur-selbsteinschaetzung\/","title":{"rendered":"Warum wir alle traumatisiert sind &#8211; auch Du. Ein Ratgeber zur Selbsteinsch\u00e4tzung."},"content":{"rendered":"<p>Jeder Mensch ist traumatisiert. Das mag \u00fcbertrieben klingen, ist es aber nicht. Meist verbinden wir den Begriff \u201eTrauma\u201c mit Katastrophen, Gewalterfahrungen oder Unf\u00e4llen. Doch es gibt auch viel subtilere Traumata. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet Verletzung. Wir sind alle verletzt, denn die Welt, in der wir leben, ist nicht ideal und die Menschen mit denen wir gro\u00df wurden, auch nicht. In diesem Artikel geht es um die beiden grundlegenden Trauma-Arten und was wir tun k\u00f6nnen, um uns von ihnen zu befreien.<\/p>\n<h3>Das Schocktrauma<\/h3>\n<p>Zum einen gibt es das Schocktrauma, das in der Regel durch einzelne Ereignisse ausgel\u00f6st wird. Das kann ein Unfall, eine Gewalterfahrung, ein \u00dcbergriff durch eine andere Person, ein Verlust eines geliebten Menschen, lebensbedrohliche Situationen oder \u00e4hnliches gewesen sein. Diesen Situationen ist gemein, dass sie sehr starke, wenn nicht gar \u00fcberw\u00e4ltigende Gef\u00fchle hervorgerufen haben, die zu \u00dcberforderung oder Verzweiflung gef\u00fchrt haben. Sie waren zu verwirrend, zu intensiv, zu schmerzhaft oder zu bedrohlich, sodass der Betroffene seine bewusste Wahrnehmung von seinem K\u00f6rper getrennt hat und geistig \u201eausgestiegen\u201c ist.<\/p>\n<p>Dieser Schutzmechanismus soll dabei helfen, solche Situationen zu \u00fcberleben und grundlegend funktionsf\u00e4hig zu bleiben, um die Situation irgendwie bew\u00e4ltigen oder verlassen zu k\u00f6nnen. Nachdem das Ereignis \u00fcberstanden ist, sollte das Selbstempfinden wieder normal werden. Doch das geschieht nicht immer, es bleiben Spuren zur\u00fcck, vor allem, wenn die Situation nicht \u201edurcherlebt\u201c wurde. Bewertungen oder Widerstand gegen das Erlebnis und gegen die entstandenen Gef\u00fchle vermeiden die Integration des Geschehenen und die emotionale Belastung wird nicht abgebaut.<\/p>\n<h3>Das Entwicklungstrauma<\/h3>\n<p>Zum anderen gibt es das Entwicklungstrauma. Es resultiert aus Erfahrungen, die Menschen immer wieder machen, w\u00e4hrend sie heranwachsen. Es entsteht \u00fcberwiegend durch Unterbrechungen in der Bindung, die das Kind mit seinen Bezugspersonen immer wieder erleidet und die es zutiefst verletzen. Die ausl\u00f6senden Momente scheinen oft ganz normale Situationen zu sein und sie fallen oft gar nicht auf, weil wir an sie gew\u00f6hnt sind. Unsere eigenen Traumaerfahrungen machen uns blind f\u00fcr sie, daher werden sie meist von Generation zu Generation weitergetragen. In diesem Artikel soll \u00fcberwiegend von dieser Art Trauma die Rede sein.<\/p>\n<h3>Der ganz normale Wahnsinn<\/h3>\n<p>Ich habe einmal die folgende Szene in einem Park erlebt: Ein kleines Kind, das noch etwas unsicher auf seinen Beinen ist, l\u00e4uft auf einen Teich zu. Es ist v\u00f6llig begeistert von den Enten. Die Mutter, auf der Bank sitzend, bekommt erst mit, dass sich das Kind selbstst\u00e4ndig gemacht hat, als es noch 30 Meter vom Wasser entfernt ist. Es bestand also noch keine Gefahr. Die Mutter rennt hinterher, schreit auf das Kind ein und schl\u00e4gt es auf den Po.<\/p>\n<p>Was wird das Kind daraus lernen? 1. Es ist nicht gut, impulsiv zu sein. 2. Wenn ich neugierig bin, droht Liebesentzug (Bindungsverlust). 3. Die Welt ist gef\u00e4hrlich. 4. Wenn ich etwas tue, das mir gro\u00dfe Freude bereitet, werde ich bestraft. Und so weiter. Nat\u00fcrlich reagierte die Mutter aus Sorge um das Kind, doch jedem von uns f\u00e4llt bestimmt mindestens eine L\u00f6sung ein, wie sie mit der Situation besser h\u00e4tte umgehen\u00a0 k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Traumatisierte Eltern geben ihre Traumata an ihre Kinder weiter<\/h3>\n<p>Vielleicht konnte die Mutter nicht schwimmen und hat Angst vor Wasser? Oder sie hatte Sorge, als schlechte Mutter da zu stehen, wenn das Kind in den Teich gefallen w\u00e4re? M\u00f6glicherweise war sie \u00fcber ihren Kontrollverlust erschrocken? Oder sie hat selbst gelernt, dass es sicherer f\u00fcr sie ist, ihren Impulsen nicht zu folgen? Vielleicht hat sie auch eine Phobie vor Enten? Wer wei\u00df?<\/p>\n<p>Klar ist jedenfalls, dass diese Mutter mit der Situation nicht souver\u00e4n und erwachsen umgegangen ist. Sie hat ihre eigenen Pr\u00e4gungen, Erfahrungen, \u00dcberzeugungen oder \u00c4ngste auf ihr Kind \u00fcbertragen. H\u00e4tte sie diese vorher gekl\u00e4rt, w\u00e4re das f\u00fcr das Kind besser gewesen.<\/p>\n<p>Weitere Beispiele: Ein M\u00e4dchen m\u00f6chte morgens selbst entscheiden was es anzieht. Es sucht sich Sachen aus seinem Schrank und ist dabei sie anzuziehen. Die Mutter sagt dem M\u00e4dchen jedoch, dass die Sachen nicht zusammenpassen und dass man sie in dieser Kombination nicht tr\u00e4gt. Sie zieht das Kind wieder aus und steckt es in andere Kleidungsst\u00fccke. Was meinst Du, was in dem Kind vor sich geht? 1. Ich darf nicht selbst entscheiden. 2. Was ich entscheide, ist nicht gut. 3. Ich kann das nicht. 4. Andere bestimmen \u00fcber mich. 5. Meine W\u00fcnsche interessieren nicht.<\/p>\n<p>Ein Junge hat sich spontan entschlossen, ein Vogelhaus zu bauen. Er geht in den Keller, sucht sich Holz und Werkzeug zusammen und macht sich ans Werk. Nach einiger Zeit liegt ein ziemlich unf\u00f6rmiges Etwas auf der Werkbank und viele N\u00e4gel sind krumm gehauen. Der Vater kommt hinzu. Er sagt zu dem Jungen: \u201eSo macht man das nicht.\u201c Er nimmt dem Jungen das Werkzeug aus der Hand, macht eine Zeichnung und etwas sp\u00e4ter ist das perfekte Vogelhaus fertig. Was lernt der Junge? 1. Ich bin nicht gut genug. 2. Papa mag nicht, was ich mache. 3. Es ist nicht gut, es selbst zu versuchen. 4. Ich bin unbegabt. 5. Meine Idee war nicht gut genug.<\/p>\n<p>Schon S\u00e4uglinge bekommen die Gef\u00fchle anderer Menschen bewusst mit. Ab etwa zwei Jahren m\u00f6chten sie helfen, wenn sie bemerken, dass es anderen nicht gut geht. Aus Empathie m\u00f6chten sie tr\u00f6sten und irgendetwas tun, damit es dem anderen wieder besser geht. So ergeht es auch dem kleinen Jungen im diesem Beispiel. Seine Mutter ist depressiv und es geht ihr die meiste Zeit nicht gut. Gute Laune spielt sie in der Regel vor. Der Junge merkt, dass ihr F\u00fchlen und Handeln nicht zusammenpassen. Aus dieser Situation heraus m\u00f6chte er helfen. Er ist lieb, um nicht selbst Anlass von Verstimmungen zu sein. Er passt sich an. Er l\u00e4chelt die Mutter an. Er sucht K\u00f6rperkontakt. Doch nach einiger Zeit bemerkt er, dass seine Bem\u00fchungen nichts bewirken. Er kommt zu folgendem Schluss: 1. Ich gen\u00fcge nicht. 2. Ich kann Mutter nicht helfen. 3. Ich bin hilflos. 4. Sie nimmt meine Liebe nicht an, mit mir stimmt etwas nicht.<\/p>\n<h3>Den Kreislauf durchbrechen<\/h3>\n<p>Wenn solche Situationen nur selten auftreten, werden sie wohl keinen Schaden bei dem Kind oder Heranwachsenden anrichten. Doch die Eigenschaften und Muster der Eltern werden sich wahrscheinlich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht \u00e4ndern \u2013 es sei denn, sie setzen sich bewusst mit ihnen auseinander \u2013 und die Kinder leben praktisch ununterbrochen in diesem Einfluss. Traumatisierte Eltern bringen traumatisierte Kinder hervor. Es kommt nicht selten vor, dass Kinder sich Verhaltensweisen aus empathischen Empfinden einfach abgucken und kopieren. Sie versuchen so zu helfen oder meinen, dass es normal ist so zu sein. Die Eltern sind schlie\u00dflich ihre absoluten Orientierungsgr\u00f6\u00dfen und Bezugspersonen. Das alles ist normal, denn wir leben nicht in einer idealen Welt mit idealen Menschen und idealen Eltern.<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn die Autonomie eines Menschen verletzt wird, entsteht ein Trauma. Jedes Kind hat irgendwann aufgrund von menschlichem Verhalten immer wieder Frust erlebt und hat schlie\u00dflich aufgegeben: seinen eigenen Gef\u00fchlen zu trauen, selbstst\u00e4ndig zu sein, sich selbst zu vertrauen, sich sicher zu f\u00fchlen, anderen zu vertrauen, an sich zu glauben, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen oder mit seinem K\u00f6rper in Verbindung zu sein.<\/p>\n<p>Ja, uns geht es hier materiell sehr gut. Wir sind ganz gut versorgt. Und man k\u00f6nnte sich \u00fcberlegen, ob in Anbetracht dessen, diese Gedanken nicht \u00fcberzogen sind. Nein, sind sie nicht. Denn gerade unser Wohlstand und unsere Leistungsversessenheit erzeugen sehr viele dieser Probleme. Erfolgreich zu sein und viel Geld zu verdienen, die Maximen unserer Zeit, bringen noch lange nicht mit sich, dass die Menschen reflektiert und bewusst sind. Trotz aller Ratgeber und Selbstoptimierungsangebote, die konsumiert werden. Oft werden diese Angebote dazu verwendet, um noch bessere Leistungen zu bringen, noch effektiver der Wirtschaft zu dienen und von ihr zu profitieren, einen h\u00f6heren gesellschaftlichen Status zu erlangen und schlie\u00dflich ein guter Konsument zu sein.<\/p>\n<h3>Bindung ist das Wichtigste<\/h3>\n<p>Wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, uns als Objekte anzusehen, die st\u00e4ndig verbessert werden m\u00fcssen. Das gilt vor allem f\u00fcr unsere Kinder. Sie sind vollst\u00e4ndig. Es muss nichts aus ihnen gemacht werden. Sie brauchen nur Schutz und den Raum, sich selbst zu erproben und Erfahrungen zu machen. Dann bleiben sie ganz von selbst gesunde, empathische, selbstst\u00e4ndige, mit Selbstvertrauen und Lebendigkeit ausgestattete Menschen, die ihren Weg gehen, denn sie wurden bereits so geboren.<\/p>\n<p>Das allerwichtigste, das ein Baby und ein kleines Kind braucht, ist Bindung. Das hei\u00dft, dass es sich von Anfang an geliebt, willkommen, zugeh\u00f6rig, akzeptiert, angenommen und richtig f\u00fchlt, indem die Eltern ihm dieses Gef\u00fchl geben. Das ist f\u00fcr traumatisierte Eltern jedoch nur schwer m\u00f6glich. Wer an sich selbst zweifelt, kann kein Selbstvertrauen vermitteln. Schon der wiederholte Blick der Eltern, der Bestrafung, \u00dcberforderung, K\u00e4lte, Abwesenheit oder Ablehnung in sich tr\u00e4gt, macht dies zu Nichte. Von entsprechenden Handlungen ganz zu schweigen. Auch Inkongruenz, wenn das Gesagte nicht mit dem Gef\u00fchl oder Handeln \u00fcbereinstimmt, l\u00f6st starke Irritationen und Verunsicherung im Kind aus. Das Kind wird niemals seine Eltern in Zweifel ziehen, sondern immer sich selbst und daraus ein entsprechendes Selbstbild entwickeln.<\/p>\n<p>Um die gesunde Entwicklung der Kinder sicherzustellen, und um unserer selbst willen, sollten wir also unser altes Zeug aufr\u00e4umen. Es ist an der Zeit, diese menschlichen Katastrophen zu erkennen, die um uns herum und in uns selbst st\u00e4ndig geschehen. Wir m\u00fcssen uns von ihnen frei zu machen! Wir sollten das gro\u00dfe Privileg unseres Wohlstandes nutzen, um auch inneren Wohlstand, also Freiheit von Traumata und Verletzungen zu erreichen. Nur so k\u00f6nnen wir selbst, unsere Gesellschaft und letztendlich die Menschheit ihre Zerrissenheit \u00fcberwinden und heilen.<\/p>\n<h3>Traumata heilen<\/h3>\n<p>M\u00f6glicherweise fragst Du Dich jetzt, wie Du das tun kannst. Der allererste Schritt ist zu erkennen, ob Du traumatisiert bist. Um es vorweg zu nehmen: Wenn Du noch nicht einige Zeit mit therapeutischer Hilfe an Dir gearbeitet hast, bist Du traumatisiert. Das ist die schlechte Nachricht.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chst Schritt besteht darin festzustellen, ob Du einen Leidensdruck empfindest. Wenn ja, solltest Du dringend an Dir arbeiten. Nicht nur, weil Dein Leben dann besser und freudvoller wird, Du mit Dir selbst in Verbindung bist und die meisten Deiner Probleme verschwinden, sondern auch, um sicher zu gehen, anderen nicht auf den Keks zu gehen und um eine konstruktiven Beitrag zum Ganzen zu leisten.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht ist: grunds\u00e4tzlich sind alle Traumata heilbar! Und es ist viel leichter, als Du denkst. Du musst es nur wollen. Es folgt eine unvollst\u00e4ndige Liste von Zeichen daf\u00fcr, dass Du traumatisiert bist. Das gilt auch, wenn Du sie in abgeschw\u00e4chter Form wahrnimmst. Trifft eine Aussage zu, solltest Du Dich damit dringend auseinandersetzen. Der Nutzen w\u00e4re f\u00fcr Dich enorm.<\/p>\n<h3>Zeichen f\u00fcr Traumata:<\/h3>\n<ul>\n<li>Du kannst Dich nur schwer entspannen.<\/li>\n<li>Du brauchst spezielle Substanzen, um Dich entspannen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Du kommst nicht zur Ruhe.<\/li>\n<li>Du hast Einschlaf- oder Durchschlafprobleme.<\/li>\n<li>Es gibt Dinge, \u00fcber die Du nicht mit anderen sprechen kannst.<\/li>\n<li>Du sagst Dinge, die sich widersprechen.<\/li>\n<li>Du hast Geheimnisse.<\/li>\n<li>Du empfindest einen Konflikt zwischen Denken und F\u00fchlen.<\/li>\n<li>Du bist innerlich angespannt.<\/li>\n<li>Du findest keinen Lebenspartner, obwohl Du es m\u00f6chtest.<\/li>\n<li>Deine Beziehungen dauern nur kurze Zeit.<\/li>\n<li>Du kannst in einer Beziehung nicht wirkliche N\u00e4he zulassen.<\/li>\n<li>Du findest nicht die richtigen Worte.<\/li>\n<li>Du sprichst in Phrasen.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich unverstanden.<\/li>\n<li>Das Fernsehen oder Radio l\u00e4uft st\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Du hast unterwegs immer St\u00f6psel in den Ohren.<\/li>\n<li>Du hast \u00c4ngste, ohne tats\u00e4chlichen Grund.<\/li>\n<li>Du hast Angst vor bestimmten Dingen.<\/li>\n<li>Du tust bestimmte Dinge zwanghaft.<\/li>\n<li>Du kannst Dich nicht gut konzentrieren.<\/li>\n<li>Du bist h\u00e4ufig unruhig.<\/li>\n<li>Du hast Angst, Dich zu blamieren.<\/li>\n<li>Du bist sch\u00fcchtern.<\/li>\n<li>Du traust Dir nur wenig zu.<\/li>\n<li>Du bist \u00fcbervorsichtig.<\/li>\n<li>Du hast \u00c4ngste bez\u00fcglich der Zukunft.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich immer wieder ersch\u00f6pft oder kraftlos.<\/li>\n<li>Du bist aufbrausend.<\/li>\n<li>Du m\u00f6chtest immer Recht behalten.<\/li>\n<li>Du bist hochsensibel.<\/li>\n<li>Gedanken an die Vergangenheit belasten Dich.<\/li>\n<li>Es treten immer wieder unerw\u00fcnschte Gef\u00fchle auf.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich \u00f6fter niedergeschlagen.<\/li>\n<li>Du bist h\u00e4ufiger antriebslos.<\/li>\n<li>Dein Leben erscheint Dir fade.<\/li>\n<li>Du freust Dich kaum.<\/li>\n<li>Du empfindest eine innere Leere.<\/li>\n<li>Du wei\u00dft nicht, wozu Du lebst.<\/li>\n<li>Dein Leben scheint in einer Routine zu ersticken.<\/li>\n<li>Du bist unsicher.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich falsch.<\/li>\n<li>Du magst Dich nicht.<\/li>\n<li>Du sch\u00e4mst Dich.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich schuldig.<\/li>\n<li>Du neigst zu selbstsch\u00e4digendem Verhalten.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich nicht dazugeh\u00f6rig.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich nicht wahrgenommen.<\/li>\n<li>Du hast das Gef\u00fchl, Du hast wenig Einfluss auf Dein eigenes Leben.<\/li>\n<li>Du hast das Gef\u00fchl Du hast generell zu wenig Einfluss.<\/li>\n<li>Dir ist wichtig, was andere \u00fcber Dich denken.<\/li>\n<li>Du versetzt Dich oft in andere.<\/li>\n<li>Dir f\u00e4llt es schwer, zwischen Dir und anderen zu unterscheiden.<\/li>\n<li>Du bist empathischer, als Du es m\u00f6chtest.<\/li>\n<li>Du erh\u00e4ltst nicht die Anerkennung, die Du Dir w\u00fcnschst.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Deinen K\u00f6rper kaum.<\/li>\n<li>Du hast manchmal den Eindruck, neben Dir zu stehen.<\/li>\n<li>Du hast kaum Zugang zu Deinen Gef\u00fchlen.<\/li>\n<li>Du neigst dazu zu Intellektualisieren.<\/li>\n<li>Es f\u00e4llt Dir schwer, auf andere zuzugehen.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst nur wenig Verbindung zu anderen Menschen.<\/li>\n<li>Du hast wenig Selbstvertrauen.<\/li>\n<li>Du betreibst ein Hobby exzessiv.<\/li>\n<li>Du gehst beim Sport oder Hobby gro\u00dfe Risiken ein.<\/li>\n<li>Du bist immer auf der Suche nach einem Kick.<\/li>\n<li>Du isst zu viel.<\/li>\n<li>Du trinkst zu viel Alkohol.<\/li>\n<li>Du arbeitest zu viel.<\/li>\n<li>Du nimmst viele Medikamente.<\/li>\n<li>Du nimmst Drogen.<\/li>\n<li>Du rauchst.<\/li>\n<li>Du kaufst zu viel.<\/li>\n<li>Du spielst zu viel am Computer.<\/li>\n<li>Du verbringst zu viel Zeit im Internet.<\/li>\n<li>Du tust etwas in \u00fcbertriebener Weise.<\/li>\n<li>Es gibt Dinge, die Du nicht sein lassen kannst.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich in Deinen Entscheidungen nicht frei.<\/li>\n<li>Du hast Schmerzen, ohne, dass eine k\u00f6rperliche Ursache gefunden werden kann.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich krank, ohne, dass eine k\u00f6rperliche Ursache gefunden werden kann.<\/li>\n<li>Du bist oft krank.<\/li>\n<li>Du hast Schwierigkeiten beim Sex.<\/li>\n<li>Du folgst sexuellen Praktiken, die Du selbst nicht magst.<\/li>\n<li>Deine Projekte gelingen nicht.<\/li>\n<li>Es ist sehr schwer f\u00fcr Dich, Deine Ziele zu erreichen.<\/li>\n<li>Du kannst Dich nur schwer entscheiden.<\/li>\n<li>Dein Beruf erf\u00fcllt Dich nicht.<\/li>\n<li>Du empfindest die Welt als bedrohlich.<\/li>\n<li>Du bist oft im Alarmmodus.<\/li>\n<li>Du hast wiederkehrende Gedanken, die Du nicht m\u00f6chtest.<\/li>\n<li>Du hast einen Unfall erlebt und Du denkst \u00f6fter daran oder tr\u00e4umst davon.<\/li>\n<li>Dir ist Gewalt angetan worden.<\/li>\n<li>Du wurdest zu etwas gezwungen, was Du nicht wolltest.<\/li>\n<li>Wenn Du an Deine Abstammungsfamilie denkst, hast Du unangenehme Gef\u00fchle.<\/li>\n<li>Du hast oft starke Konflikte in Deiner Familie.<\/li>\n<li>Du f\u00fchlst Dich von bestimmten Menschen verletzt oder allein gelassen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fange bei Dir selbst an<\/h3>\n<p>Sich selbst zu hinterfragen und zu reflektieren braucht Mut. Wir m\u00fcssen bereit sein, unseren dunklen Anteilen zu begegnen. Allen Mustern, die uns einschr\u00e4nken, uns unfrei machen, uns schaden und unsere Lebensfreude mindern, m\u00fcssen verletzende Erfahrungen zu Grunde liegen. Freiwillig h\u00e4tten wir sie uns nie zugelegt. Oft sind wir jedoch so sehr an sie gew\u00f6hnt, dass es uns schwer f\u00e4llt, sie bei uns selbst zu erkennen. Wir haben sie verdr\u00e4ngt, damit sie uns nicht weiter belasten. Die Liste oben hilft Dir, Deine Baustellen zu erkennen.<\/p>\n<p>Alle pers\u00f6nlichen Probleme, unerw\u00fcnschten innere Zust\u00e4nde und Gef\u00fchle, jedes Unwohlsein entstammt grunds\u00e4tzlich einer Traumatisierung. Vor allem, wenn es wiederholt auftritt. Jedoch nicht nur die pers\u00f6nlichen, auch alle gesellschaftlichen, nationalen und internationalen Probleme und Konflikte basieren auf individuellen Verletzungen, die nicht bearbeitet wurden. Je mehr Einfluss oder Macht ein Mensch hat, der traumatisiert ist und dies nicht bearbeitet hat, desto sch\u00e4dlicher ist seine Wirkung f\u00fcr die Welt. Dir fallen bestimmt spontan Beispiele daf\u00fcr ein.<\/p>\n<h3>\u201eSei die Ver\u00e4nderung, die Du Dir w\u00fcnschst f\u00fcr diese Welt.\u201c *<\/h3>\n<p>M\u00f6chtest Du in einer liebens- und lebenswerteren Welt leben? Dann sorge zuerst daf\u00fcr, dass Deine eigenen Verletzungen heilen. Wenn Dich Dinge an Dir selbst und an Deinem Leben nerven, \u00e4ndere das. Wenn Dich andere Menschen, Umst\u00e4nde oder Gegebenheiten \u00e4rgern, sind sie ein Spiegel f\u00fcr Deine eigenen Muster. Nutze alle Situationen, die Dir Unbehagen bereiten als Gelegenheit, mehr \u00fcber Dich selbst zu erfahren und Klarheit \u00fcber Dein Wesen zu erlangen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, wie das menschliche Bewusstsein funktioniert und wie Traumata, Verletzungen und unerw\u00fcnschte Muster geheilt werden k\u00f6nnen. Das zu vermitteln geht leider nicht in Blogartikeln, da die notwendigen Prozesse individuell sind. Einzelsitzungen bieten den Raum, Probleme spezifisch, effektiv und dauerhaft aufzul\u00f6sen. \u00a0Du erh\u00e4ltst dabei auch Methoden, mit denen Du selbstst\u00e4ndig arbeiten kannst.<\/p>\n<p>Wenn Du selbst einigerma\u00dfen gekl\u00e4rt bist, wirkt schon Deine Anwesenheit positiv auf Deine Umgebung. Und wenn Du den anderen dann noch erz\u00e4hlst wie Du da hingekommen bist, stelle vorher sicher, dass sie es tats\u00e4chlich wissen m\u00f6chten, dann tr\u00e4gst Du zu einer Gesellschaft bei, die lebenswert ist und in der jeder so sein kann, wie er ist, ohne Repressalien, Abwertungen oder Verletzungen erfahren zu m\u00fcssen. Und vielleicht, eines Tages, ist dies auf der ganzen Welt so. Das ist mein tiefer Wunsch und utopischer Traum.<\/p>\n<p>* (Mahatma Gandhi)<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/\">Erfahre, was mit moderner Psychotherapie m\u00f6glich ist!<\/a><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Mensch ist traumatisiert. Das mag \u00fcbertrieben klingen, ist es aber nicht. Meist verbinden wir den Begriff \u201eTrauma\u201c mit Katastrophen, Gewalterfahrungen oder Unf\u00e4llen. Doch es gibt auch viel subtilere Traumata. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet Verletzung. 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