{"id":2188,"date":"2018-09-11T10:00:40","date_gmt":"2018-09-11T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=2188"},"modified":"2021-01-31T14:39:07","modified_gmt":"2021-01-31T13:39:07","slug":"wer-bist-du","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/wer-bist-du\/","title":{"rendered":"Wer bist du, wenn dich niemand wahrnimmt? &#8211; Eine Meditation, um zu dir selbst zu kommen."},"content":{"rendered":"<p>Wir definieren uns gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber andere. Wir vergleichen uns. Wer oder wie w\u00e4rest Du ohne die anderen? Ich lade Dich zu einem Gedankenexperiment ein: \u201eWer bist du, wenn dich niemand wahrnimmt?\u201c. Eine kleine Reise zu Dir selbst.<\/p>\n<h3>Wir brauchen andere Menschen<\/h3>\n<p>Ohne andere Menschen k\u00f6nnen wir nicht sein. Wir lernen von anderen und definieren uns selbst in Relation zu ihnen. Indem wir uns vergleichen orientieren wir uns, wir stellen fest, wo wir stehen und bilden unsere Werte. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Doch diese Eigenschaft setzt uns oft auch unter Druck.<\/p>\n<p>Unser soziales System bringt es mit sich, dass es hierarchisch ist. Jeder hat eine Rangliste in seinem Kopf, auf der er sich verortet. Wie viele Freunde habe ich? Was kann ich besonders gut? Wie viel Anerkennung bekomme ich? Welchen gesellschaftlichen Status habe ich? Wie gro\u00df ist mein Einfluss? Wieviel verdiene ich? Wie gro\u00df ist meine Macht? Und so weiter. Es ist normal, nach einer hohen Position in diesem System zu streben. Unser Ich ist so gestrickt. Und es kann zur Sucht werden.<\/p>\n<h3>Vergleichen macht Druck<\/h3>\n<p>Niemand m\u00f6chte sich auf den unteren R\u00e4ngen wiederfinden und hat daher einen Drang dazu, Bedeutung zu erlangen, jedenfalls solange er meint, dieses Spiel mitspielen zu m\u00fcssen. Und das ist bei fast allen so, weltweit. Um unsere Position einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, vergleichen wir uns. Wir bewerten uns selbst und die anderen.<\/p>\n<p>Diese Bewertungen nehmen oft ungesunde Z\u00fcge an. Nicht wenige leiden darunter. \u201eIch bin nicht sch\u00f6n genug.\u201c \u201eIch bin nicht schlank genug.\u201c \u201eIch bin nicht f\u00e4hig genug.\u201c \u201eIch bin nicht reich genug.\u201c Und so weiter. Ein riesiger Druck entsteht, der gro\u00dfes Leiden mit sich bringt und Zufriedenheit unm\u00f6glich macht. Nicht selten geschieht es, dass Menschen so den Kontakt zu sich selbst verlieren.<\/p>\n<p>Oft ist zu beobachten, dass durch diese Haltung und die gesellschaftlichen Verwicklungen viele gar nicht mehr allein sein k\u00f6nnen oder wollen. Sie sind abh\u00e4ngig vom Bezug zu anderen, weil sie selbst gar nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind und was sie ausmacht. Aufgrund der Ausrichtung auf andere und einer vernachl\u00e4ssigten Selbstbez\u00fcglichkeit ist eine innere Leere entstanden. Die Pers\u00f6nlichkeit wurde eher aufgrund der Erwartungen von anderen und dem gesellschaftlichen Druck ausgebildet. Es wurde als wichtiger angesehen, eine Funktion zu erf\u00fcllen, als ein eigenes Leben aufgrund eigener W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse zu gestalten.<\/p>\n<h3>Meditation: R\u00fcckbesinnung auf Dich selbst<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte Dich zu einer Meditation einladen. Setze Dich ungest\u00f6rt hin, entspanne Dich und richte Deine Aufmerksamkeit nach innen. Wenn Du zur Ruhe gekommen bist und dieser Zustand stabil ist, versetzte Dich in die folgende Situation. Was ich dir vorschlage, ist nat\u00fcrlich etwas extrem, aber es ist ja auch nur ein Gedankenexperiment. Versuche es trotzdem so realistisch wie m\u00f6glich zu erfahren.<\/p>\n<p>Stelle Dir vor, Du w\u00e4rest der einzige Mensch auf der Welt. Es gibt niemand anderen, au\u00dfer Dir. Du bist mit allem versorgt, was Du zum Leben brauchst. Lass diese Vorstellung so echt werden, wie es geht und stelle Dir dann die folgenden Fragen. Nimm Dir jeweils einige Zeit, sie zu untersuchen:<\/p>\n<ul>\n<li>Empfindest Du es eher befreiend oder macht es Dir Angst, allein auf der Welt zu sein? Warum?<\/li>\n<li>Was kannst Du nun an inneren Haltungen, \u00dcberzeugungen und Bewertungen aufgeben, weil sie \u00fcberfl\u00fcssig geworden sind?<\/li>\n<li>Was hast Du von anderen \u00fcbernommen, was Dir jetzt noch wichtig oder wertvoll ist?<\/li>\n<li>Was hast Du von anderen \u00fcbernommen, was Du jetzt aufgeben kannst?<\/li>\n<li>Womit m\u00f6chtest Du Deine Tage f\u00fcllen?<\/li>\n<li>Was m\u00f6chtest Du erleben?<\/li>\n<li>Wer bist du, wenn dich niemand wahrnimmt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mache Dir im Anschluss Notizen und \u00fcberlege, was Du hiervon in Deinem normalen Leben umsetzen kannst und willst. Ich bin \u00fcberzeugt davon, dass Dich das bereichern k\u00f6nnte und Dich n\u00e4her zu Dir selbst bringt. Die letzte Frage hat einen anderen Charakter. Wie f\u00fchlt es sich f\u00fcr Dich an, sich auf sie einzulassen? Sie kann Dich sehr weit f\u00fchren, wenn Du das zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Viel Freude dabei!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir definieren uns gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber andere. Wir vergleichen uns. Wer oder wie w\u00e4rest Du ohne die anderen? Ich lade Dich zu einem Gedankenexperiment ein: \u201eWer bist du, wenn dich niemand wahrnimmt?\u201c. Eine kleine Reise zu Dir selbst. Wir brauchen andere Menschen Ohne andere Menschen k\u00f6nnen wir nicht sein. 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