{"id":2297,"date":"2019-01-22T09:34:05","date_gmt":"2019-01-22T08:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=2297"},"modified":"2019-05-20T16:28:29","modified_gmt":"2019-05-20T14:28:29","slug":"so-klappt-eine-liebevolle-und-stabile-beziehung-11-grundlegende-tipps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/so-klappt-eine-liebevolle-und-stabile-beziehung-11-grundlegende-tipps\/","title":{"rendered":"So klappt eine liebevolle und stabile Beziehung &#8211; 11 grundlegende Tipps"},"content":{"rendered":"<p>W\u00fcnschst Du Dir eine Beziehung, die viele Jahre oder sogar bis zum Lebensende h\u00e4lt? Was ist wichtig, damit eine Partnerschaft stabil bleibt? Eine Beziehung durchzuhalten kann hart sein. Manchmal scheint es leichter, sich zu trennen und mit jemand anderen neu anzufangen. Doch der Preis, den Du hierbei zahlst kann hoch sein. Dieser Artikel gibt Dir Antworten, was wichtig f\u00fcr eine erf\u00fcllende und stabile Beziehung ist. (Er ist der Lesbarkeit wegen in der m\u00e4nnlichen Form geschrieben, alle Geschlechter sind jedoch im gleichen Ma\u00df angesprochen.)<\/p>\n<p>Warum sollte eine Partnerschaft \u00fcberhaupt \u00fcber Jahre halten? Man kann doch den Partner wechseln, wenn es nicht mehr richtig l\u00e4uft, oder? Klar kann man das. Und f\u00fcr junge Menschen ist es wichtig, mehrere Partner intensiv und intim kennenzulernen. Die Erfahrungen hieraus k\u00f6nnen dann die sp\u00e4teren Partnerschaften nachhaltig festigen. Irgendwann stellt sich jedoch nach mehreren Beziehungen und Erfahrungen mit verschiedenen Partnern oft Unzufriedenheit ein. Immer wieder m\u00fcssen wir von vorne anfangen und wir bekommen nicht das, was wir uns eigentlich w\u00fcnschen. Der Wunsch nach etwas Verbindlichem, etwas, dass uns etwas bedeutet, wird gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<h3>Bindung erfahren<\/h3>\n<p>Ein ganz elementares menschliches Grundbed\u00fcrfnis ist die Erfahrung von Bindung. Da Menschen soziale Wesen sind, wollen sie nicht allein sein. Wir wollen dazugeh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich kann eine tiefe Bindung auch \u00fcber eine intensive Freundschaft erlangt werden, doch das ist eher selten. Die meisten Menschen sp\u00fcren eine gewisse Sehnsucht danach, sich an einen Partner zu binden.<\/p>\n<p>Das Nervensystem steuert aufgrund seiner evolution\u00e4ren Auspr\u00e4gung mit den Hormonen unsere Bed\u00fcrfnisse. Es ist darauf angelegt, uns als Individuum, aber auch als Menschheit zu bewahren. Daher m\u00f6chten wir uns paaren. Zum einen nat\u00fcrlich, um die Art zu erhalten. Unsere Entwicklungsgeschichte hat uns aber auch gelehrt, dass wir es\u00a0 mit anderen zusammen leichter haben, unsere Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen. Diese Grundpr\u00e4gung wirkt in allen von uns. Dabei ist es heute jedoch aufgrund unserer Gesellschaftsstruktur und den wirtschaftlichen Bedingungen so leicht ist wie nie, als Einzelwesen zu \u00fcberleben.<\/p>\n<h3>Der Wunsch nach einer festen Beziehung<\/h3>\n<p>Die wirtschaftliche und soziale Freiheit, die wir genie\u00dfen, erm\u00f6glicht jedem seinen eigenen Weg zu finden und die Beziehungsform frei zu w\u00e4hlen, die zu ihr oder ihm passt. Das gibt Raum zu experimentieren und sich selbst zu erproben, was nat\u00fcrlich auch herausfordernd und verwirrend sein kann. Aus dem Bed\u00fcrfnis nach Stabilit\u00e4t und Sicherheit entwickeln die meisten einen Wunsch nach einer festen Beziehung.<\/p>\n<p>Irgendwann geht es uns einfach auf den Keks immer wieder neu anzufangen. Den anderen immer wieder neu kennenzulernen, die Parameter der Beziehung neu abzustimmen und in immer wieder neue Fettn\u00e4pfchen zu treten. Es kommt der Zeitpunkt, da wollen wir es ruhiger angehen. Unser Gehirn mag zudem zu viel Aufregung auf Dauer aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden nicht, denn der Energiebedarf ist dann so hoch, dass es den gr\u00f6\u00dften Teil des Blutzuckers verbraucht. Und wir treten irgendwann in eine Lebensphase, in der andere Lebensschaupl\u00e4tze viel Energie fordern, dann soll nicht auch noch die Beziehung anstrengend sein.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten Vertrauen, Vertrautheit und gr\u00f6\u00dfere Tiefe erlangen. Wir m\u00f6chten uns fallen lassen und uns in die Beziehung hineinentspannen. Sie soll uns st\u00e4rken und unterst\u00fctzen, statt aufzuregen und Ressourcen zu kosten. Dazu brauchen wir nat\u00fcrlich einen passenden Menschen. Je mehr Du dabei mit Dir selbst in Verbindung bist, zu Dir selbst stehst und idealisierte romantische Vorstellungen fallen l\u00e4sst, umso leichter hast Du es, einen Partner zu finden.<\/p>\n<h3>Tipp #1: Serien und Spielfilme sind kein gutes Vorbild<\/h3>\n<p>Ich beobachte in Sitzungen mit meinen Klientinnen und Klienten oft, dass sie romantische Vorstellungen von Liebe und Beziehung haben, die recht realit\u00e4tsfern ist. Oft sind sie von Romanen, Serien und Filmen beeinflusst zu sein. Doch wir bewegen uns nicht in dieser Plastikwelt. Eine realistische und funktionierende Beziehung gibt es nur in der Realit\u00e4t. Kopien von Filmszenen und das Nachsprechen von Phrasen funktionieren nicht. Daher lass Deine zuckers\u00fc\u00dfen Tr\u00e4ume und rosaroten Vorstellungen ziehen und schau Dich selbst realistisch an. Du h\u00f6chstpers\u00f6nlich bist hier gefragt. Was willst Du wirklich? Wozu bist Du tats\u00e4chlich in der Lage? Was bist Du bereit zu geben und aufzugeben? Was sind Deine wahren Bed\u00fcrfnisse? Vergiss dabei Dinge, die auf Status oder \u00c4u\u00dferlichkeiten beruhen. Nur eine innige Beziehung kann auf Dauer halten und die l\u00e4sst sich nicht auf Fiktion gr\u00fcnden.<\/p>\n<h3>Tipp #2: Sei Du selbst, von Anfang an<\/h3>\n<p>Viele versuchen zum Anfang einer Beziehung oder zu deren Anbahnung einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Sie brezeln sich auf, verhalten sich anders als sonst und versuchen im besten Licht zu erscheinen. Diese vorgespielten Identit\u00e4ten lassen sich jedoch nicht \u00fcber Monate oder gar Jahre aufrechterhalten. Irgendwann scheint Deine wahre Natur durch und wird sichtbar. Das kann leicht zu Entt\u00e4uschungen und Konflikte f\u00fchren und eine baldigen Trennung mit sich bringen. Daher sei von Anfang an Du selbst. Versuche nicht jemanden darzustellen, der Du nicht bist, denn hierbei ist die Gefahr gro\u00df, dass Dein Gegen\u00fcber nicht der- oder diejenige ist, der\/die zu Dir passt. Menschen, die sich echt zeigen, mit ihren Makeln und Schw\u00e4chen finden eher einen passenden Partner. Niemand ist perfekt. Das braucht nat\u00fcrlich Mut und Selbstehrlichkeit, doch so ziehst Du Menschen an, die Dir entsprechen und mit denen Du eine authentische Beziehung f\u00fchren kannst.<\/p>\n<h3>Tipp #3: Respekt, Akzeptanz und Wertsch\u00e4tzung<\/h3>\n<p>Es sollte eigentlich selbstverst\u00e4ndlich sein, ist es meiner Beobachtung nach jedoch nicht immer: Sei gegen\u00fcber Deinem Partner immer respektvoll. Akzeptiere seine Schw\u00e4chen und sch\u00e4tze ihn so, wie sie\/er ist. Dies sollte die Grundlage eurer Beziehung sein. In einer Beziehung gibt es Krisen oder Streit, da kann das schon mal sehr schwer fallen, dies aufrecht zu erhalten. Es sollte jedoch euer Konsens sein, zu dem Ihr nach oder w\u00e4hrend einer Auseinandersetzung m\u00f6glichst schnell wieder zur\u00fcckfinden k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Aufgrund von antrainierten Verhaltensweisen neigen manche Menschen dazu, Macht und Kontrolle auszu\u00fcben, um ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt zu bekommen. Auch in Beziehungen. Dabei manipulieren Sie den Partner dazu, Dinge zu tun oder nicht zu tun oder sich in einer gew\u00fcnschten Weise sich zu verhalten. Das ist t\u00f6dlich f\u00fcr eine Beziehung und respektlos. Wenn Du das tust, bist Du nicht in der Lage, Deinen Partner so anzunehmen, wie er ist. Du merkst es daran, dass Du ihn oft kritisierst, keine herzliche Verbindung zu ihm f\u00fchlst, Dich \u00fcber seine W\u00fcnsche hinwegsetzt oder ihn gar abwertest. Diese Verhaltensweisen solltest Du unbedingt bearbeiten und ablegen.<\/p>\n<h3>Tipp #4: Habt keine Geheimnisse voreinander<\/h3>\n<p>Jeder Mensch braucht seine Privatsph\u00e4re und seinen Freiraum. Auch in einer Beziehung. Es ist wichtig, manchmal die T\u00fcre hinter sich zuzumachen und f\u00fcr sich selbst zu sein. Hier k\u00f6nnen wir Kraft sch\u00f6pfen, unsere Dinge ordnen und uns selbst definieren. Was in dieser Sph\u00e4re geschieht d\u00fcrfte Dein Partner erfahren, muss er aber nicht. Hast Du jedoch Geheimnisse, von denen Dein Partner auf keinen Fall erfahren darf oder Du denkst, dass es Dich besch\u00e4mt w\u00fcrde, falls er davon erf\u00e4hrt, dann besteht Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Diese Geheimnisse sind Anteile Deiner Pers\u00f6nlichkeit, die Du verbirgst und die Du der Beziehung vorenth\u00e4ltst. Sie besch\u00e4digen so die Verbindung, denn Du klammerst absichtlich Anteile von Dir aus. Das schafft Distanz. Die Beziehung kann jedoch nur dauerhaft funktionieren, wenn Du Dich vorbehaltslos anvertrauen kannst. Das ist ja schlie\u00dflich Sinn einer Beziehung, einen bedingungslosen R\u00fcckhalt und R\u00fcckzugsort zu haben, der Dich st\u00e4rkt und in dem Du schwach und fehlerhaft sein darfst.<\/p>\n<p>Hast Du ein Geheimnis vor Deinem Partner, Deiner Partnerin? Dann solltest Du Deinem Mut zusammen nehmen und Dich offenbaren. Das muss nicht sofort sein. Bereite Dich vor. Wenn Du \u00c4ngste hast, die damit verbunden sind, sprich zuerst mit Deinem Partner \u00fcber diese \u00c4ngste. Bereite so auch Deine Partnerin oder Deinen Partner darauf vor. Es kann gut sein, dass das, was Du mitzuteilen hast gar nicht so schlimm empfunden wird. Es kann aber auch sein, dass eure Beziehung einer schweren Pr\u00fcfung unterzogen wird. Es ist auf jeden Fall besser sich zu offenbaren und das Geheimnis aufzudecken. Du wirst die Last los. Etwas, das euch auf Distanz h\u00e4lt f\u00e4llt weg und eure Beziehung wird inniger.<\/p>\n<p>Du kannst gegebenenfalls auch \u00fcberlegen, einen Freud, der euch beiden gleich nah steht, um Hilfe zu bitten. Es gibt auch Beziehungscoachs oder Therapeuten, die helfen k\u00f6nnen. Besprich mit ihr oder ihm Deine Situation. Am wichtigsten ist es, Deine Bedenken und \u00c4ngste zuerst zu kl\u00e4ren. Dann setzt ihr euch zu dritt zusammen.<\/p>\n<h3>Tipp #5: Redet miteinander<\/h3>\n<p>Sprachlosigkeit ist das Schwarze Loch einer Beziehung. Es saugt alles in sich auf, entzieht der Beziehung die Lebendigkeit, bis ihr nur noch nebeneinander her lebt und in Routinen erstickt. Beide wissen nicht mehr, was im anderen vorgeht und das Zusammensein basiert nur noch auf Vermutungen. Miteinander zu reden bedeutet, dass Du mitteilst, was Du erlebt hast, wie Du Dich f\u00fchlst, was Dir wichtig ist, was Du Dir w\u00fcnschst, was Deine Bed\u00fcrfnisse sind, wor\u00fcber Du nachdenkst und was Dich besch\u00e4ftigt. Aber auch: den anderen zu fragen, wie es ihm geht, wie er sich f\u00fchlt und so weiter. Du wirst staunen, wie gut das auf eure Beziehung wirkt. Benutzt auch h\u00e4ufig das Wort \u201ewir\u201c. Untersuchungen haben gezeigt, dass das die Verbundenheit st\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Paargespr\u00e4che k\u00f6nnen extrem hilfreich sein. Dazu reserviert ihr euch w\u00f6chentlich einen festen Termin, um absichtsvoll miteinander zu reden. Dabei gibt es bestimmte Regeln zu beachten. <a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/eine-lebendige-und-vertrauensvolle-paar-beziehung-fuehren\">Wie das genau geht kannst Du hier nachlesen.<\/a><\/p>\n<h3>Tipp #6: Ber\u00fchrt euch und schaut euch in die Augen<\/h3>\n<p>Im Laufe einer Beziehung und im Trubel es Alltages kann es leicht geschehen, dass Ber\u00fchrungen seltener werden. Dabei sind Ber\u00fchrungen so wichtig! Bei liebevollem K\u00f6rperkontakt wird das Hormon Oxytocin ausgesch\u00fcttet, das in uns ein Gef\u00fchl der Verbundenheit und F\u00fcrsorglichkeit erzeugt. Das gleiche geschieht auch, wenn ihr euch l\u00e4nger, liebevoll in die Augen schaut. Also ber\u00fchrt euch oft, kuschelt miteinander, umarmt euch auch bei der Begr\u00fc\u00dfung und Verabschiedung, streichelt euch und seid nett zueinander. Schaut euch in die Augen!<\/p>\n<h3>Tipp #7: Erschafft eine gemeinsame Ausrichtung<\/h3>\n<p>Als Paar ist es sehr gut eine gemeinsame Ausrichtung zu haben, die \u00fcber \u201ewir wollen zusammen sein\u201c hinausgeht. Nat\u00fcrlich ist eine Paarbeziehung ein Projekt, das einige Arbeit erfordert. Vor allem, wenn ihr euch gar nicht dar\u00fcber klar seid, was ihr eigentlich wollt. Habt ihr schon einmal bewusst eure Vorstellungen \u00fcber eure Beziehung abgeglichen? Gemeinsame Ziele st\u00e4rken eine Beziehung enorm. <a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/als-paar-einen-eine-vision-entwickeln\">Wie ihr eine solche Ausrichtung erschaffen k\u00f6nnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.<\/a><\/p>\n<h3>Tipp #8: Immer wieder f\u00fcr die Beziehung entscheiden<\/h3>\n<p>Sich f\u00fcreinander als Lebenspartner zu entscheiden oder gar bis zum Lebensende zusammen sein zu wollen, ist ein gro\u00dfes Vorhaben. Das ist kein Selbstl\u00e4ufer. Im Laufe der Jahren ereignen sich viele Ver\u00e4nderungen: pers\u00f6nliche, gesellschaftliche, berufliche und wirtschaftliche. \u00c4nderungen von Interessen und Wichtigkeiten, pers\u00f6nliche Entwicklungen, das Durchlaufen verschiedener Lebensphasen, Kinder, k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungen, einschneidende Ereignisse, Erfahrungen und Begegnungen, Krankheiten und so weiter stellen ziemliche Anforderungen an eure Beziehung.<\/p>\n<p>Die Ereignisse und Ver\u00e4nderungen m\u00fcssen aktiv in die Beziehung integriert werden. Gerade, wenn sie eher einen Partner betreffen, solltet ihr dar\u00fcber reden. Wenn einer die Wandlungen des anderen nicht nachvollziehen kann, alleine, weil er keine Kenntnis davon hat, entsteht leicht eine Distanz, m\u00f6glicherweise unbeabsichtigt. Werden solche Dinge absichtlich nicht geteilt, entstehen Geheimnisse, die, wie beschrieben, \u00fcble Wirkungen auf die Beziehung haben. Beide Partner m\u00fcssen \u00fcbereinander informiert blieben.<\/p>\n<p>Es ist gut, wenn jede Ver\u00e4nderung und Entwicklung von beiden Partnern getragen wird. Gleichg\u00fcltig, ob es kleine oder gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen sind, es steht immer wieder die Frage im Raum, wie sie sich auf die Beziehung auswirken und ob die Beziehung gar unter den neuen Bedingungen weitergef\u00fchrt werden kann. Du musst Dich immer wieder neu f\u00fcr die Beziehung entscheiden. Dabei werdet Ihr euch immer wieder neu und in einer gr\u00f6\u00dferen Tiefe kennenlernen.<\/p>\n<h3>Tipp #9: Arbeitet an euch<\/h3>\n<p>Je pers\u00f6nlicher, tiefer und intimer eine Beziehung wird, desto tiefere Muster werden in Dir getriggert. Ich meine hierbei Muster, die definieren, wie Du f\u00fchlst, denkst, reagierst und handelst. Sie stammen in der Regel aus Deiner Vergangenheit und funktionieren manchmal gut, manchmal sind sie einfach nicht mehr passend. Das merkst Du daran, dass es Dir nicht gut geht. Du Dich verletzt f\u00fchlst oder \u00fcberfordert, unsicher, verwirrt, orientierungslos, w\u00fctend, traurig und so weiter. Nat\u00fcrlich treten diese Gef\u00fchle immer wieder mal auf. Sie l\u00f6sen sich in der Regel auf, wenn die Ursache gekl\u00e4rt ist.<\/p>\n<p>Doch wenn Du beobachtest, dass die Gef\u00fchle immer wieder auftreten, ihr immer wieder in Bezug auf dieselbe Sache in Konflikt geratet oder mit einem bestimmten Thema nicht weiterkommt, dann kannst Du davon ausgehen, dass ein pers\u00f6nliches Muster beziehungsweise ein Verhaltensprogramm in Dir aktiv ist, das aus Deiner oder eurer Vergangenheit stammt und nicht mehr zu eurem aktuellen Leben passt. Bearbeitet ihr diese Muster, Verhaltens- oder Denkweisen, l\u00f6sen sie sich auf und ihr erlebt in eurer Beziehung eine Verbundenheit, Lebendigkeit und Tiefe, die ihr bis dahin nicht gekannt habt. Holt euch gegebenenfalls Hilfe dazu.<\/p>\n<h3>Tipp #10: Scheitern der Beziehung als Option annehmen<\/h3>\n<p>Mit der Beziehung zu scheitern, ist immer eine M\u00f6glichkeit. Ich kenne einige Paare, die das nicht wahrhaben wollen und ein Scheitern als pers\u00f6nliches Versagen ansehen. Manche sagen, ich kann mich doch nicht scheiden lassen, ich habe doch ein Versprechen abgegeben, das ich nicht brechen darf. Der Anspruch, sich niemals zu trennen, kann eine Beziehung ersticken und sie in einem Panzer erstarren lassen. Dieser Panzer besteht in der Regel aus Angst und hat zur Folge, dass sich die Partner zu sehr anpassen. Sie trauen sich nicht mehr mitzuteilen, was sie tats\u00e4chlich bewegt und was los ist.<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte den anderen ja nicht ver\u00e4rgern oder nicht immer wieder in dieselben Konflikte provozieren (siehe oben). Quellen der Unzufriedenheit entstehen, da grunds\u00e4tzliche Themen nicht angesprochen und gekl\u00e4rt werden. Es stellt sich eine lauwarme Umgangsform ein, die bestenfalls Raum f\u00fcr ein seichtes Nebeneinander l\u00e4sst. Routine bestimmt den Alltag, von Lebendigkeit und Begeisterung f\u00fcreinander keine Spur. Reinigende Gewitter bleiben aus. F\u00fcr den Fall, dass sich ein Partner nicht mehr um die Beziehung k\u00fcmmert, <a href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/mein-partner-bemueht-sich-nicht-um-unsere-beziehung-was-kann-ich-tun\">habe ich diesen Artikel geschrieben.<\/a><\/p>\n<p>Wenn die Trennung eine m\u00f6gliche Option bleibt, bewahrt dies die Lebendigkeit und Offenheit innerhalb der Beziehung. Es besteht f\u00fcr beide Partner die \u201eGefahr\u201c, dass sich der andere trennt. Oder es wird jedenfalls nicht v\u00f6llig ausgeschlossen. Dadurch haben beide ein gr\u00f6\u00dferes Interesse daran, sich in die Beziehung einzubringen und sich um die Bed\u00fcrfnisse des anderen zu k\u00fcmmern. Die Partnerschafft erh\u00e4lt eine gr\u00f6\u00dfere Dynamik und Lebendigkeit. Die Chance, dass beide erhalten, was sie sich von der Beziehung w\u00fcnschen, steigt.<\/p>\n<h3>Tipp #11: Holt euch Hilfe<\/h3>\n<p>Falls ihr aus eigener Kraft mit irgendwelchen Problemen, Konflikten oder Themen in eurer Beziehung nicht weiterkommt, holt euch Hilfe! Manchmal habe ich den Eindruck, es ist f\u00fcr viele schwerer, Hilfe f\u00fcr pers\u00f6nliche Angelegenheiten in Anspruch zu nehmen, als einen Klempner, Arzt, Anwalt oder Steuerberater aufzusuchen. Dabei ist das gerade in diesem Bereich, von dem Deine Lebensfreude und -qualit\u00e4t so wesentlich abh\u00e4ngt, wichtig und effektiv. Es geschieht nicht selten, dass ich nach einer Sitzung ein Bedauern h\u00f6re, dieses Thema nicht schon fr\u00fcher gekl\u00e4rt zu haben. Der Aufwand ist auch gar nicht so gro\u00df, wie viele denken.<\/p>\n<p>Hast Du auch den Anspruch, Deine inneren Probleme selbst l\u00f6sen zu wollen? Das ist keine sinnvolle Haltung, denn die Probleme bestehen ja gerade deswegen, weil Du keinen funktionierenden L\u00f6sungsansatz hast. Es ist konstruktiv und sehr erleichternd, sich an professionelle Helfer zu wenden, denn sie haben wirkungsvolle Werkzeuge und Wege sowie eine Perspektive, die unabh\u00e4ngig ist. Melde Dich, wenn Du mehr Klarheit, Verbindung und Lebendigkeit in Deiner Beziehung w\u00fcnschst!<\/p>\n<p>Auch interessant:<br \/>\n<a title=\"Permanenter Link zu: Warum wir alle traumatisiert sind \u2013 auch Du. Ein Ratgeber zur Selbsteinsch\u00e4tzung.\" href=\"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/warum-wir-alle-traumatisiert-sind-auch-du-ein-ratgeber-zur-selbsteinschaetzung\/\" rel=\"bookmark\">Warum wir alle traumatisiert sind \u2013 auch Du. Ein Ratgeber zur Selbsteinsch\u00e4tzung. <\/a><br \/>\n<a title=\"Permanenter Link zu: Woher kommt unsere Menschlichkeit? 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