{"id":2400,"date":"2019-06-03T07:30:26","date_gmt":"2019-06-03T05:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/?p=2400"},"modified":"2021-01-31T14:43:46","modified_gmt":"2021-01-31T13:43:46","slug":"gegenwaertigkeit-ist-dein-reset-knopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrich-heister.de\/bewusstseinsblog\/gegenwaertigkeit-ist-dein-reset-knopf\/","title":{"rendered":"Gegenw\u00e4rtigkeit ist dein Reset-Knopf"},"content":{"rendered":"<p>Du kennst das: Die Gedanken kreisen und du kommst innerlich nicht zur Ruhe oder du bist emotional aufgew\u00fchlt und wei\u00dft nicht, wie du da herauskommen sollst. Du w\u00fcnschst dir einen Reset-Knopf, den du einfach nur zu dr\u00fccken brauchst, um wieder zu dir selbst zu kommen und deinen inneren Frieden wieder herzustellen. In diesem Newsletter zeige ich dir eine einfache \u00dcbung, mit der du das erreichen kannst.<\/p>\n<h3>Gedanken an die Vergangenheit oder die Zukunft sind das Problem<\/h3>\n<p>Menschen mit depressiven Neigungen sind mit ihrer Aufmerksamkeit sehr bei vergangenen Ereignissen, die emotional stark aufgeladen sind. Sie \u201eh\u00e4ngen\u201c an diesen negativen Erfahrungen und \u00fcbertragen deren Qualit\u00e4ten in die Gegenwart, die eigentlich keinen Anlass zur Depression gibt. Meist sind die Erfahrungen derart, dass die Betroffenen sich in der Vergangenheit nicht mit ihren Bed\u00fcrfnissen und Gef\u00fchlen angenommen f\u00fchlten. Sie durften nicht so sein, wie sie sind und lernten daher ihre Gef\u00fchle zu unterdr\u00fccken und sich den Erwartungen anzupassen. Dieses Verhalten ist zu einer Angewohnheit geworden, die man \u00fcbrigens recht leicht aufl\u00f6sen kann.<\/p>\n<p>\u00c4ngstliche Menschen nehmen negative Erfahrungen aus der Vergangenheit und projizieren sie in die Zukunft oder Gegenwart. Sie hatten in der Vergangenheit Erlebnisse, die von zum Beispiel \u00dcberforderung, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Dem\u00fctigung gezeichnet waren oder in denen sie das Gef\u00fchl hatten, die Kontrolle verloren zu haben. Das m\u00f6chten sie, verst\u00e4ndlicherweise nie wieder erleben. Deswegen sind sie in der Gegenwart st\u00e4ndig in Alarmbereitschaft oder malen sich aus, wie die Zukunft wohl werden wird, um sich davor zu sch\u00fctzen, solche verletzenden Erfahrungen erneut zu machen. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen derartige Verhaltensprogramme auch sehr gut bearbeitet und die Angst \u00fcberwunden werden.<\/p>\n<h3>Der Zeitfaktor<\/h3>\n<p>Du merkst, es ist erheblich, worauf unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist. Der Zeitpunkt mit dem du dich identifizierst, ist ein wichtiger Faktor, der Einfluss auf dein Wohlgef\u00fchl hat. Ganz grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sagen, dass bei einem immer wiederkehrenden Unwohlsein sich die Aufmerksamkeit mit anderen Dingen, als der Gegenwart befasst. Dies geschieht bewusst oder unbewusst. Wir alle tragen Erfahrungen, Konditionierungen, \u00dcberzeugungen, Bewertungen und Konzepte mit uns herum, die uns nicht gut tun. Und diese Muster werden meist dann aktiviert, wenn wir gestresst sind, im Ungleichgewicht sind oder uns geschw\u00e4cht f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Im Moment des mentalen und emotionalen Aufruhrs werden diese Verhaltensmuster aktiv und trennen uns von dem ab, was gerade tats\u00e4chlich ist. Also vom unmittelbaren Erleben, denn die Muster entstanden in der Vergangenheit und waren einmal L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme, die mit dem aktuellen Erleben nichts mehr zu tun haben. Diese anachronistischen Verhaltensprogramme binden uns an die Vergangenheit.<\/p>\n<p>Die allermeisten Leiden der Menschen spielen sich in ihrem Gehirn ab. Dies ist so sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt und mit seinen antrainierten Mustern, dass es nicht mitbekommt, was tats\u00e4chlich ist. In der Hirnforschung wird dies als Selbstreferentialit\u00e4t bezeichnet. Wir beziehen uns immer wieder auf diese im Nervensystem gespeicherten Erfahrungen, bis sie so etwas wie ein Eigenleben entwickeln. Dabei schmoren wir sozusagen im eigenen Saft. Haben wir eine Chance da heraus zu kommen? Ja, und das ist gar nicht so schwer. Dazu brauchen wir nur ohne viel zu denken in der Gegenwart zu sein. Dann geht es uns gut. So simpel ist das.<\/p>\n<h3>Gegenw\u00e4rtigkeit ist der Schl\u00fcssel<\/h3>\n<p>Wie ist es nun m\u00f6glich, diesem Automatismus zu entkommen? Wir m\u00fcssen unser Gehirn beruhigen. Das ist eigentlich ganz einfach. Wir brauchen nur mit unserer Aufmerksamkeit in die Gegenwart zu kommen. Und das gelingt uns leicht, indem wir unsere Sinne benutzen.<\/p>\n<p>Die folgende \u00dcbung reicht alleine bei Depressionen oder Angstst\u00f6rungen wahrscheinlich nicht aus, um sie v\u00f6llig zu \u00fcberwinden, sie kann aber lindernd wirken. Solltest du bemerken, dass du mit der \u00dcbung nicht zur Ruhe kommst, melde dich bei mir. Starke automatisierte Muster k\u00f6nnen in einer Therapie gut behandelt werden.<\/p>\n<p>Die \u00dcbung erm\u00f6glicht geistige Autonomie und hilft dir klar zu sehen, zu denken und zu f\u00fchlen. Sie f\u00fchrt dich zu dem, was unmittelbar ist, jenseits deiner Denk- und Verhaltensmuster. Es kann sein, dass du eine gewisse Dauer mit ihr \u00fcben musst. Mit der Zeit wirst du ihre Wirkung immer leichter erreichen. Und sie erm\u00f6glicht dir, dich schnell in einen Zustand des Wohlgef\u00fchls zu bringen. Das Denken wird still und dein Empfinden unmittelbarer.<\/p>\n<h3>Anleitung zur \u00dcbung<\/h3>\n<p>Suche dir einen ruhigen Platz, an dem du dich ungest\u00f6rt hinsetzen kannst. Die Fingerspitzen deiner Zeigefinger ber\u00fchren irgendwo deine Oberschenkel, wo es bequem f\u00fcr dich ist. Die Ber\u00fchrung ist leicht und ohne Druck. Die \u00fcbrigen Finger sollten keinen Kontakt haben. Lege deine Arme so ab, dass sie entspannen k\u00f6nnen. Nun schlie\u00dfe die Augen.<\/p>\n<p>Gehe nun mit deiner Aufmerksamkeit in die Kontaktstelle des eines Zeigefingers zu deinem Oberschenkel. F\u00fchle diese Kontaktstelle. F\u00fchle, was du dort f\u00fchlst. Dies kann W\u00e4rme sein, K\u00e4lte, ein Kribbeln, Pulsieren, Flie\u00dfen, Verbindung, die Textur des Stoffes oder anderes. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit ausschlie\u00dflich dort. F\u00fchle. Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift, gehe wieder zur\u00fcck zur Kontaktstelle. Mache das f\u00fcr einige Minuten.<\/p>\n<p>Nun mache das gleiche mit der Kontaktstelle des anderen Zeigefingers. Wenn einige Minuten vorbei sind, gehe mit deiner Aufmerksamkeit in beiden Kontaktstellen gleichzeitig. Dies ist die eigentliche \u00dcbung. Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift, gehe wieder zur\u00fcck zu den beiden Kontaktstellen.<\/p>\n<p>Wenn du das einige Zeit lang machst, stellst du fest, dass dein Kopf ruhiger wird, dass sich emotionale Wellen legen und sich ein gutes Gef\u00fchl einstellt. Wenn das gute Gef\u00fchl da ist, halte deine Aufmerksamkeit bei dem guten Gef\u00fchl und den beiden Kontaktstellen gleichzeitig.<\/p>\n<p>Wenn du m\u00f6chtest, und deine st\u00f6renden Gedanken und Gef\u00fchle immer noch da sind, F\u00fchle die Kontaktstellen, das gute Gef\u00fchl und nimm die Gef\u00fchle und Gedanken ohne Widerstand wahr. Du wirst feststellen, dass sich das Gedankenkreisen und die Gef\u00fchle in dem guten Gef\u00fchl aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Anfangs kann das schwierig sein. Die F\u00e4higkeit, deine Aufmerksamkeit zu steuern, muss trainiert werden. Diese \u00dcbung solltest du mehrmals am Tag machen. Mit der Zeit werden sich der ruhige Zustand und das gute Gef\u00fchl immer leichter und schneller einstellen. Dieser Zustand wird mehr und mehr zu deiner allt\u00e4glichen Natur. Solltest du Fragen zu der \u00dcbung haben, antworte einfach auf diesen Newsletter.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df und Erfolg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Du kennst das: Die Gedanken kreisen und du kommst innerlich nicht zur Ruhe oder du bist emotional aufgew\u00fchlt und wei\u00dft nicht, wie du da herauskommen sollst. Du w\u00fcnschst dir einen Reset-Knopf, den du einfach nur zu dr\u00fccken brauchst, um wieder zu dir selbst zu kommen und deinen inneren Frieden wieder herzustellen. 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