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	<title>Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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	<description>Das Bewusstsein ist der Schlüssel zu mehr Gesundheit, Lebensfreude und Erfolg</description>
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	<title>Herz- und Augenhöhe &#8211; Ulrich Heister</title>
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		<title>Übung zur Selbstbefreiung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:08:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Identifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Übung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir gehen fast alle davon aus, dass unser Selbst mit der Körperoberfläche endet. So entsteht bei vielen der Eindruck, dass sie in ihrem Körper eingeschlossen sind. Die Ansicht über den Verlauf dieser Grenze ist zwar weit verbreitet, letztlich jedoch willkürlich gewählt. Tatsächlich können wir uns identifizieren, womit wir wollen. Die folgende Meditation erweitert die Grenzen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir gehen fast alle davon aus, dass unser Selbst mit der Körperoberfläche endet. So entsteht bei vielen der Eindruck, dass sie in ihrem Körper eingeschlossen sind. Die Ansicht über den Verlauf dieser Grenze ist zwar weit verbreitet, letztlich jedoch willkürlich gewählt. Tatsächlich können wir uns identifizieren, womit wir wollen.</p>
<p>Die folgende Meditation erweitert die Grenzen deines Gewahrseins. Dies wird oft als befreiend erfahren. Auch dein Gefühl der Verbundenheit mit dem, was dich umgibt, kann zunehmen.</p>
<ol>
<li>Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst und setze dich bequem hin.</li>
<li>Schließe deine Augen.</li>
<li>Fühle den Raum, den du einnimmst.</li>
<li>Vergrößere nun den Raum deines Gewahrseins in alle Richtungen.</li>
<li>Nimm alles und jeden in dein Gewahrsein auf.</li>
<li>Wiederhole die Schritte 3 bis 5, bis du die größte Ausdehnung erreicht hast, die dir jetzt möglich ist.</li>
<li>Genieße diesen Zustand.</li>
<li>Öffne deine Augen und nimm diese Weite mit in deinen Alltag.</li>
</ol>
<h3><a href="https://ulrich-heister.de/">Erfahre, was mit moderner Psychotherapie möglich ist!</a></h3>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Wer ich bin, was mich bewegt und was ich für Dich tun kann</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/wer-ich-bin-was-mich-bewegt-und-was-ich-fuer-dich-tun-kann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Dec 2019 10:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Hypnosetherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Heister]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo und herzlich willkommen! Wenn ich selbst im Internet unterwegs bin und mir Webseiten und Angebote anschaue, frage ich mich, welche Menschen wohl dahinter stehen. Gerade dann, wenn sie für etwas stehen, was mir gefällt oder für mich interessant sein könnte. Dann will ich wissen, was sie bewegt und warum sie das tun, was sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hallo und herzlich willkommen!</h3>
<p>Wenn ich selbst im Internet unterwegs bin und mir Webseiten und Angebote anschaue, frage ich mich, welche Menschen wohl dahinter stehen. Gerade dann, wenn sie für etwas stehen, was mir gefällt oder für mich interessant sein könnte. Dann will ich wissen, was sie bewegt und warum sie das tun, was sie tun.</p>
<p>Vielleicht fragst Du Dich ja auch, wer der Typ ist, der diese Sachen ins Netz stellt und diese spezielle Form der <a href="https://ulrich-heister.de/">Therapie</a> anbietet. Möglicherweise hast Du Fragen oder du möchtest ein Problem bearbeiten und bist auf der Suche nach einem <a href="https://ulrich-heister.de/">Therapeuten</a>? Dann hilft Dir dieses Video bei Deiner Entscheidung.</p>
<h3>Wer ich bin</h3>
<p>Mein Name ist <a href="https://ulrich-heister.de/">Ulrich Heister</a>. Ich bin 1966 geboren.  Ich bin Heilpraktiker, Bewusstseinstrainer und Hypnosetherapeut. Gleich erzähle ich dir noch mehr darüber, wie ich arbeite und auf welchem Weg ich dich begleiten möchte. Doch zuvor interessiert dich vielleicht, wie ich dorthin gekommen bin.</p>
<h3>„Wie funktioniert das?“</h3>
<p>Schon als Kind an habe ich mich immer gefragt: Wie funktioniert das? Ich nahm meine Spielzeugautos auseinander – und manchmal bekam ich sie auch wieder zusammen. Ich war viel draußen in der Natur und ich habe mit Freunden Hütten gebaut. Ich habe später auch Experimente gemacht, bei denen es manchmal knallte und oft qualmte. Meine Eltern ließen mich aber gewähren. Und es ist immer gut gegangen.</p>
<p>Klar, dass ich mich nach der Schule zu einer naturwissenschaftlichen Ausbildung entschied. Ich absolvierte mehrere Ausbildungen im Bereich Chemie und war schließlich Chemotechniker, mit sehr spannenden Aufgaben in der Kunststoff-Forschung. Aber ich wollte noch mehr wissen und begann ein Chemiestudium. Doch mit der Zeit merkte ich, dass meine persönlichen Fragen, wie die Dinge  funktionieren, eigentlich für mich erstmal beantwortet waren. Ich hatte hier ein für mich ausreichendes Maß an Klarheit erhalten.</p>
<h3>„Wie funktioniert Menschsein?“</h3>
<p>Damit trat für mich eine neue große Frage in den Vordergrund: Wie funktioniert Mensch-Sein? Was bedeutet es Mensch zu sein? Woher kommen wir? Warum sind die einen glücklich, die anderen unglücklich? Woher kommen Krankheiten tatsächlich? Was brauchen wir, um mit unserem Leben zufrieden zu sein? Was soll das Ganze hier? Was ist der Ursprung von all dem?</p>
<p>Also ließ ich mich zum Heilpraktiker ausbilden. Ich erkannte, dass die Ursachen für die meisten menschlichen Probleme oder Leiden im Inneren liegen. Auf psychischer Ebene. Heute würde ich eher sagen, im Bewusstsein. Alle Schwierigkeiten und alles Leiden, vor allem die, die uns längere Zeit begleiten oder immer wieder auftauchen, entstammen persönlichen Mustern in unserem Bewusstsein, die wir auf Grund von bestimmten Erfahrungen in der Vergangenheit gebildet haben. Auch die meisten körperlichen Erkrankungen. Deswegen entschied ich mich, vor allem auf der Bewusstseinsebene mit Menschen zu arbeiten, also mit Psychotherapie.</p>
<h3>Was ich in über 30 Jahren gelernt habe</h3>
<p>1995 eröffnete ich meine Praxis. Ich lernte neue Therapietechniken und ließ mich auch zum Bewusstseinstrainer ausbilden. Dabei machte ich absolut überwältigende Erfahrungen. Ich lernte, wie Veränderungen im Bewusstsein viel schneller möglich sind, als mit der klassischen Psychotherapie. Das begeisterte mich unglaublich und gab meiner Arbeit eine ganz neue Ausrichtung.</p>
<h3>Neue Impulse und eine neue Form der Therapie</h3>
<p>Eine moderne Form der Hypnosetherapie gab mir neue Impulse. Ich entwickelte meinen Ansatz der Kurzzeittherapie. Denn viele Menschen erwarten, wenn sie an Psychotherapie denken, einen langwierigen, möglicherweise unangenehmen Prozess, in dem viel geredet wird und letztlich keine bedeutende Besserung erreicht wird. Das hat sich durch neue Methoden sehr geändert. Mein Anliegen ist es, das Bild der psychotherapeutischen Therapie zu ändern. Heute ist es oft ziemlich leicht möglich, persönliche Probleme und unerwünschte Gefühle oder Zustände zu lösen. Und  das oft in erstaunlich kurzer Zeit, mit nur wenigen Sitzungen.</p>
<h3>Zum eigenen Ursprung zurückfinden</h3>
<p>Das Bewusstsein ist eine wundervolle Erscheinung, die bei allen Menschen ähnlich funktioniert. Aber die Inhalte und Strukturen sind natürlich bei jedem einzigartig, auch bei dir. Mit den richtigen Werkzeugen kannst du sie verändern. Dann verändert sich auch das, was du als Wirklichkeit erlebst, und zwar oft wirklich dramatisch. Du kannst deinem Leben eine völlig neue Ausrichtung geben &#8211; wenn du willst. Du kannst dich selbstbestimmt für mehr Lebensfreude und Lebensqualität entscheiden. Dein Verhalten ändern. Alte Belastungen hinter dir lassen. Die Kraft in dir selbst entdecken. Zum eigenen Ursprung zurückzufinden ist das wichtigste, das ein Mensch für sich selbst erreichen kann.</p>
<h3>Wieder in Einklang kommen</h3>
<p>Eine Psychotherapie ist eigentlich eine einfache Sache. Es geht im Wesentlichen darum, dass der Mensch wieder in Einklang kommt. Mit sich selbst, seinem Leben, mit anderen Menschen. Mit der Welt. Erstmal scheint dies eine große Aufgabe zu sein. Doch wenn Du weißt, wie Dein Bewusstsein funktioniert, weißt Du, dass es machbar ist. Und dass es gar nicht so schwer ist. Dass es leicht und freudig geschehen kann. Es braucht nur Deine Offenheit etwas zu ändern und Deine Bereitschaft einfach anzufangen.</p>
<h3>Ein Stück Weg gemeinsam gehen</h3>
<p>Wenn Du in meine Praxis kommst, stelle ich mich an Deine Seite und wir gehen ein Stück Weg gemeinsam, bis Du Dein Ziel erreicht hast. Anfangs kennst Du mich nicht. Du musst erst Vertrauen schöpfen. Es können Zweifel auftreten. Die Therapie wird möglicherweise nicht so sein, wie Du das erwartest. Du musst Dir neue Gebiete erschließen, die Dir zuvor verschlossen waren. Doch glaube mir: Besser als das alte Bekannte, das Problem, das Leiden ist die zuerst noch unbekannte, neue Freiheit.</p>
<h3>Ruhe und Freiraum für das Neue</h3>
<p>Für dieses Neue brauchst du Ruhe und Freiraum. Du bekommst den Raum Deinen eigenen Weg zu finden. Ich unterstütze Dich dabei, ohne Dir etwas vorzugeben oder mich einzumischen. Die Lösungen liegen schon jetzt in Dir. Sie müssen nur ins Bewusstsein gehoben werden. So kommst Du wieder ins Gleichgewicht und Dein innerer Frieden kehrt zurück. Zufriedenheit stellt sich ein und die Zuversicht, weiteren Herausforderungen gewachsen zu sein.</p>
<p>Ich freue mich sehr darauf, dich auf diesem Stück Weg zu begleiten!</p>
<h3>Nimm Kontakt auf</h3>
<p><a href="https://ulrich-heister.de/#kontakt">Wenn Du möchtest, melde Dich einfach mir.</a></p>
<p>Alles Gute!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstbewusstsein: Was ist das genau? Wie kann ich es stärken?</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/selbstvertrauen-selbstwert-selbstbewusstsein-was-ist-das-genau-wie-kann-ich-es-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 15:04:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein: Viele Menschen hätten davon gerne ein bisschen mehr. Oft meint jemand, der einen der drei Begriffe verwendet, ein- und dasselbe. Doch in Wirklichkeit hat jeder von ihnen eine ganze eigene Bedeutung, und es lohnt sich, sie genauer zu betrachten. In diesem ausführlichen Beitrag erfährst du, wie diese Eigenschaften entstehen, warum sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein: Viele Menschen hätten davon gerne ein bisschen mehr. Oft meint jemand, der einen der drei Begriffe verwendet, ein- und dasselbe. Doch in Wirklichkeit hat jeder von ihnen eine ganze eigene Bedeutung, und es lohnt sich, sie genauer zu betrachten. In diesem ausführlichen Beitrag erfährst du, wie diese Eigenschaften entstehen, warum sie bei so Manchem zu fehlen scheinen – und was du selbst ganz konkret tun kannst, um sie bei dir selbst zu stärken – und, falls du Kinder hast, wie du sie dabei auf gesunde Weise unterstützt.</p>
<h3>Woher kommen Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein?</h3>
<p>Das „Selbst“: Damit beginnen alle drei Qualitäten. Um sie zu entwickeln, ist also ein Selbst, ein Ich – man könnte auch sagen, eine Identifikation mit sich selbst – notwendig. Niemand von uns ist damit geboren worden. Als Neugeborenes nehmen wir unser Umfeld über unsere Sinne unmittelbar wahr. Teilweise müssen sich diese Sinne erst entwickeln und schärfen. Aber wir beziehen diese Wahrnehmungen nicht auf uns selbst. Das, was da wahrnimmt, könnte eher als ein unpersönliches Gewahrsein bezeichnet werden. Erst mit den Jahren entsteht ein Selbst, das sich durch Anpassung, Nachahmung, Konditionierung und Gewohnheit immer mehr ausdifferenziert.</p>
<p>Zuerst prägt sich also diese Selbstbezüglichkeit aus. Auf ihrer Basis können Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein entstehen. Alle drei Qualitäten sind enorm wichtige und lebensbestimmende Eigenschaften eines Menschen. Ohne sie können wir kein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen. Wir wären eher Spielbälle des Zufalls und der Umgebung oder unterlägen völlig unseren Trieben und Impulsen. Andere könnten mit uns machen, was sie wollen. Wir würden alles glauben, was sie sagen, und würden sehr leicht Opfer von Manipulation. Wir wären nicht selbstständig und autonom, wüssten nicht, was wir wollen und hätten keinerlei Ausrichtung. Welche Auswirkungen das auf unseren Platz in der Gesellschaft, unser Einkommen, unsere Lebensfähigkeit und auch die Lebensqualität hätte, kann sich jeder leicht ausmalen. Eine komplexe Gesellschaft, wie unsere, wäre ohne Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein undenkbar.</p>
<h3>Wie entsteht ein gesundes Selbst?</h3>
<p>Bei der Selbstwerdung kann einiges schief gehen. Was sollten Eltern oder Vormünder tun, damit gesunde, eigenständige und soziale Menschen entstehen? Um es vorweg zu nehmen: Es ist gar nicht viel, was sie tun müssen. Die Frage ist eher, was sie <strong>nicht</strong> tun sollten, denn oft wird eher viel zu viel getan. Dies geschieht manchmal aus bester Absicht heraus, ist aber nicht immer zum Besten des Kindes. Jedes Kind hat, wie alle Menschen in jedem Lebensalter, zwei grundlegende Bedürfnisse: Bindung und Wachstum. Beides haben sie schon im Mutterleib erfahren, und sie erwarten, dass es nach der Geburt so weiter geht.</p>
<p>Daraus ergibt sich für die Erwachsenen: Kindern sollte der Raum gelassen werden, sich selbst zu erfahren und auszuprobieren (Wachstum). Heranwachsende sind aus sich selbst heraus hoch motiviert zu lernen. Sie fassen alles an, probieren alles aus, so wie es ihrem Alter entspricht. Sie möchten an Erlebnissen teilhaben und Dinge versuchen. Sie sind neugierig und interessiert, und sie müssen nicht erst dazu gebracht werden.</p>
<p>Das Interesse und die Begeisterung beim Erforschen der Welt führen dazu, dass die Kinder das Gelernte behalten. Ist eine neue Information oder Erfahrung mit einem positiven Gefühl verbunden, wird sie so im Gehirn gespeichert, dass sie dauerhaft abrufbar bleibt. Erst, wenn ein Erwachsener meint zu wissen, was gut für das Kind ist und es ihm gegen dessen eigenes natürliches Empfinden aufdrängt, entsteht Widerstand. Wer hat dies nicht spätestens in der Schule selbst erfahren? Ist aber das Gelernte mit Angst oder Druck verbunden, wird es in dem Gehirnbereich gespeichert, der für Angst und negative Gefühle zuständig ist.­­­­­­­­</p>
<p>Zum anderen braucht jedes Kind liebevolle Akzeptanz (Bindung), um sich entwickeln zu können. Das heißt, Kinder wollen um ihrer selbst willen geliebt werden. Und sie brauchen natürlich altersgerechten Schutz. Viele Kinder haben heute leider eine voll durchorganisierte Freizeit. Sie sollen möglichst früh möglichst viel lernen, damit später sicher etwas aus ihnen wird. Diese Haltung unterstellt, dass aus Kindern etwas gemacht werden müsste. Nein, sie sind bereits etwas beziehungsweise jemand, und sie brauchen lediglich Unterstützung darin, sich selbst zu entfalten. Es ist wichtig, dass sie viel Zeit für sich selbst haben, um sich mit Freuden zu treffen oder draußen zu spielen. Dabei dürfen sie sich auch langweilen. Oft entwickeln sich erst dabei kreative Ideen. Es ist fatal, wenn Eltern ihren Kindern zu viel vorgeben oder ihnen Dinge aus der Hand nehmen, um ihnen zu zeigen, was wichtig ist und wie es richtig gemacht wird. Unterstütze deine Kinder, interessiere dich für sie und beantworten ihnen ihre Fragen.</p>
<p><strong>Fazit: Kinder brauchen nicht zu etwas gemacht zu werden. Sie sind bereits vollständig, sozial, lernbereit, empathisch und hilfsbereit. Alles, was Kinder brauchen, ist eine liebevolle und beschützende Begleitung und einen Raum sich selbst zu erproben. </strong></p>
<h3>Selbstvertrauen</h3>
<p>Selbstvertrauen bedeutet, grundsätzlich sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Dazu gehört die eigene Gewissheit, mit den Herausforderungen, die das Leben bringt, fertig zu werden. Das schließt ein, Hilfe zu beanspruchen, wenn es nötig ist. Menschen mit Selbstvertrauen versuchen Neues, lassen sich auf andere Menschen ein und treten sicher auf. Sie wissen, was sie wollen und finden einen Weg, es zu erreichen. Dabei sind sie offen für Anregungen und Ideen anderer. Sie prüfen kritisch, was andere sagen oder tun, und können sich klar abgrenzen. Sie haben mehrere Interessen und gehen ihnen nach, weil sie begeisterungsfähig sind.</p>
<h3>Wenn Selbstvertrauen fehlt</h3>
<p>Menschen mit geringem Selbstvertrauen sind eher vorsichtig und halten sich zurück. Sie sind weniger offen für Neues und führen eher ein konservatives Leben. Sie haben eine Neigung zu Idolen, die verwirklicht haben, was sie selbst für sich wünschen, und orientieren sich an ihnen in ihrem Denken und Handeln. Sie folgen lieber anderen Menschen, von denen sie sich unterstützt und bei denen sie sich sicher fühlen. Sie schauen sich bei anderen ab, wie sie leben wollen, und folgen eher  Konventionen, ohne diese zu überprüfen. Sie arbeiten unter Anleitung besser als selbstständig. Zustimmung und Anerkennung geben ihnen Kraft und Bestätigung.</p>
<h3>Was ist geschehen, wenn Selbstvertrauen fehlt?</h3>
<p>Mangelndes Selbstvertrauen ist kein persönliches Verschulden und auch kein unbehebbarer Defekt. Der Fehler liegt eher in der Umgebung, in der sich dieser Mensch entwickelt hat. Er hatte nicht genug Raum, sich selbst zu erproben und erfahrungsbezogen zu lernen. Es sind ausschließlich eigene Erfahrungen, die Selbstvertrauen aufbauen. Wer sich nie getraut hat, über einen hohen Zaun zu klettern, weiß nicht, wie es geht, und wird es später sicher auch nicht versuchen. Bei der Entscheidung, es nicht zu tun, klangen wahrscheinlich die elterlichen Worte im Hinterkopf: „Sei vorsichtig“, „tu dir nicht weh“, „du bist immer so ungeschickt“ oder „Mach keinen Unsinn!“</p>
<p>Möglicherweise warnte vorher schon die Mutter das junge Kind, nicht bis ganz oben auf das Klettergerüst zu steigen, weil sie selbst ängstlich ist: Es könne ja runterfallen und sich verletzen. Sie hat ihre eigenen Beschränkungen auf das Kind übertragen und Zweifel in ihm gesät, die von selbst nicht in ihm entstanden wären. Kinder wissen meist selbst sehr genau, was sie können. Auch wenn der Vater dazu neigt, dem Kind etwas aus der Hand zu nehmen, um zu zeigen, wie es richtig gemacht wird, wird das Selbstvertrauen untergraben. Es bekommt so nicht die Chance, es selbst auszuprobieren. Etwas mehrere Male etwas falsch zu machen ist lehrreicher, als wenn man nur eine Lösung vorgemacht bekommt.</p>
<p>Eltern, die ihren Kindern zu viel abnehmen oder ihnen zu viel vorschreiben höhlen das Selbstvertrauen des Kindes auf perfide Weise aus. Das Gleiche geschieht aber andererseits auch – was vielen Menschen überhaupt nicht bewusst ist –, wenn sie übertrieben loben. Sie denken, sie tun dem Kind etwas Gutes, doch sie tun genau das Gegenteil. Sie vermitteln ihm ein falsches Bild über seine Fähigkeiten. Überfürsorgliche Eltern bieten dem Kind nicht die Möglichkeit, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Es darf vielleicht nicht selbst entscheiden, was es anzieht, oder es darf sich nicht schmutzig machen. Sie suchen seine Freunde und Interessen aus, sie verplanen seine Zeit, sie lösen seine Konflikte oder schützen es davor und so weiter. Wie soll jemand, der so aufwächst, jemals Vertrauen in sich selbst entwickeln?</p>
<h3>Was ist zu tun, wenn Selbstvertrauen fehlt?</h3>
<p>Was auch immer in der Vergangenheit schief gelaufen sein mag, dass sich kein ausreichendes Selbstvertrauen aufgebaut hat: Es muss auf keinem Fall so bleiben. Wir Menschen sind immer in der Lage, unsere inneren Qualitäten zu ändern oder zu stärken. Oft höre ich Sätze wie: „So bin ich halt.“ oder „Ich bin eine Mensch, der …“ Dabei sind wir als Wesen nie endgültig definiert. Wir können unsere Innenwelt gestalten und Dinge, unter denen wir leiden, ändern. Erwachsen zu sein bedeutet, sich selbst zu hinterfragen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Das heißt zu seinen Defiziten zu stehen und aktiv etwas zu tun, diese zu ändern. Das ist viel leichter, als die meisten denken. Ich erlebe dies täglich in meiner Praxis.</p>
<p>Um mangelndes Selbstvertrauen loszuwerden ist es vor allem notwendig, die Gefühle, Überzeugungen und Erlebnisse zu bearbeiten, die in der Vergangenheit entstanden sind und die zu diesem Zustand geführt haben. Es müssen die Gefühle der Verletzung, der Zurückweisung, der sich wiederholenden Enttäuschungen, der Hilflosigkeit und so weiter geheilt werden. Es gilt die Glaubenssätze wie „ich kann nichts“, „alles, was ich anfasse geht schief“, „ich weiß gar nicht, wer ich bin“ und dergleichen in konstruktive Überzeugungen zu ändern.  Zudem muss den Erlebnissen in der Vergangenheit rückwirkend die emotionale Ladung genommen werden, sodass diese Gefühle nicht mehr in die Gegenwart hinein wirken. Dafür gibt es heute hervorragende Methoden.</p>
<p>Mittels dieser Arbeit auf innerer Ebene ändern sich das Selbstgefühl und das Denken. Dadurch fällt es viel leichter anders als vorher zu handeln. Es kann sein, dass dies aufgrund der emotionalen und mentalen Veränderungen fast wie von selbst geschieht. Es ist enorm wichtig, die neuen, absichtlich kreierten Denkmuster in aktive Handlungen umzusetzen. Denn dabei werden die Erfahrungen gemacht, die in der Vergangenheit fehlten und zeigen, dass man heute tatsächlich in der Lage ist, bestimmte Dinge zu tun. Es ist jetzt beispielsweise möglich, Fremde anzusprechen, Dinge zu tun, die man sich vorher nicht getraut hat, im Job selbstständiger zu arbeiten und mehr Verantwortung zu übernehmen, sicher aufzutreten oder den eigenen Standpunkt zu vertreten. Du zeigst, wer du bist,  und sprichst aus, was du denkst. Du vertraust dir selbst und hast Lust vorwärts zu gehen. Nebenbei werden sich viele Ängste und Sorgen, die du vorher vielleicht hattest, auflösen.</p>
<h3>Selbstwert</h3>
<p>Hierbei geht es natürlich nicht um den Wert eines Menschen. Das Dasein alleine gibt ihm unverhandelbaren Wert und Würde. Es gibt keine Abstufungen zwischen verschiedenen Menschen. Es geht auch nicht darum, für wie wertvoll sich jemand selbst hält. In solch einem Fall sollte das aufgeblasene Ego therapiert werden, falls dies überhaupt noch möglich ist. Es geht darum, wie du zu dir selbst stehst und wie dich selbst einschätzt. Dein Selbstwert spiegelt grundsätzlich wieder, wie du deinen Platz in der Welt einnimmst, ihn ausfüllst und wie du dich dabei fühlst. Aber es geht auch darum, wie du selbst zu deinen Fähigkeiten stehst, wie du sie anwendest und welchen Nutzen du oder die anderen davon haben.</p>
<p>Menschen, die einen gesunden Selbstwert haben, kennen ihren Platz in der Welt. Sie wissen, was sie wollen und sind ausgerichtet. Sie wissen, was sie zur Gemeinschaft beitragen können und bekommen dafür einen entsprechenden Gegenwert, so dass sie frei von Mangel leben können.</p>
<h3>Wenn Selbstwert fehlt</h3>
<p>Menschen mit einem verminderten Selbstwertgefühl fühlen sich oft nicht gut mit der Welt verbunden. Daher fühlen sie sich unsicher und empfinden oft eine unterschwellige Bedrohung. Sie empfinden sich oft als benachteiligt oder als Opfer derjenigen, die vermeintlich mächtiger sind oder denen es besser geht. Um das Minderwertigkeitsgefühl zu kompensieren, können gerade solche Menschen dazu neigen, andere abzuwerten oder zu diskriminieren. Dadurch, dass sie andere als weniger wert definieren, erheben sie sich in ihrem Selbstverständnis, denn es gibt jemanden, der noch weniger wert ist als sie selbst. Interessant ist, dass das Minderwertigkeitsgefühl nicht unbedingt mit dem eigenen materiellen Besitz zu tun haben muss. Es gibt reiche Menschen, die sich trotz ihres Überflusses minderwertig und leer fühlen.</p>
<p>Oft ist es so, dass die Betroffenen hinter ihren eigenen Möglichkeiten zurück bleiben. Beispielsweise werden sie für Ihre Leistung nicht entsprechend bezahlt oder fordern selbst zu wenig dafür. In meiner Praxis habe ich immer wieder Selbstständige, die sich scheuen für ihre Arbeit ein entsprechendes Honorar einzufordern. Sie sind nicht vom Wert ihrer eigenen Leistung überzeugt oder fürchten, ihre Kunden mit vermeintlich überzogenen Forderungen zu vergraulen. Sind jedoch die Gründe für die Selbstzweifel beseitigt, lösen sich diese Probleme meist.</p>
<h3>Was ist geschehen, wenn Selbstwert fehlt?</h3>
<p>Menschen, denen es an Selbstwert mangelt, haben in ihrer Entwicklung erlebt, dass ihr Bedürfnis nach Bindung nicht erfüllt wurde. Sie fühlten sich nicht um ihrer selbst willen geliebt. Die Erfüllung dieses Bedürfnisses ist für Babys und kleine Kinder essentiell. Die Gründe, warum die Eltern oder der Vormund nicht in der Lage waren, die nötige Liebe zu geben, können sehr unterschiedlich sein. Oft haben sie selbst keine Liebe erlebt und können sie deswegen nicht weitergeben. Oder ein wichtiges  Elternteil ist depressiv. Es hat eh schon genug mit sich selbst zu kämpfen, und da ist ein Baby noch eine zusätzliche Belastung. Viele Eltern, die ihren Kindern keine Liebe geben können oder sich nicht genug Zeit dafür nehmen, versuchen dies mit Geschenken auszugleichen. Doch das funktioniert nicht. Menschliche Bindung ist durch gar nichts anderes zu ersetzen.</p>
<p>In einer Therapiesitzung erinnerte sich eine Klientin daran, dass sich ihr Vater nicht für sie interessierte, als sie ein kleines Kind war. Er ignorierte sie und gab ihr keinerlei Aufmerksamkeit. Es wurde ihr in der Sitzung bewusst, wie sie sich damals fragte, wie das sein könne, denn sie liebt ihn ja. Um diesen inneren Konflikt aufzulösen fand sie eine Erklärung für sich: Ich bin falsch. Diese Überzeugung trug sie ihr ganzes Leben lang in sich. Jeder kann sich ausmalen, wie sich das auf das Leben auswirkte und was das mit dem Selbstwert macht. Nach dieser Sitzung änderte sich einiges in ihrem Leben.</p>
<p>Natürlich kann auch abwertendes Verhalten anderer dem Selbstwertgefühl massiv schaden – beispielsweise wenn Eltern ihren Kindern direkt sagen, „du bist doof“, „du kannst nichts“, „stell dich nicht immer so dumm an“ und so weiter. So etwas gibt es leider häufiger, als man vielleicht denkt. Dabei müssen die Eltern das nicht unbedingt aussprechen. Es reicht, dass sie es das Kind indirekt spüren lassen. Es können natürlich auch fremde Personen den Selbstwert eines Menschen stark schädigen, etwa durch Mobbing in der Schule, in der Ausbildung oder im Beruf.</p>
<p>Sehr starke Veränderungen im Leben können den Selbstwert auch vermindern. Jemand findet sich plötzlich in einer Lebenssituation wieder, die fremd ist und in der er sich unsicher fühlt: beispielsweise, wenn sich ein langjähriger Lebenspartner trennt, jemand den Job verliert oder mit seinem Unternehmen scheitert. Aber auch eine Entwicklung in eine positive Richtung kann dies auslösen: wenn jemand ein Unternehmen gründet und plötzlich Chef ist; oder ein beruflicher  Aufstieg, der Aufgaben mit sich bringt, die völlig neu sind. Menschen mit einem stabilen Selbstwert können solche Situationen meist gut bewältigen. Ist es jedoch vorher schon angekratzt, kann es zu Problemen kommen.</p>
<h3>Was tun, wenn Selbstwert fehlt?</h3>
<p>Hier gilt grundsätzlich auch das, was ich schon beim Selbstvertrauen geschrieben habe. Wie wir gesehen haben, geht es um Bindung und um den Platz in der Welt. Wenn die Belastungen und Verletzungen der Vergangenheit auf emotionaler und mentaler Ebene gelöst sind, geht es darum, den eigenen Platz in der Welt zu finden. Und das auf physischer, sozialer und beruflicher Ebene. Der Betroffene sollte eine neue Vision für die Lebensbereiche entwerfen, die aktuell nicht stimmig sind. Die Frage ist: Wie möchte ich leben? Wie möchte ich sein? Mit dieser Ausrichtung ist es leicht, den Weg schrittweise zu gehen. Jeder erreichte Schritt wird das Selbstwertgefühl steigern. Es ist wichtig, sich Hilfe zu nehmen, falls es erforderlich ist.</p>
<p>Zudem ist es notwendig, eine gesunde Bindung zu etablieren. Für das Baby beziehungsweise das Kind ist die Bindung zu den Eltern existentiell. Es ist abhängig von Versorgung und Zuneigung. Erfährt es in diesem Bereich einen Mangel, so prägt dieser sich ein und bleibt bestehen, bis diese Erfahrung in einem bewussten Prozess bearbeitet wird. Die Schmerzen der Zurückweisung müssen geheilt werden. Der Erwachsene muss erkennen, dass er nicht mehr abhängig ist, dass er das Potential hat für sich selbst zu sorgen und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Lösung ist eine Bindung zu sich selbst, zur Welt und zur Gegenwart.</p>
<h3>Selbstbewusstsein</h3>
<p>Das Selbstbewusstsein spiegelt wider, wie bewusst du dir deiner selbst bist. Das bedeutet: wie gut du mit dir selbst in Verbindung bist; mit deinem Körper, deinen Empfindungen, Gefühlen und Bedürfnissen. Du magst jetzt denken: „Natürlich nehme ich mich wahr.“ Doch es gibt in der Selbstwahrnehmung starke Abstufungen. Ich habe nicht selten Klienten in der Therapie, die fast vollständig in Ihrem Kopf leben. Sie sind oft in mentalen Konstruktionen gefangen und empfinden fast alle ihre Gefühle im Kopf. Vom Hals abwärts findet kaum ein Gespür für innere Vorgänge statt. Die meisten unserer Gefühle und Empfindungen finden jedoch im Körper statt.</p>
<p>Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein führen ein bewusstes Leben. Sie tun in irgendeiner Weise etwas für ihren Körper. Sie treiben Sport oder machen Körperarbeit, wie Tai Chi oder Yoga. Sie vergiften sich nicht mit Zigaretten, Alkohol, Drogen oder ungesunder Nahrung, denn ihr Körperbewusstsein macht ihnen dies unmöglich. Sie nehmen sich selbst an und akzeptieren sich, wie sie sind. Sie führen ein selbstverantwortliches Leben, was heißt, dass sie nicht andere oder das System für ein mögliches Unglück beschuldigen. Sie wissen, was sie wollen, und können sich gut gegen andere abgrenzen. Sie sind selbstbestimmt und sorgen für ihre persönliche Integrität. Ihr Reden und Handeln ist in Übereinstimmung mit ihren Werten.</p>
<h3>Wenn Selbstbewusstsein fehlt</h3>
<p>Menschen mit geringem Selbstbewusstsein haben einen eingeschränkten Zugang zu ihren Empfindungen, Gefühlen und Bedürfnissen. Sie bewohnen ihren Körper nur eingeschränkt und sind unzureichend mit ihm verbunden. Beobachte einmal, wie Menschen gehen. Machen sie fließende Bewegungen, und der ganze Körper schwingt natürlich mit, oder wanken sie von einem Bein auf das andere? Haben sie eine lebendige Ausstrahlung, oder wirken sie erstarrt? Was meinst du, wie sie mit ihrem Körper umgehen? Wirkt er gepflegt oder eher vernachlässigt?</p>
<p>Selbstschädigendes Verhalten kann nur bei mangelndem Selbstbewusstsein auftreten. Rauchen lässt sich nur ertragen, wenn derjenige nicht fühlt, was er tut. Das gleiche gilt für übermäßiges Essen oder den Konsum von Drogen. Nur wer sich nicht fühlt, kann mehr essen als bis zur Sättigung oder weit über den Appetit hinaus. Die Wahrnehmung ist zu einem gewissen Grad vom Körper abgespalten, und es wird in vielerlei Hinsicht möglich, über die eigenen Grenzen zu gehen.</p>
<p>Das Empfinden der eigenen Bedürfnisse ist eingeschränkt. Daher weiß die oder der Betroffene gar nicht genau, was er will. Er wird leicht zum Spielball äußerer Einflüsse und wird manipulierbar. Diese Menschen fallen leichter auf einen Betrug hinein oder lassen sich zu etwas überreden, was sie eigentlich gar nicht wollten. Es ist natürlich auch schwer, einen passenden Lebenspartner zu finden, wer nicht empfunden werden kann, wer der oder die „Richtige“ ist. Wer sich selbst nicht fühlt, kann andere nicht fühlen, und ihm stehen bei der Entscheidung nur Äußerlichkeiten zur Verfügung. Und die können bekanntlich trügen.</p>
<p>Manche Menschen leben so sehr in ihrem Kopf, abgetrennt vom Körper und ihren Gefühlen, dass sie nur noch in mentalen Konstruktionen leben. Ihr Weltbild weicht so sehr von der Realität ab, dass sie ständig im Konflikt mit ihr leben. Sie können andere Menschen nicht verstehen und sind nicht in der Lage, sich in sie hineinzuversetzen. Diejenigen, die von ihren eigenen Vorstellungen abweichen, werden verurteilt und abgewertet. Dies ist beispielweise der Fall bei Menschen, die sehr stark von einer Ideologie oder Religion indoktriniert sind.</p>
<p>Diese mentale Konstruktion kann sich auch in einer starken beruflichen Identifikation äußern. Solche Menschen leben hauptsächlich ihre professionelle Funktion. Da sie sich als lebendiges Wesen kaum mehr wahrnehmen, haben sie sich in diese Identität geflüchtet. Sie sind der Anwalt, der Arzt, der Intellektuelle oder Nerd ­ und sonst nichts. Auch im Privatleben sprechen und handeln sie oft wie in ihrem Beruf. Sie erfahren aufgrund ihrer Rolle einige Bewunderung, aber zufrieden sind sie häufig nicht. Oft empfinden sie eine innere Leere und Unsicherheit, die zu einer Krise führen kann. Einigen meiner Klienten ist es so ergangen.</p>
<p>Diese mangelnde Verbindung zu sich selbst, zu anderen und zur Welt ist in der Regel die Grundlage für viele Ängste und Zwänge, denn es stellt sich das Gefühl eines Kontrollverlustes ein. Wer nicht oder kaum fühlt, also keine innere Verbindung hat, kann den Eindruck bekommen, dass er keine Kontrolle hat. Es gibt Dinge, die sich seinem Einfluss entziehen und die ihn überraschen oder überwältigen können. So entsteht Angst.</p>
<p>Ein Zwang dient dazu, die vermeintlich verlorene Kontrolle wiederzuerlangen. Eine Handlung wird so oft wiederholt, bis sie gefühlt wird. Es wird an der Tür gerüttelt, bis sich die Gewissheit einstellt, dass sie zu ist. Etwas wird so lange geputzt, bis sich das Gefühl einstellt, es ist sauber. Zwangsgedanken haben oft einen aggressiven Inhalt oder drehen sich darum, dass etwas Schlimmes verhindert werden soll: „Wenn ich dies nicht tue, dass passiert jenes.“ Daraus resultieren wiederum Zwangshandlungen, die die Kontrolle wieder herstellen sollen.</p>
<p>Wer sich nicht fühlt, hat in der Regel Probleme sich zu entscheiden. Wir können eine Entscheidung nur dann als gefällt wahrnehmen, wenn wir sie fühlen und zu ihr stehen können. Sie muss sich richtig anfühlen. Das ist meist wichtiger als das vernünftige Abwägen der Fakten. Es gibt also viele gute Gründe, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.</p>
<h3>Was ist geschehen, wenn Selbstbewusstsein fehlt?</h3>
<p>Die Wurzeln des mangelnden Selbstbewusstseins gehen fast immer bis in die Kindheit zurück. Das Kind wuchs in einer Umgebung auf, in dem seine Wahrnehmung, Gefühle und Bedürfnisse in Frage gestellt wurden. Dadurch erlebte es einen inneren Konflikt. Kinder sehen die Erwachsenen als absolute Autorität an, weil sie ja in jeder Beziehung von ihnen abhängig sind. Zuneigung von den Eltern zu bekommen ist für sie existenziell wichtig. Kommen nun von den Erwachsenen Aufforderungen, Erwartungen, Feststellungen oder Bemerkungen, die dem eigenen Erleben des Kindes widersprechen, erlebt es einen Konflikt.</p>
<p>Beispiel: Das Kind ist gestürzt und hat sich das Knie aufgeschlagen, was natürlich weh tut. Der Vater sagt: „Och, das ist nicht schlimm.“ Er sagt das vielleicht mit der guten Absicht, es zu beruhigen. Nun hat das Kind einen Konflikt, denn es erlebt etwas völlig anderes, nämlich einen großen Schmerz, der ihm vielleicht auch Angst macht. Da es aber mehr dem Vater glaubt als sich selbst, unterdrückt es den Schmerz und trennt sich von ihm ab, weil  es annimmt, dass seine Wahrnehmung falsch ist.</p>
<p>Wenn die Erwachsenen dem Kind immer wieder sagen, was es tun, fühlen, denken oder empfinden soll, oder sie es nicht annehmen, wie es ist, versucht das Kind, eine Lösung für seine erlebten Konflikte zu finden. Es passt sich an. Das haben wir alle erlebt. Wir alle haben Einflussnahme auf unser inneres Erleben erfahren und wurden dazu gebracht, Dinge zu tun, die wir nicht tun wollten. Uns wurde beigebracht, was gesellschaftlich erwartet wird oder welches Verhalten richtig ist. Mittlerweile sind wir daran gewöhnt, denn wir haben uns angepasst und im Rückblick erscheint das nicht so dramatisch. Doch für das Kind sind dies massive Eingriffe. Es erlebt in diesem Moment große Enttäuschung, Zurückweisung, Verletzung oder Schmerz.</p>
<p>Um diese Anpassungsleistung zu erbringen, war es notwendig, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse hintenanzustellen oder gar ganz zu verleugnen. Der Grad der Anpassung ist natürlich individuell unterschiedlich. Er kann jedoch bis zur vollständigen Dissoziation gehen: Das heißt, der Mensch hat kaum mehr Verbindung mit sich selbst. Die Selbstwahrnehmung ist massiv eingeschränkt. Er ist tief verletzt. Um diesen Schmerz nicht zu fühlen, hat er sich völlig von sich selbst abgespalten. Er verharrt sein Leben lang in einem Alarmzustand, aus dem er nicht zurückfindet. Emotionaler oder körperlicher Missbrauch etwa kann dies auslösen. Dysfunktionale Eltern geben ihre ungelösten Verletzungen an ihre Kinder weiter.</p>
<h3>Was tun, wenn Selbstbewusstsein fehlt?</h3>
<p>Fast alle Probleme, mit denen meine Klienten in die Sitzungen kommen, haben ihre Wurzeln in der Vergangenheit und haben mit der Anpassung an die Umgebung ihrer Kindheit zu tun. Natürlich sind es nicht immer nur die Eltern, die Fehler gemacht haben. Auch beispielsweise Verwandte, Spielkameraden, Mitschüler oder Lehrer können große Verletzungen durch ihr Verhalten auslösen. Meistens geschieht dies ja nicht böswillig, manchmal unüberlegt, oft sogar in bester Absicht. Wir leben nicht in einer idealen Welt mit idealen Menschen. Bis zu einem gewissen Maß hinterlassen solche Erfahrungen keine bleibenden Schäden.</p>
<p>Wird dieses individuell unterschiedliche Maß jedoch überschritten, wird dies meist spätestens im Erwachsenenalter spürbar, indem sich unerwünschte und einschränkende innere Zustände einstellen. Dies können in verschiedenen Graden auftretende Ängste, Depressionen, Zwänge oder Süchte sein. Oder einfach ein diffuses Unwohlsein, eine Krise oder eine innere Leere. Solltest du so etwas bei dir bemerken, ist es nicht sinnvoll, die Schuld bei anderen zu suchen und sich darauf auszuruhen, eine schwere Kindheit gehabt zu haben. Jetzt ist es wichtig, Verantwortung für diese inneren Zustände zu übernehmen und sich Hilfe zu suchen.</p>
<p>In der Therapie werden die ersten Schritte sein, die alten Verletzungen zu heilen. Es sollte auf eine Weise geschehen, dass die Ereignisse erinnert werden können, ohne dass dies schmerzt oder unangenehme Gefühle erzeugt. Diese Gefühle gehören in die Vergangenheit und brauchen in der Gegenwart nicht immer wieder aktiviert zu werden. So wird es immer leichter, mit seiner Selbstwahrnehmung in den Körper zurück zu kommen und seine tatsächlichen, aktuellen Gefühle und Bedürfnisse zu fühlen. Das Körperbewusstsein nimmt zu, bis es sich gut anfühlt, mit sich selbst in Verbindung zu sein und die eigene Lebendigkeit zu fühlen. Sport und Körperübungen können diesen Prozess unterstützen.</p>
<h3>Stimmigkeit erleben</h3>
<p>Du kannst selbst definieren, wer du sein willst, was du erleben und fühlen möchtest. Die Zeit, in der du von anderen abhängig bis, ist vorbei. Schüttelst du die Stimmen und Erfahrungen der Vergangenheit ab und kommst in der Gegenwart an, erfährst du Stimmigkeit mit dir selbst und der Welt. Wenn Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein im Innern verwirklicht sind, können sie auch im Außen erfahren werden. Das Vertrauen in andere Menschen und die Welt kehrt zurück. Du erfährst den Wert des Lebens und kannst dich von ihm berühren lassen. Die Zweifel nehmen ab und die Selbstbestimmung zu. Mit dem Selbstbewusstsein nimmt dein Bewusstsein für alles um dich herum zu, und du kannst wahrnehmen, was tatsächlich ist. Damit öffnet sich ein Raum, der sich mit, wie ich es nenne, grundloser Daseinsfreude füllen kann.</p>
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		<title>Zu fühlen, bedeutet lebendig zu sein</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/zu-fuehlen-bedeutet-lebendig-zu-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 14:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Lebendigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserem Kulturkreis war es schon immer angesagt, toll, erfolgreich, glücklich, hipp, besonders oder strahlend zu sein. Damit können sich die meisten ganz gut identifizieren. Schwächen, Rückschläge und sogenannte schlechte Gefühle werden besser gemieden. Es wird nicht über sie geredet, sie werden nicht gezeigt und sind ziemlich uncool. So haben wir fast alle eine Vorstellung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserem Kulturkreis war es schon immer angesagt, toll, erfolgreich, glücklich, hipp, besonders oder strahlend zu sein. Damit können sich die meisten ganz gut identifizieren. Schwächen, Rückschläge und sogenannte schlechte Gefühle werden besser gemieden. Es wird nicht über sie geredet, sie werden nicht gezeigt und sind ziemlich uncool.</p>
<p>So haben wir fast alle eine Vorstellung davon im Kopf, wie wir sein sollen. Wir vergleichen uns mit Idolen und anderen Menschen, die wir bewundern oder die uns gefallen. Und ziehen natürlich den Kürzeren, denn deren Schattenseiten sehen wir nicht. Entweder, weil wir sie nicht sehen wollen oder weil uns eine unechte Identität vorgespielt wird. Umso krasser erscheinen uns unsere eigenen Mängel und Defizite und wir bemühen uns noch mehr gut dazustehen.</p>
<h3>„Negative“ Gefühle werden gemieden</h3>
<p>Dazu gehört es, die Gefühle zu unterdrücken, die unserem Selbstbild nicht entsprechen. Das ist eine tückische Falle, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu heftigen inneren Problemen führen wird. Depressionen, Ängste, Zwänge und Süchte sich dabei die üblichen Folgen, die auch in weniger ausgeprägter Form das Leben ziemlich vermiesen können.</p>
<p>Fast alle negativ empfundenen inneren Zustände sind darauf zurückzuführen, dass unverarbeitete Gefühle aus der Vergangenheit immer noch ihr Unwesen im Innern treiben. Sie sind noch im System enthalten und fordern ihre Aufmerksamkeit, denn sie möchten integriert und geheilt werden. Das aktuell erlebte Gefühl ist dabei nicht das eigentliche Problem. Er ist lediglich die Warnlampe, die uns darauf hinweist, dass tiefer in uns etwas nicht stimmt.</p>
<h3>Wozu sind Gefühle da?</h3>
<p>Unsere Gefühle bilden ein inneres Informationssystem. Sie wollen nur gefühlt werden. Sie sind nicht gefährlich. Sie haben keine Macht aus sich selbst heraus. Sie haben nur die Bedeutung, die du ihnen gibst. Das gilt für alle Gefühle. Unsere Bewertungen auf die Gefühle haben oft mehr Einfluss auf uns, als das Gefühl selbst. Bewertest du es negativ, als unangemessen oder deinem Alter nicht entsprechend, wirst du es nicht fühlen wollen und Widerstand dagegen haben. Bewertest du es positiv, kann es passieren, dass du diesem Gefühl hinterher rennst, wie einer Droge. Du tust alles dafür, um es immer und immer wieder zu erleben, für einen kurzen Kick.</p>
<p>Gefühle zeigen uns an, dass unser Erleben von unseren Konzepten, Erwartungen und Wünschen abweicht. Es gibt eine Spannung zwischen Innen- und Außenwelt. Das Gefühl hat die Aufgabe, diese abzubauen. Wir bekommen eine schlechte Nachricht und werden traurig oder wütend oder beides. Wir bekommen eine gute Nachricht und freuen uns. In beiden Fällen dienen die Gefühle dazu, das Erlebnis zu integrieren. Was heißt, dass unser System lernt, mit dem Ereignis umzugehen und Frieden damit zu schließen. Das ist alles.</p>
<h3>Innerer Frieden ist das Ziel</h3>
<p>Im innersten Wesen wollen wir nicht glücklich und erfolgreich sein oder ständig etwas Aufregendes erleben. Das sind Lifestyle-Ansichten einer Plastikwelt, die den schönen Schein waren will. In Frieden und Einklang zu leben, ist was wir tatsächlich wollen. Dazu reicht es, einfach zu sein und in der Gegenwart verankert zu leben.</p>
<p>Unser Gehirn unterstützt uns darin. Fühlen wir die sogenannten negativen Gefühle ohne Widerstand, verschwinden sie fast so schnell, wie sie gekommen sind. Das Ereignis ist integriert. Anderenfalls bleiben sie im eigenen System, bis wir bereit sind, sie zu fühlen. Dieses Ansammeln kann eine ganze Zeit lang gut gehen, bis es zu viel wird. Wir werden unruhig, bekommen Angst, fühlen uns niedergeschlagen, haben keine Motivation mehr und alles scheint hoffnungslos, wir entwickeln zwanghaftes Verhalten oder wir denken, trinken oder essen mehr, als wir wollen und so weiter.</p>
<h3>Zu fühlen heißt zu heilen</h3>
<p>Doch soweit muss es nicht kommen. Es folgen zwei Vorschläge für Übungen, die dir helfen können, wieder zu dir und deinen Gefühlen zurück zu kommen und innere Stimmigkeit zu erreichen.</p>
<h3>1. Sich selbst fühlen</h3>
<p>Dies ist eine sehr simple Übung, die aber sehr wirkungsvoll ist. Suche dir einen bequemen Platz, an dem du ungestört sitzen kannst. Schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Nimm deine Gefühle und Empfindungen wahr. Wähle das stärkste Gefühl aus und lokalisiere es in deinem Körper. Fühle seine Ausdehnung und den Raum, den es einnimmt. Sei dieses Gefühl, indem du mit deiner Aufmerksamkeit in diesem Raum hinein gehst. Fühle und erlebe es. Drücke es gegebenenfalls aus. Du wirst merken, dass es sich immer weiter abschwächt. Wenn es sich aufgelöst hat oder für dich okay ist, gehe zum nächsten Gefühl.</p>
<p>Mache das so lange, bis du dich gut fühlst. Sinnvoll ist es, dies als tägliche Routine anzuwenden. Auch wenn es dir nicht schlecht geht. Damit bleibst du in guter Verbindung mit dir selbst, stabilisierst deine Innenwelt und es fällt dir leicht auf deine Gefühle und Bedürfnisse zu hören. Auf diese Weise werden einige Probleme verschwinden, mit denen du zu tun hast. Funktioniert dies bei bestimmten Gefühlen oder Empfindungen nicht, bist du wahrscheinlich auf ein komplexeres Muster gestoßen, das deiner Vergangenheit entstammt und sich hartnäckig in deinem System verankert hat. Hier kann eine tiefere Betrachtung in einer Therapie hilfreich sein.</p>
<h3>2. Mit anderen reden</h3>
<p>Es scheint so banal und ist doch so selten: Setze dich mit vertrauten Menschen zusammen und sprecht gemeinsam über eure Gefühle. Das kann beispielsweise deine Partnerin oder dein Partner sein, eine gute Freundin oder Freund, aber natürlich auch eine Gruppe. Trefft euch ganz absichtlich nur zu diesem Zweck. Alle Beteiligten bekommen in etwa die gleiche Redezeit. Wer spricht, hat das Wort. Die anderen hören wertschätzend zu. Verständnisfragen sind erlaubt, Kommentare, Tipps oder Belehrungen nicht.</p>
<p>Sprich über das, was dich bewegt, belastet oder was dir wichtig ist. Sprich über dich und nicht über andere. Erlaube dir deine Gefühle zuzulassen, wenn sie auftauchen. Es ist gut, dass die Gefühle herauskommen. Es muss nichts mit ihnen getan werden, als sie zu fühlen. Sie brauchen nur Raum. Sollte jemand Probleme mit deinen Gefühlen haben, ist das ein Zeichen dafür, dass er selbst unerlöste Gefühle in sich trägt. Und genau das ist der Vorteil, wenn man dies mit anderen zusammen macht: Jeder profitiert davon und kann in sich selbst finden, wo er/sie allein nicht heran kommen wäre. So wird der Heilungsprozess vom jeweils anderen katalysiert. Gerade in Beziehungen können solche Gespräche zu mehr Tiefe und Verbundenheit führen.</p>
<p>Gefühle bedeuten Lebendigkeit. Egal, ob es sogenannte positive oder negative Gefühle sind. Sie zu unterdrücken (bewusst oder unbewusst) bedeutet, die eigene Lebendigkeit zu unterdrücken und die Vollständigkeit des eigenen Wesens einzuschränken.</p>
<p>Mit herzlichem Gruß<br />
Ulrich Heister</p>
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		<title>Psychotherapie ist im Grunde simpel</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/psychotherapie-ist-im-grunde-simpel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 17:31:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Einklang]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl. Verstand]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung]]></category>
		<category><![CDATA[Hypnosetherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum sind wir, wie wir sind? Wir sind die Abbilder unserer Erlebnisse und Erfahrungen. Alle Menschen tragen Persönlichkeitsmuster in sich, die ihre Vergangenheit widerspiegeln. Manche dieser Muster sind unterstützend und helfen uns im Leben, andere sind störend und schränken unsere Lebensqualität ein, manchmal massiv. Darum geht es in der Psychotherapie: Diese Muster zu identifizieren und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sind wir, wie wir sind? Wir sind die Abbilder unserer Erlebnisse und Erfahrungen. Alle Menschen tragen Persönlichkeitsmuster in sich, die ihre Vergangenheit widerspiegeln. Manche dieser Muster sind unterstützend und helfen uns im Leben, andere sind störend und schränken unsere Lebensqualität ein, manchmal massiv. Darum geht es in der Psychotherapie: Diese Muster zu identifizieren und aufzulösen. Dazu ist es nicht nötig, wie viele meinen, eine ewig lange und langweilige Therapie zu machen. Psychotherapie kann für alle Menschen eine große Hilfe sein. Dazu muss man nicht psychisch krank sein. Diese Annahme ist leider weit verbreitet.</p>
<p>Ich setzte in meiner Praxis Methoden ein, mit denen spezielle Ängste, zum Beispiel vor dem Fliegen, vor Spritzen, engen Räumen oder bestimmten Tieren in ein bis drei Sitzungen beseitigt werden können. Das habe ich bereits oft erlebt. Aber das ist natürlich nicht immer so. Viele innere Zustände sind aufwendiger zu therapieren. Doch grundsätzlich können fast alle unerwünschten inneren Zustände geheilt oder wenigstens gelindert werden. Wie funktioniert das?</p>
<h3>Gefühle werden nicht über den Verstand geheilt</h3>
<p>Alle inneren Probleme werden letztlich über Gefühle wahrgenommen. Der Betroffene fühlt sich nicht gut, niedergeschlagen, aufbrausend, hat Angst, ist nicht motiviert und so weiter. Bei Depressionen und Ängsten ist das offensichtlich. Bei Zwängen und Süchten weniger. Doch auch sie dienen letztlich dazu, bestimmte Gefühle zu erzeugen.</p>
<p>Daher muss auf der Ebene der Gefühle gearbeitet werden. Der Verstand richtet hier meist wenig aus. Gespräche können zwar helfen, doch sie lösen das Problem meistens nicht. Oft höre ich von Klienten, dass sie über Jahre in der Therapie über sich und ihr Leben gesprochen haben, es aber letztlich keine deutliche positive Veränderung bewirkt hat. Auch Empfehlungen, Ratschläge oder Verhaltensanweisungen nutzen hier in der Regel nichts. Das liegt an der Arbeitsweise unseres Gehirns.</p>
<h3>Unser Gehirn bestimmt, was wir fühlen</h3>
<p>Das limbische System im Gehirn ist die Zentrale für unsere Gefühle. Von hier aus gelangen die Signale in unsere Großhirnrinde. Dadurch werden sie uns bewusst. Die emotionalen Prozesse im limbischen System basieren auf Programmen, die wir im Laufe des Lebens aufgrund von Lernprozessen entwickelt haben. Die Abläufe dort sind in der Regel unbewusst. Unterschwellig ist dieses System aktiver, als wir es mitbekommen. Nur die als wichtig beurteilten Gefühle werden an unser Bewusstsein weitergeleitet. Sie scheinen plötzlich da zu sein, oft wissen wir nicht, wo sie herkommen.</p>
<p>Wir können mit unseren Gedanken Gefühle erzeugen. Denke an etwas trauriges und du wirst traurig. Denke an etwas Schönes und es breitet sich Freude in dir aus. Auf die emotionalen Programme im limbischen System einzuwirken, ist über Gedanken jedoch nicht so leicht möglich. Daher ist das Reden über Probleme oder sind Ratschläge, Anweisungen oder Tipps nicht dauerhaft hilfreich. Änderungen der tieferliegenden Muster sind aber mit geeigneten psychotherapeutischen Methoden möglich. Dabei wird die Neuroplatizität ausgenutzt. Das heißt, neurologische Verbindungen, beziehungsweise synaptische Verbindungen in den Netzwerken des Gehirns werden geändert. Die Hypnosetherapie ist dazu sehr geeignet.</p>
<h3>Wie Psychotherapie wirkt</h3>
<p>Es ist möglich, schmerzhafte Erfahrungen und Erinnerungen emotional zu entladen, sodass sie erinnert werden ohne wehzutun. Sie werden neutral und beeinflussen unser Leben in der Gegenwart nicht mehr. So lassen sich Depressionen behandeln, denn sie stammen meistens einem übermäßigem Grübeln. Schlechte, schmerzhafte Erinnerungen werden dabei mehr oder weniger bewusst wiederholt und in die Gegenwart gebracht. Wird der erinnerte Schmerz integriert und das Gedankenkreisen beendet, endet auch die Depression.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit Ängsten. Hier werden in der Regel schmerzhalte Erinnerungen oder Erlebnisse in die Zukunft projiziert. Dadurch wird meist vergeblich versucht, die zukünftige Situation zu kontrollieren, um zu vermeiden, dass sich die verletzenden Erlebnisse wiederholen und die unerwünschten Gefühle wieder auftreten. Dieser Kontrollversuch automatisiert sich und Ängste treten scheinbar unvermittelt auf. Werden auch hier die ursprünglichen schmerzhaften Erlebnisse integriert, müssen sie nicht mehr kontrolliert werden. Das Leben entspannt sich.</p>
<h3>Fast alle Menschen leiden an ihrer Vergangenheit</h3>
<p>Fast alle Menschen leben in einem ständigen Stresszustand, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat. Sie sind nur oft so sehr daran gewöhnt, dass sie es erst merken, wenn Depressionen, Ängste, Zwänge, Süchte oder andere Probleme auftreten. Oft tragen viele noch die Eltern als innere Stimmen mit sich herum, die ihnen Anweisungen geben oder ihr Verhalten steuern. Oder bestimmte Ereignisse lösen einen Schmerz oder ein Gefühl aus, die mit der unmittelbaren Situation nichts zu tun haben. Das liegt meist an Mustern, die aus der Vergangenheit stammen.</p>
<p>Überzeugungen, Bewertungen, Haltungen und Verhaltensweisen die früher einmal als Lösung für bestimmte innere Konflikte gebildet wurden und heute nicht mehr in das gegenwärtige Leben passen, machen einem das Leben schwer oder unerträglich. Menschen machen Karrieren, die sie mehr belasten, als dass sie sie wirklich wollen, weil sie meinen, ihren Eltern oder sonst wem etwas beweisen zu müssen. Das zur Sucht gewordene Vergleichen mit anderen, das aus dem tiefen Gefühl kommt, nicht genügend zu sein, führt zu permanentem Leid. Es resultiert aus dem Mangelgefühl, nicht ausreichend akzeptiert und geliebt zu werden. Und so weiter.</p>
<h3>Psychotherapie ist eigentlich einfach</h3>
<p>An diesen Beispielen wird deutlich, wie ein wirkungsvolle Psychotherapie grundsätzlich funktioniert: Es geht darum, den inneren Frieden mit sich selbst, anderen Menschen und der Welt wieder herzustellen. Es wird die innere Stimmigkeit und das Vertrauen in sich selbst, mit den Herausforderungen des Lebens fertig zu werden, wieder hergestellt.</p>
<p>Dazu brauchen nur die belastenden Gefühle, Erlebnisse und Muster aus der Vergangenheit geheilt zu werden. Tatsächlich sind sie ja längst vorbei. Es geht darum, diesen alten Mustern die Macht über die Gegenwart zu nehmen. Das klingt viel aufwändiger, als es tatsächlich ist. Und es ist wesentlich weniger schmerzhaft, als viele glauben. Und du hast dein ganzes Leben lang etwas davon!</p>
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		<item>
		<title>Gegenwärtigkeit ist dein Reset-Knopf</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/gegenwaertigkeit-ist-dein-reset-knopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2019 05:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenkreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwärtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Übung]]></category>
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					<description><![CDATA[Du kennst das: Die Gedanken kreisen und du kommst innerlich nicht zur Ruhe oder du bist emotional aufgewühlt und weißt nicht, wie du da herauskommen sollst. Du wünschst dir einen Reset-Knopf, den du einfach nur zu drücken brauchst, um wieder zu dir selbst zu kommen und deinen inneren Frieden wieder herzustellen. In diesem Newsletter zeige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Du kennst das: Die Gedanken kreisen und du kommst innerlich nicht zur Ruhe oder du bist emotional aufgewühlt und weißt nicht, wie du da herauskommen sollst. Du wünschst dir einen Reset-Knopf, den du einfach nur zu drücken brauchst, um wieder zu dir selbst zu kommen und deinen inneren Frieden wieder herzustellen. In diesem Newsletter zeige ich dir eine einfache Übung, mit der du das erreichen kannst.</p>
<h3>Gedanken an die Vergangenheit oder die Zukunft sind das Problem</h3>
<p>Menschen mit depressiven Neigungen sind mit ihrer Aufmerksamkeit sehr bei vergangenen Ereignissen, die emotional stark aufgeladen sind. Sie „hängen“ an diesen negativen Erfahrungen und übertragen deren Qualitäten in die Gegenwart, die eigentlich keinen Anlass zur Depression gibt. Meist sind die Erfahrungen derart, dass die Betroffenen sich in der Vergangenheit nicht mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen angenommen fühlten. Sie durften nicht so sein, wie sie sind und lernten daher ihre Gefühle zu unterdrücken und sich den Erwartungen anzupassen. Dieses Verhalten ist zu einer Angewohnheit geworden, die man übrigens recht leicht auflösen kann.</p>
<p>Ängstliche Menschen nehmen negative Erfahrungen aus der Vergangenheit und projizieren sie in die Zukunft oder Gegenwart. Sie hatten in der Vergangenheit Erlebnisse, die von zum Beispiel Überforderung, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Demütigung gezeichnet waren oder in denen sie das Gefühl hatten, die Kontrolle verloren zu haben. Das möchten sie, verständlicherweise nie wieder erleben. Deswegen sind sie in der Gegenwart ständig in Alarmbereitschaft oder malen sich aus, wie die Zukunft wohl werden wird, um sich davor zu schützen, solche verletzenden Erfahrungen erneut zu machen. Grundsätzlich können derartige Verhaltensprogramme auch sehr gut bearbeitet und die Angst überwunden werden.</p>
<h3>Der Zeitfaktor</h3>
<p>Du merkst, es ist erheblich, worauf unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist. Der Zeitpunkt mit dem du dich identifizierst, ist ein wichtiger Faktor, der Einfluss auf dein Wohlgefühl hat. Ganz grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei einem immer wiederkehrenden Unwohlsein sich die Aufmerksamkeit mit anderen Dingen, als der Gegenwart befasst. Dies geschieht bewusst oder unbewusst. Wir alle tragen Erfahrungen, Konditionierungen, Überzeugungen, Bewertungen und Konzepte mit uns herum, die uns nicht gut tun. Und diese Muster werden meist dann aktiviert, wenn wir gestresst sind, im Ungleichgewicht sind oder uns geschwächt fühlen.</p>
<p>Im Moment des mentalen und emotionalen Aufruhrs werden diese Verhaltensmuster aktiv und trennen uns von dem ab, was gerade tatsächlich ist. Also vom unmittelbaren Erleben, denn die Muster entstanden in der Vergangenheit und waren einmal Lösungen für Probleme, die mit dem aktuellen Erleben nichts mehr zu tun haben. Diese anachronistischen Verhaltensprogramme binden uns an die Vergangenheit.</p>
<p>Die allermeisten Leiden der Menschen spielen sich in ihrem Gehirn ab. Dies ist so sehr mit sich selbst beschäftigt und mit seinen antrainierten Mustern, dass es nicht mitbekommt, was tatsächlich ist. In der Hirnforschung wird dies als Selbstreferentialität bezeichnet. Wir beziehen uns immer wieder auf diese im Nervensystem gespeicherten Erfahrungen, bis sie so etwas wie ein Eigenleben entwickeln. Dabei schmoren wir sozusagen im eigenen Saft. Haben wir eine Chance da heraus zu kommen? Ja, und das ist gar nicht so schwer. Dazu brauchen wir nur ohne viel zu denken in der Gegenwart zu sein. Dann geht es uns gut. So simpel ist das.</p>
<h3>Gegenwärtigkeit ist der Schlüssel</h3>
<p>Wie ist es nun möglich, diesem Automatismus zu entkommen? Wir müssen unser Gehirn beruhigen. Das ist eigentlich ganz einfach. Wir brauchen nur mit unserer Aufmerksamkeit in die Gegenwart zu kommen. Und das gelingt uns leicht, indem wir unsere Sinne benutzen.</p>
<p>Die folgende Übung reicht alleine bei Depressionen oder Angststörungen wahrscheinlich nicht aus, um sie völlig zu überwinden, sie kann aber lindernd wirken. Solltest du bemerken, dass du mit der Übung nicht zur Ruhe kommst, melde dich bei mir. Starke automatisierte Muster können in einer Therapie gut behandelt werden.</p>
<p>Die Übung ermöglicht geistige Autonomie und hilft dir klar zu sehen, zu denken und zu fühlen. Sie führt dich zu dem, was unmittelbar ist, jenseits deiner Denk- und Verhaltensmuster. Es kann sein, dass du eine gewisse Dauer mit ihr üben musst. Mit der Zeit wirst du ihre Wirkung immer leichter erreichen. Und sie ermöglicht dir, dich schnell in einen Zustand des Wohlgefühls zu bringen. Das Denken wird still und dein Empfinden unmittelbarer.</p>
<h3>Anleitung zur Übung</h3>
<p>Suche dir einen ruhigen Platz, an dem du dich ungestört hinsetzen kannst. Die Fingerspitzen deiner Zeigefinger berühren irgendwo deine Oberschenkel, wo es bequem für dich ist. Die Berührung ist leicht und ohne Druck. Die übrigen Finger sollten keinen Kontakt haben. Lege deine Arme so ab, dass sie entspannen können. Nun schließe die Augen.</p>
<p>Gehe nun mit deiner Aufmerksamkeit in die Kontaktstelle des eines Zeigefingers zu deinem Oberschenkel. Fühle diese Kontaktstelle. Fühle, was du dort fühlst. Dies kann Wärme sein, Kälte, ein Kribbeln, Pulsieren, Fließen, Verbindung, die Textur des Stoffes oder anderes. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit ausschließlich dort. Fühle. Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift, gehe wieder zurück zur Kontaktstelle. Mache das für einige Minuten.</p>
<p>Nun mache das gleiche mit der Kontaktstelle des anderen Zeigefingers. Wenn einige Minuten vorbei sind, gehe mit deiner Aufmerksamkeit in beiden Kontaktstellen gleichzeitig. Dies ist die eigentliche Übung. Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift, gehe wieder zurück zu den beiden Kontaktstellen.</p>
<p>Wenn du das einige Zeit lang machst, stellst du fest, dass dein Kopf ruhiger wird, dass sich emotionale Wellen legen und sich ein gutes Gefühl einstellt. Wenn das gute Gefühl da ist, halte deine Aufmerksamkeit bei dem guten Gefühl und den beiden Kontaktstellen gleichzeitig.</p>
<p>Wenn du möchtest, und deine störenden Gedanken und Gefühle immer noch da sind, Fühle die Kontaktstellen, das gute Gefühl und nimm die Gefühle und Gedanken ohne Widerstand wahr. Du wirst feststellen, dass sich das Gedankenkreisen und die Gefühle in dem guten Gefühl auflösen.</p>
<p>Anfangs kann das schwierig sein. Die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit zu steuern, muss trainiert werden. Diese Übung solltest du mehrmals am Tag machen. Mit der Zeit werden sich der ruhige Zustand und das gute Gefühl immer leichter und schneller einstellen. Dieser Zustand wird mehr und mehr zu deiner alltäglichen Natur. Solltest du Fragen zu der Übung haben, antworte einfach auf diesen Newsletter.</p>
<p>Viel Spaß und Erfolg!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Viel mehr Lebensqualität mit Intervallfasten</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/viel-mehr-lebensqualitaet-mit-intervallfasten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2019 15:36:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[abnehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[Intervallfasten: Bringt das eigentlich wirklich so viel, wie oft behauptet wird – und wenn ja was? Ist das für mich machbar? Wie passt das Fasten in den Zweiklang von gesunder Seele und gesundem Körper? – Ein Bericht aus fachlicher Sicht und ganz persönlicher Erfahrung. Neben der Arbeit am Bewusstsein trägt auch die Gesunderhaltung des Körpers [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Intervallfasten: Bringt das eigentlich wirklich so viel, wie oft behauptet wird – und wenn ja was? Ist das für mich machbar? Wie passt das Fasten in den Zweiklang von gesunder Seele und gesundem Körper? – Ein Bericht aus fachlicher Sicht und ganz persönlicher Erfahrung.</p>
<p>Neben der Arbeit am Bewusstsein trägt auch die Gesunderhaltung des Körpers entscheidend zur Lebensqualität bei. Zwei Hauptbereiche spielen hierbei die größte Rolle: Zum einen die Bewegung,  zum anderen die Ernährung. Intervallfasten ist eine sehr wirkungsvolle Methode, die fast ohne Aufwand viel Nutzen für Gesundheit und Fitness bringt, zumal die bisherige Art sich zu ernähren, weitgehend beibehalten werden kann. In diesem Beitrag beleuchte ich nicht nur aus fachlicher Sicht die Vorteile des Intervallfastens, sondern berichte auch ganz persönlich von meinen Erfahrungen damit.</p>
<h3>Bist du wirklich bereit, dich gesund zu erhalten?</h3>
<p>„Natürlich will ich mich gesund erhalten!“ – Das würden wohl die meisten Menschen spontan sagen, aber die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Wer bewusst etwas an der Ernährung ändern will, braucht zunächst natürlich die Bereitschaft, sich gesund erhalten zu wollen. Sehr viele Menschen interessieren sich vordergründig dafür, haben jedoch unbewusste Bewusstseinsmuster, mit denen sie sich selbst schädigen. Wer sich ungesund ernährt, raucht, viel Alkohol trinkt, Drogen nimmt oder sich selbst auf irgendeine andere Art in Gefahr bringt oder vergiftet, braucht sich zunächst um das Intervallfasten noch gar nicht zu kümmern. In solchen Fällen gibt es andere Baustellen, die zuerst bearbeitet werden müssen.</p>
<p>Ein Muster, das ein selbstschädigendes Verhalten hervorruft, könnte zum Beispiel der unbewusste Wunsch nach Selbstbestrafung sein. Ebenso auch ein Gefühl der Minderwertigkeit oder das Empfinden falsch zu sein. Depressionen oder Dissoziation sorgen für eine gedämpfte Selbstwahrnehmung. Für die Betreffenden müssen die Reize stark sein, damit sie tatsächlich wahrgenommen werden können. Manche Menschen verletzen („ritzen“) sich selbst, um überhaupt etwas zu spüren. Doch auch die Neigung zu viel und ungesundem Essen, zu starken Genussmitteln kann die gleiche Ursache haben.</p>
<p>Selbstschädigendes Essverhalten kann aber auch auf einem sehr konservativen Weltbild mit starren Mustern und festen Glaubenssätzen beruhen:  „So essen wir schon immer.“ „Viel Fleisch gehört zum Essen dazu.“ „Ohne ein ordentliches Frühstück kann ich den Tag nicht beginnen.“</p>
<p>Kurz gesagt: Ein unglückliches oder auch unreflektiertes Leben führt in der Regel zu selbstschädigendem Verhalten. Dessen Ursachen sollten zuerst gefunden und behoben sein, bevor es überhaupt wirklich lohnend ist, sich mit Intervallfasten zu befassen. Das bedeutet nicht, dass du nicht sofort damit anfangen kannst, deine Ernährung umzustellen – aber es wird leichter und trägt besser zu deinem guten Lebensgefühl bei, wenn du insgesamt deine Themen klärst.</p>
<h3>Wie das Intervallfasten funktioniert</h3>
<p>Es gibt verschiedene Formen des Intervallfastens, das auch intermittierendes Fasten genannt wird.</p>
<p><strong>Die 5/2-Regel:</strong> Bei dieser Form, wird an zwei Tagen in der Woche (manche nehmen auch jeden zweiten Tag) nicht gegessen, oder es werden maximal 500 Kilokalorien konsumiert.</p>
<p><strong>Die 16/8-Regel:</strong> Hier ist die Zeit der Nahrungsaufnahme an jedem Tag auf maximal acht Stunden begrenzt. 16 Stunden lang wird nichts gegessen. Manche Menschen verkürzen oder verlängern das jeweilige Zeitfenster, essen also in einem kürzeren oder längeren Zeitraum nichts. Ist die Phase ohne Nahrungsaufnahme allerdings zu kurz, kann man nicht mehr vom Fasten sprechen. Allerdings scheint es insgesamt auf jeden Fall gesünder zu sein, zwischen Mahlzeiten längere Esspausen zu machen, als über den ganzen Tag verteilt immer wieder Kleinigkeiten zu essen. Der Magen-Darm-Trakt und der gesamte Organismus brauchen solche deutlichen „Leerzeiten“, um sich zu erholen und zu regenerieren.</p>
<p>Den Beginn und das Ende der Phasen kannst Du selbst festlegen. Die zweite Variante ist auch für Menschen geeignet, die generell gerne mittags und später abends essen möchten. Leichte Abweichungen von der Regelzeit schaden nicht. Das kann man ja an anderen Tagen ausgleichen.</p>
<h3>Wie ich das Intervallfasten praktiziere</h3>
<p>Ich esse in der Regel von 10 bis 18 Uhr. Wenn wir beispielsweise abends eingeladen sind, beginne ich manchmal erst um 12 Uhr und darf bis 20 Uhr etwas essen. Steht früher am Morgen ein wichtiger Termin an, etwa ein  Vortrag, den ich nicht auf nüchternen Magen und mit niedrigem Blutzucker halten will, fange ich früher an und höre früher am Nachmittag auf. Das funktioniert sehr gut. Für mich ist es wichtig, entspannt und flexibel zu bleiben, und mich nicht zum Sklaven eines Essprogramms zu machen. Im Sinne eines gesunden, ausgeglichenen Bewusstseins ist das sogar viel zielführender als die minutengenaue Beachtung.</p>
<p>In meinem Nahrungsaufnahme-Zeitfenster esse ich, was ich möchte. Ich ernähre mich nicht kalorienreduziert. Allerdings achte ich seit jeher auf eine gesunde, abwechslungsreiche und zugleich genussvolle Ernährung mit viel Gemüse und Ost. Ich esse aber auch Brot mit zum Beispiel Käse. Fleisch esse ich nur ganz, ganz selten ­– vielleicht alle paar Monate. Auch „Ungesundes“, wie Schokolade oder Chips oder mal ein Stück Kuchen versage ich mir nicht grundsätzlich, nehme es aber auch nicht im Übermaß zu mir. Denn natürlich gilt auch beim Intervallfasten, dass eine gesunde Ernährung besser ist. Genuss gehört aber zur Lebensqualität dazu. In den Fastenphasen esse ich gar nichts. Getränke sollten keine Nährstoffe enthalten. Wasser, schwarzer Kaffee oder ungesüßte Tees sind erlaubt.</p>
<h3>Intervallfasten kann Erstaunliches bewirken</h3>
<p>Zum Intervallfasten gibt es viele interessante Beobachtungen und Erfahrungsberichte, die durchweg positiv sind. Schädliche Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt. Lediglich Menschen mit Störungen im Essverhalten könnten durch das Intervallfasten verleitet werden, sich fehlzuernähren oder die Störung zu verstärken. Hier ist zunächst eine Behandlung der Störung unerlässlich.</p>
<p>Grundsätzlich ist es umso besser, je früher das Intervallfasten im Leben begonnen wird. Paradoxerweise hat sich im Tierversuch, sowohl bei einfachen Organismen (Einzellern) und bei Mäusen gezeigt, dass eine generelle Nahrungsreduktion das Leben verlängert. Dazu muss der Mensch keinen Dauerhunger erleiden, es reichen Fastenphasen. Das leuchtet ein, denn ein Körper, der ständig mit Nährstoffen überflutet ist, hat nicht die dringende Notwendigkeit und auch nicht die Kapazitäten, die vorhandenen Stoffe, wie geschädigte oder alte Zellen, fehlerhafte Biomoleküle oder Stoffwechselprodukte zu recyceln und so aus dem System zu eliminieren. Er bekommt ja ständig Nachschub, der verarbeitet werden muss.</p>
<p>Die Körperzellen werden durch das Intervallfasten widerstandsfähiger. Das Gleichgewicht von aufbauenden und abbauenden Prozessen im Körper verbessert sich. Bei Ratten reduzierte sich die Gefahr an Krebs zu erkranken. Die Selbstheilungskräfte wurden gestärkt und die Überlebenswahrscheinlichkeit nach schweren Operationen stieg. Zudem reduzierten sich die Symptome von Diabetes und altersbedingten Krankheiten, wie Alzheimer – selbst dann, wenn die Erkrankung schon eingetreten war.</p>
<p>Beim Menschen wurde beobachtet, dass Intervallfasten zu einer Gewichtsreduktion führt. Dieser Effekt bleibt natürlich aus, wenn während der Essensphasen mehr Energie zugeführt wird als insgesamt verbraucht wird. Die Energiebilanz gilt natürlich auch hier immer noch. In der Regel reduziert sich allerdings die Energieaufnahme, denn es steht weniger Zeit zum Essen zur Verfügung. Auch in den Essensphasen gilt: Satt ist satt. Die Ernährungsweise wird bewusster und gelegentliche Snacks zwischendurch werden weniger. Auch das Sättigungsgefühl ist klarer wahrnehmbar und es wird nicht so leicht über den eigentlichen Bedarf hinaus gegessen.</p>
<h3>Positive Wirkungen bei vielen Erkrankungen</h3>
<p>Allgemein wurde auch festgestellt, dass sich der Blutzucker- und Insulinspiegel normalisieren. Das hat viele positive Wirkungen, zum Beispiel bei Hormonstörungen, Depressionen, Hautproblemen, chronischen Entzündungen und bei Krebs. Intervallfasten kann also jede Therapie – ob medikamentös oder Psychotherapie – sehr unterstützen. Es wurde auch die Normalisierung des Blutdruckes und des Cholesterinspiegels beobachtet. Auch der oxidative Stress für die Zellen vermindert sich, was unter anderem das Nervensystem schützt und die Erbsubstanz in den Zellkernen.</p>
<p>Wenn du Vorerkrankungen hast, versteht es sich natürlich von selbst, dass du &#8211; wenn du mit dem Intervallfasten beginnen möchtest – erst ärztlichen Rat einholst. Dies gilt insbesondere für Erkrankungen, bei denen Rhythmus der Nahrungsaufnahme wichtig ist, beispielsweise Diabetes.</p>
<h3>„Das könnte ich nie!“</h3>
<p>Wenn ich mit Menschen über das Intervallfasten spreche, dann sagen sie oft Sätze wie: „Das könnte ich nie!“ oder „Ich brauche unbedingt morgens eine Mahlzeit.“ oder „Abends ist unsere Hauptmahlzeit mit der Familie, darauf will ich nicht verzichten.“ Ich fand tatsächlich vorher die Vorstellung auch schwieriger, als es nachher tatsächlich für mich war.</p>
<p>Jeder sollte für sich selbst herausfinden, was funktioniert: welche Zeiten, welches Zeitfenster, undsoweiter. Du kannst ja auch erst einmal mit einer kürzeren Essenspause anfangen. Wenn du es schaffst, einige Tage in der Woche in Intervallen zu fasten, ist das besser, als gar nicht erst anzufangen. Setze dich nicht selbst unter Druck – davon hast du vielleicht im Alltag ohnehin schon mehr als genug – sondern gehe spielerisch heran.</p>
<p>Für viele Menschen ist es sehr hilfreich, mit dem Intervallfasten im Urlaub zu beginnen, weil sie dann Ruhe und Muße haben und nichts leisten müssen. Andere legen gerade im Urlaub immer eine „Intervallfasten-Pause“ ein, weil das Essensprogramm im Hotel oder das Reiseprogramm es nicht so einfach macht oder sie dann keinen Einschränkungen unterliegen wollen.</p>
<p>Finde es selbst heraus. Vielleicht motivieren dich ja auch meine ganz persönlichen Erfahrungen, es einmal selbst auszuprobieren.</p>
<h3>Was das Intervallfasten bei mir bewirkt</h3>
<p><strong>Sieben Kilo weniger in wenigen Monaten</strong></p>
<p>Auf mich selbst hat das Intervallfasten in vielerlei Hinsicht eine positive Wirkung. Die auffälligste war, dass ich innerhalb weniger Monate sieben Kilogramm abgenommen hatte, ohne meine sportlichen Aktivitäten zu verstärken.</p>
<p><strong>Mehr Genuss und Freude am Essen</strong></p>
<p>Als weiteren großen Gewinn empfinde ich, dass das Essen für mich wieder ein größerer Genuss ist. Vorher habe ich immer etwas gegessen, sobald ich einen kleinen Appetit verspürte. Das heißt, ich war immer satt und der Appetit war gestillt. Dadurch fand ich das Essen recht normal und nicht besonders lustvoll. Das hat sich geändert. Oft stellt sich später am Abend wieder Appetit ein. Doch diesem gebe ich nicht nach. Im Gegenteil: Ich freue mich umso mehr auf den nächsten Tag, wenn sich wieder mein Fenster öffnet, in dem ich wieder essen kann. Dieses Essen schmeckt dann sehr intensiv und ist sehr befriedigend.</p>
<p><strong>Wesentlich besserer Schlaf</strong></p>
<p>Die größte Umstellung war für mich, dass es am Abend keine Knabbereien mehr gab. Nicht beim gemütlichen Zusammensitzen und auch nicht beim Serien- oder Filmegucken. Das war zunächst sehr ungewohnt. Aber durch die Vorteile, die ich durch das Intervallfasten habe, ist es kein Verzicht. Zu den großen Vorteilen zählt, dass ich wesentlich besser schlafe. Mit leerem Magen ins Bett zu gehen ist sehr wohltuend, das Einschlafen geht schneller und der Schlaf ist tiefer.</p>
<p><strong>Gewicht im Alltag mühelos halten</strong></p>
<p>Ich habe früher schon öfter gefastet, aber dann am Stück. Ein bis zwei Wochen habe ich dann gar nichts gegessen, einmal auch 42 Tage. Die Wirkung davon war immer sehr großartig. Das Gefühl der Leichtigkeit und der Unabhängigkeit ist unbeschreiblich. Natürlich habe ich in diesen Phasen ohne Nahrung immer kräftig abgenommen, wobei sich allerdings nach einer gewissen Zeit mein Gewicht immer wieder normalisiert hatte. Beim Intervallfasten bleibt die Gewichtsabnahme jedoch erhalten, da diese Ernährungsweise in den Alltag integriert ist.</p>
<p><strong>Gefühle umbewerten</strong></p>
<p>Mir hilft es beim Intervallfasten sehr, dass ich das Hungergefühl oder den Appetit umbewertet habe. Vorher waren diese Gefühle unerwünscht, und ich wollte sie immer möglichst schnell loswerden und ihnen nachgeben. Ich wollte sie nicht fühlen und dachte, dass ich etwas essen muss. Ich war aus  meiner Kindheit so konditioniert, und alle anderen schienen es auch so zu machen. Es war normal. Heute empfinde ich anders. Appetit und Hunger können da sein. Es sind einfach nur Empfindungen, wie viele andere auch, beispielsweise das Empfinden meiner Kleidung auf der Haut. Ich brauche nicht etwas gegen sie zu unternehmen, sie können einfach da sein. Sie können sich sogar angenehm anfühlen. Das erleichtert es mir natürlich enorm, dem Intervallfasten konsequent zu folgen. Zum Umbewerten gibt es sehr schöne und einfache Methoden.</p>
<p><strong>Alles wird leichter</strong></p>
<p>Mich bewusst zu ernähren ist ein Teil, der viel zu meiner Lebensqualität beiträgt. Der andere ist, eine gute Kondition und Muskeln zu haben und beweglich zu sein. Alltägliche Verrichtungen fallen leichter und der Körper kommt nicht so leicht an seine Grenzen. Dazu bewege ich mich. Früher im Schulunterricht wurde mir Sport vermiest. Ich fand mich auch nie besonders sportlich. Doch begann ich vor etwa 20 Jahren, morgens einige Minuten lang Körperübungen zu machen. Seit sechs Jahren laufe dreimal in der Woche: kurzen Strecken zu Anfang, heute sind zwischen acht und 15 km pro Lauftraining.</p>
<h3>Was ich dir empfehle, wenn du das Intervallfasten ausprobieren möchtest</h3>
<p>Hat dieser Beitrag etwas bei dir bewegt? Hat er dich motiviert, selbst einmal über das Intervallfasten nachzudenken und es auszuprobieren? Ich weiß, Empfehlungen bringen nichts. Dass eine gesunde Ernährung und Bewegung gut für die Gesundheit sind, ist eine Binsenweisheit, die an sich meistens noch nichts auslöst. Wenn du dir ein gutes Körpergefühl, mehr Lebensqualität und echten Genuss wünschst, fange mit Intervallfasten und Bewegung an. Das bringt dich auch mit dir selbst und deinem Körper in Verbindung. Falls Du bemerkst, dass du einige mentale oder emotionale Widerstände spürst oder grundlegende Themen hast, die dich hindern, melde dich gerne bei mir. Ich kenne einfache Mittel, mit ihnen umzugehen und sie aufzulösen – egal, wie unüberwindlich sie scheinen.</p>
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		<title>Spürst du ihn auch, den Optimierungsdruck? – So befreist du dich davon!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2019 10:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Fülle]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsdruck]]></category>
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		<category><![CDATA[Zwänge]]></category>
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					<description><![CDATA[„Werde die beste Version deiner selbst“: eine Aufforderung, die in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig ist. Viele Coachs bieten auf ihren Websites, auf Facebook oder YouTube ihre Unterstützung bei der Selbstoptimierung an. Auch viele meiner Klienten äußern in den Therapiesitzungen diesen Anspruch an sich selbst. Tatsächlich kann das aber gar nicht funktionieren. Die Absicht trägt den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Werde die beste Version deiner selbst“: eine Aufforderung, die in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig ist. Viele Coachs bieten auf ihren Websites, auf Facebook oder YouTube ihre Unterstützung bei der Selbstoptimierung an. Auch viele meiner Klienten äußern in den Therapiesitzungen diesen Anspruch an sich selbst. Tatsächlich kann das aber gar nicht funktionieren. Die Absicht trägt den Grund dafür bereits in sich, denn sie stellt selbst einen Widerspruch dar: Wer will hier die beste Version von wem erschaffen? Bemerkst du die ungesunde Spaltung? In diesem Artikel erfährst du, warum Selbstoptimierung die Möhre ist, hinter der der Esel herläuft, und worauf es wirklich ankommt.</p>
<h3>„Mach was aus Dir!“</h3>
<p>„Mach was aus Dir!“ Hat das auch zu dir schon einmal jemand gesagt? Dieser Befehl ist typisch für unsere leistungsversessene Gesellschaft mit dem Streben nach ewigem Wirtschaftswachstum. Schon unser Schul- und Ausbildungssystem ist letztlich darauf ausgelegt, uns zu Konsumenten zu machen, die sich als winziges Rädchen im kapitalistischen Weltmonopoly mitdrehen und ihr Leben Unternehmen verschreiben, die es ihnen kaum danken.</p>
<p>Es erscheint uns ganz normal, dass die Welt so ist und dass wir alle Karriere machen wollen. Doch die Illusion, dass das Leben umso schöner wird, je mehr wir von dem Konsumkuchen abbekommen und je mehr wir unseren Status ausbauen, zerplatzt in dem Moment, in dem der Burnout, die Depression, Zwänge oder Ängste sich melden. Was ist da nur schief gelaufen? Wir sind schon als Kinder darauf ausgerichtet worden, dass wir etwas aus uns selbst machen müssen. Die wenigsten Menschen kommen auf die Welt und werden einfach um ihrer selbst willen angenommen und geliebt. Die Eltern sind meist schon im Leistungsdenken gefangen und Teil der Bedeutungsmaschine.</p>
<h3>Das Kind als Projekt der Eltern</h3>
<p>Der Trend, dass Eltern ihre Kinder als ihr persönliches Projekt ansehen, verstärkt sich immer mehr. Es kommt nicht einfach ein Mensch auf die Welt, der sich in Verbindung mit den Eltern selbst erprobt und sich zu einem selbstbewussten, selbstdenkendem, empathischen und vertrauensvollen Erwachsenen entwickelt. Nein, es wird ein Wesen geboren, das es zu optimieren gilt. Mit neuen gentechnischen Verfahren wird das in Zukunft sogar schon vor der Zeugung möglich sein.</p>
<p>Der Mensch, der das Licht der Welt erblickt, wird, so ist mein Eindruck, den ich in vielen Sitzungen gewonnen habe, nicht als vollständiger Mensch betrachtet, der nur lernen muss, seine Fähigkeiten zu entfalten und sich in der Welt zurechtzufinden. Er wird zu einem Objekt gemacht. Alleine diese Haltung der Eltern erzeugt in dem kleinen Wesen einen riesigen Schmerz. Denn dies ist nicht möglich, ohne dass die Eltern die liebevolle und annehmende Verbindung zu ihm unterbrechen. Wichtiger als dieses subjektive Wesen und seine tatsächlichen Gefühle und Bedürfnisse sind die Ziele, die die Eltern mit ihm erreichen wollen.</p>
<h3>Die Selbstverleugnung</h3>
<p>Sowohl ein zu geringes, als auch ein zu vereinnahmendes Interesse der Eltern führen bei dem Kind zu dem Empfinden, dass etwas an ihm falsch sei. Es versucht, den Eltern gerecht zu werden und passt sich an die Gegebenheiten an. Dazu muss es sich selbst verleugnen. Es spaltet Teile von sich selbst ab, weil sie nicht erwünscht sind. Ein Kind, das tagträumt oder sich mit scheinbaren Banalitäten befasst, kann ja nicht gut lernen und funktionieren. Das Lebensgefühl falsch zu sein trägt es sein ganzes Leben mit sich herum.</p>
<p>Kein Wunder, dass sich irgendwann Depressionen, Zwänge, Ängste oder ein Burnout zeigen. Diese werden dann als Erkrankung oder Zusammenbruch bezeichnet. Das ist jedoch grundfalsch. Die Erkrankung entstand schon im Kindesalter, und der Zusammenbruch der Persönlichkeit fand ebenfalls oft bereits vor Jahrzehnten statt. Nun ist das System der Betroffenen nicht mehr in der Lage das falsche Spiel mitzuspielen. Die „Erkrankung“ ist eigentlich die Chance zur Rettung aus der jahr(zehnte)langen Selbstverleugnung. Sie zwingt dazu, sich sein eigentliches Leiden anzusehen und eine eigenständige Persönlichkeit zu bilden.</p>
<h3>Selbstoptimierung ist nicht der Weg</h3>
<p>Wer in solch einer Situation nun meint, sich selbst weiter optimieren zu müssen, geht genau jenen eigenen schädlichen Mustern in die Falle, die das Problem auslösten. Du siehst dich selbst als fehlerhaft an, weil du findest, dass du krank bist oder ein Problem hast. Du meinst diese Fehler reparieren zu müssen. Nochmal: Die Depressionen, der Zwang, die Ängste oder der Burnout ist nicht die Erkrankung. Die eigentlichen Ursachen sind viel älter und sind dir meistens gar nicht bewusst.</p>
<p>Die Motivation, eine bessere Version von sich selbst zu erschaffen, kommt  in der Regel von außen. Denn du befasst dich damit, wie andere dich sehen sollen, statt in die Kraft deiner eigenen Persönlichkeit zu kommen. Auch wenn du denkst, dass du derjenige seiest, der dies will, überprüfe, woher diese Idee wirklich kommt. Fast immer liegen unseren Überzeugungen und Werte Ideen zu Grunde, die wir in der Kindheit aus unserer Umgebung aufgenommen haben. Der Wunsch, eine bessere Version von dir selbst zu sein, ist also letztlich wieder eine solche Anpassung an andere. Er ist Teil des Wunsches angenommen und geliebt zu werden. Doch solange du auf den Zuspruch von außen angewiesen bist, bist du manipulierbar und nicht du selbst.</p>
<h3>Die Arbeit an den Symptomen verstärkt das Problem</h3>
<p>Der Grund für deine Anpassung liegt in einem Mangel an ungetrübter Zuneigung und Annahme, den du irgendwann als Kind empfunden hast. Du hast nicht die bedingungslose Aufmerksamkeit und Verbindung erlebt, die dir zustanden. Dieses Gefühl des Mangels und die Idee, dass mit dir etwas nicht stimmt, zwangen dich dazu, dich deiner Umgebung unterzuordnen. Du musstest Teile von dir selbst verleugnen: zum Beispiel deine Gefühle oder Bedürfnisse, denn jemand anders hat die Deutungshoheit darüber an sich gerissen, und du musstest folgen.</p>
<p>Genau das haben wir alle mehr oder weniger stark erfahren. Das ist fast unserer gesamten Gesellschafft immanent. Wir alle tragen die Folgen davon in uns. Wir leben eben nicht in einer idealen Welt mit idealen Menschen. Wenn Du nun deine Anpassung weiter vorantreiben willst, weil du denkst, dass dadurch deine Probleme verschwinden, bist du auf dem Holzweg. Es hat damals funktioniert, als du klein warst, und du denkst, das funktioniert weiterhin. Das ist falsch, denn du bist nicht mehr klein. Heute hast du ganz andere Möglichkeiten und Fähigkeiten. Deine Lösungen von damals, die bestimmte Verhaltensprogramme in dir hervorgerufen haben, sind nicht mehr zeitgemäß. Du musst – und kannst! – sie ändern.</p>
<h3>Was tatsächlich zu tun ist</h3>
<p>Bist du mit deinem Leben, dir selbst oder deinem Beruf unzufrieden? Dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du früher fremdgesteuerte Entscheidungen gefällt hast. Du hast nicht aus deinen eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Interessen heraus gehandelt. Vielmehr hast du aus deiner Anpassung heraus versucht, die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Das ist auch nicht falsch, wie du jetzt vielleicht denken könntest. Es war früher einmal deine Lösung dafür, deine eigenen inneren Konflikte und die mit deiner Umgebung zu handhaben. Das war geschickt und erforderlich. Doch die Lösungen eines Kindes passen nicht in das Leben eines Erwachsenen. Du stößt an Grenzen und beschränkst dich selbst.</p>
<p>Die Folge davon ist, dass du nun innere Zustände erfährst, unter denen du leidest: Gereiztheit, Erschöpfung, Beziehungsprobleme, Ängste, Zwänge, Depression, Burnout oder gar psychogene Erkrankungen. Es mag dir so erscheinen, dass diese Zustände nur schwer zu lösen seien. Doch das ist nicht so. Moderne Therapiemethoden bieten sehr gute Ansätze, die wirklichen Ursachen zu finden und aufzulösen. Probleme, die du hast, liegen in der Regel auf der emotionalen Ebene. Deshalb müssen sie auch auf dieser Ebene bearbeitet werden. Klassische Therapien bringen hier häufig nicht den gewünschten Erfolg. Sie versagen selbst nach längerer Dauer und vielen Sitzungen, wie ich immer wieder von Klienten höre – weil sie zu sehr auf der Verstandesebene bleiben.</p>
<h3>Was du für dich selbst tun kannst</h3>
<p>Der Wunsch nach Selbstoptimierung entstammt grundsätzlich einem Mangelempfinden. Du hast möglicherweise den Eindruck, dass dir etwas fehlt, du nicht gut genug bist oder andere nicht gut über dich denken. Du rennst der Möhre hinterher und erhoffst dir Anerkennung, Bestätigung oder Zuneigung von anderen. Doch wie der Esel die Möhre niemals erreicht, so wirst du auf diese Weise auch niemals das Gewünschte fühlen.</p>
<p>Besinne dich auf dich selbst. Mache dir klar, was dich ausmacht, was deine Fähigkeiten und Qualitäten sind, die du jetzt schon hast. Lasse es zu, deine eigene Kraft zu spüren. Spüre die Fülle, in der du bereits jetzt lebst. Frage dich: Was fehlt mir genau jetzt? Dann wirst du feststellen, dass du tatsächlich alles hast, was du brauchst.</p>
<p>Ändere deine Haltung: vom empfundenen Mangel zur Fülle. Lass andere an deiner Fülle teilhaben. Du wirst sehen, dass sich dein Leben und wahrscheinlich auch deine berufliche Tätigkeit ganz grundlegend ändern. Du bestimmst, wer du bist. Du bist die entscheidende Instanz deines Lebens. Alles andere fügt sich dann von selbst.</p>
<p>Melde dich, wenn du dazu Fragen hast oder dir dabei Unterstützung wünschst!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erkenne Deine wahre Natur</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/erkenne-deine-wahre-natur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2019 12:26:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Existenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nullpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[Bist Du daran interessiert zu erfahren, was Deine wahre Natur ist? Was Du wirklich bist? Magst Du Dir mal einen Moment Zeit nehmen und herauszufinden? Das braucht nicht lange und kann extrem interessant sein. Dein wahres Wesen zeigt sich, wenn Du ausschließt, was Du nicht bist. Du kannst Deine wahre Natur unmittelbar erkennen. Du brauchst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bist Du daran interessiert zu erfahren, was Deine wahre Natur ist? Was Du wirklich bist? Magst Du Dir mal einen Moment Zeit nehmen und herauszufinden? Das braucht nicht lange und kann extrem interessant sein. Dein wahres Wesen zeigt sich, wenn Du ausschließt, was Du nicht bist. Du kannst Deine wahre Natur unmittelbar erkennen. Du brauchst dazu keinerlei Hilfsmittel.</p>
<p>Hast Du Dich schon einmal gefragt wer oder was Du tatsächlich bist? Was in Deinem Erleben wirklich Bestand hat? Was Dein innerstes Zentrum ist, Dein Nullpunkt, an dem immer Ruhe herrscht, wenn es außen, also um Dich herum turbulent und stressig ist? Dieses Innerste zu kennen, kann sehr nützlich sein und Dir eine stabile Basis für Dein Leben sein. Du musst Dich nur auf die Suche machen. Es kann sein, dass Dir nicht gefällt, was Du findest, weil es möglicherweise ziemlich von Deiner Erwartung sehr abweicht.</p>
<h3>Wer bist Du?</h3>
<p>Wenn Dich jemand fragt, wer oder was Du bist, was antwortest Du dann? Sagst Du Deinen Namen? Nennst Du Deinen Beruf? Erzählst Du Deine Geschichte? Verweist Du auf Deinen menschlichen Körper und sagst, das hier? Das ist jedenfalls unser normales Verständnis. Unser Ich-Empfinden endet normalerweise von innen heraus betrachtet an unserer Haut und alles, was darin geschieht ist Ich. Das, was außerhalb der Haut ist, ist das andere, das Nicht-Ich.</p>
<p>Doch ist das tatsächlich so? Bist Du Dein Körper und alles, was in ihm geschieht? Das ist die entscheidende Frage: Kannst Du sein, was Du hast, also besitzt? Klare Antwort: Nein. Denn der Besitzer ist nicht mit seinem Besitz identisch. Du hast ein Auto. Bist Du Dein Auto? Du hast ein Zuhause, doch bist Du Dein Zuhause? Du hast einen Beruf, doch bist Du Dein Beruf? Du hast Werte, doch bist Du Deine Werte? Ganz klar: Nein. Wir bauen über solche Sachen eine Identität auf, das ist klar. Doch bist Du Deine Identität? Nein, denn Du hast sie.</p>
<h3>Der Nullpunkt</h3>
<p>Lass uns mal weiter nach innen gehen und uns Deinem Nullpunkt, dem Zentrum Deines Seins, noch weiter annähern. Du hast einen Arm, doch bist Du Dein Arm? Du hast einen Körper, doch bist Du Dein Körper? Du hast Empfindungen, doch bist Du Deine Empfindung? Du hast Gefühle, doch bist Du Dein Gefühl? Du hast Erinnerungen, doch bist Du Deine Erinnerung? Du hast Gedanken, doch bist Du Dein Gedanke? Du hast ein Ich, doch bist Du dieses Ich? Du hast Erfahrungen, doch bist Du Deine Erfahrung? Nein, denn Du besitzt sie. Also kannst Du sie nicht sein.</p>
<p>Du hast Probleme, doch bist Du Dein Problem? Du hast Schmerzen, doch bist Du Dein Schmerz? Du hast Verletzungen, doch bist Du Deine Verletzung? Du hast Sorgen, doch bist Du Deine Sorge? Wenn Du krank bist, bist Du die Krankheit? Nein, denn Du hast sie. Also kannst Du sie nicht sein. Dieser Perspektivwechsel kann Dir helfen, Deine Probleme zu lösen. Eine starke Identifikation mit unseren Problemen oder Leiden führt dazu, dass wir den Eindruck haben, in ihnen festzusitzen. Änderst Du deine Perspektive, kannst Du sie leichter durchschauen und handhaben.</p>
<h3>Du bist unendlich</h3>
<p>Nun, was bist Du also tatsächlich? Dein wahres Wesen ist unnennbar. Das Ich ist eine Vorstellung, die Dein Nervensystem erzeugt. Es ist rein imaginär. Wenn Du dieses Gedankenexperiment weiter führst und so die verschiedenen Aspekte von Dir und Deinem Leben anschaust, bekommst Du einen Eindruck von Deinem absolut innersten Etwas. Du wirst feststellen, dass es nicht materiell ist. Doch Du spürst, dass dieser Nullpunkt in Dir ewig und unveränderlich ist. Wenn Du zurückdenkst, wirst Du bemerken, dass er immer da war und immer das Zentrum dessen war, was Du erlebt, erfahren oder wahrgenommen hast. Und er wird es immer sein. Denn dieser innere Punkt ist unverwüstlich und unangreifbar.</p>
<p>Wenn Du Dich noch weiter traust und forschst, bemerkst Du, dass dieses innerste Zentrum, von dem aus Du Dich, Dein Leben und die Welt erlebst, Nichts ist. Das ist gleichzeitig unendlich klein und allumfassend. Dies ist das Nichts, aus dem alles, wirklich alles, was ist, erscheint. Das ist nicht spirituell, sondern kann Deine direkte, ungefilterte Erfahrung sein, wenn Du sie zulässt. Ist das nicht unfassbar und absolut überwältigend? Sich diese Erkenntnis zu erlauben, erfordert viel Mut und verändert alles, obwohl alles bleibt, wie es ist. Untersuche und meditiere diese Entdeckung weiter und Du wirst erstaunliches über Dich und die Existenz herausfinden.</p>
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		<title>So klappt eine liebevolle und stabile Beziehung &#8211; 11 grundlegende Tipps</title>
		<link>https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/so-klappt-eine-liebevolle-und-stabile-beziehung-11-grundlegende-tipps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Heister]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 08:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrichtrung]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wünschst Du Dir eine Beziehung, die viele Jahre oder sogar bis zum Lebensende hält? Was ist wichtig, damit eine Partnerschaft stabil bleibt? Eine Beziehung durchzuhalten kann hart sein. Manchmal scheint es leichter, sich zu trennen und mit jemand anderen neu anzufangen. Doch der Preis, den Du hierbei zahlst kann hoch sein. Dieser Artikel gibt Dir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wünschst Du Dir eine Beziehung, die viele Jahre oder sogar bis zum Lebensende hält? Was ist wichtig, damit eine Partnerschaft stabil bleibt? Eine Beziehung durchzuhalten kann hart sein. Manchmal scheint es leichter, sich zu trennen und mit jemand anderen neu anzufangen. Doch der Preis, den Du hierbei zahlst kann hoch sein. Dieser Artikel gibt Dir Antworten, was wichtig für eine erfüllende und stabile Beziehung ist. (Er ist der Lesbarkeit wegen in der männlichen Form geschrieben, alle Geschlechter sind jedoch im gleichen Maß angesprochen.)</p>
<p>Warum sollte eine Partnerschaft überhaupt über Jahre halten? Man kann doch den Partner wechseln, wenn es nicht mehr richtig läuft, oder? Klar kann man das. Und für junge Menschen ist es wichtig, mehrere Partner intensiv und intim kennenzulernen. Die Erfahrungen hieraus können dann die späteren Partnerschaften nachhaltig festigen. Irgendwann stellt sich jedoch nach mehreren Beziehungen und Erfahrungen mit verschiedenen Partnern oft Unzufriedenheit ein. Immer wieder müssen wir von vorne anfangen und wir bekommen nicht das, was wir uns eigentlich wünschen. Der Wunsch nach etwas Verbindlichem, etwas, dass uns etwas bedeutet, wird größer.</p>
<h3>Bindung erfahren</h3>
<p>Ein ganz elementares menschliches Grundbedürfnis ist die Erfahrung von Bindung. Da Menschen soziale Wesen sind, wollen sie nicht allein sein. Wir wollen dazugehören. Natürlich kann eine tiefe Bindung auch über eine intensive Freundschaft erlangt werden, doch das ist eher selten. Die meisten Menschen spüren eine gewisse Sehnsucht danach, sich an einen Partner zu binden.</p>
<p>Das Nervensystem steuert aufgrund seiner evolutionären Ausprägung mit den Hormonen unsere Bedürfnisse. Es ist darauf angelegt, uns als Individuum, aber auch als Menschheit zu bewahren. Daher möchten wir uns paaren. Zum einen natürlich, um die Art zu erhalten. Unsere Entwicklungsgeschichte hat uns aber auch gelehrt, dass wir es  mit anderen zusammen leichter haben, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Diese Grundprägung wirkt in allen von uns. Dabei ist es heute jedoch aufgrund unserer Gesellschaftsstruktur und den wirtschaftlichen Bedingungen so leicht ist wie nie, als Einzelwesen zu überleben.</p>
<h3>Der Wunsch nach einer festen Beziehung</h3>
<p>Die wirtschaftliche und soziale Freiheit, die wir genießen, ermöglicht jedem seinen eigenen Weg zu finden und die Beziehungsform frei zu wählen, die zu ihr oder ihm passt. Das gibt Raum zu experimentieren und sich selbst zu erproben, was natürlich auch herausfordernd und verwirrend sein kann. Aus dem Bedürfnis nach Stabilität und Sicherheit entwickeln die meisten einen Wunsch nach einer festen Beziehung.</p>
<p>Irgendwann geht es uns einfach auf den Keks immer wieder neu anzufangen. Den anderen immer wieder neu kennenzulernen, die Parameter der Beziehung neu abzustimmen und in immer wieder neue Fettnäpfchen zu treten. Es kommt der Zeitpunkt, da wollen wir es ruhiger angehen. Unser Gehirn mag zudem zu viel Aufregung auf Dauer aus ökonomischen Gründen nicht, denn der Energiebedarf ist dann so hoch, dass es den größten Teil des Blutzuckers verbraucht. Und wir treten irgendwann in eine Lebensphase, in der andere Lebensschauplätze viel Energie fordern, dann soll nicht auch noch die Beziehung anstrengend sein.</p>
<p>Wir möchten Vertrauen, Vertrautheit und größere Tiefe erlangen. Wir möchten uns fallen lassen und uns in die Beziehung hineinentspannen. Sie soll uns stärken und unterstützen, statt aufzuregen und Ressourcen zu kosten. Dazu brauchen wir natürlich einen passenden Menschen. Je mehr Du dabei mit Dir selbst in Verbindung bist, zu Dir selbst stehst und idealisierte romantische Vorstellungen fallen lässt, umso leichter hast Du es, einen Partner zu finden.</p>
<h3>Tipp #1: Serien und Spielfilme sind kein gutes Vorbild</h3>
<p>Ich beobachte in Sitzungen mit meinen Klientinnen und Klienten oft, dass sie romantische Vorstellungen von Liebe und Beziehung haben, die recht realitätsfern ist. Oft sind sie von Romanen, Serien und Filmen beeinflusst zu sein. Doch wir bewegen uns nicht in dieser Plastikwelt. Eine realistische und funktionierende Beziehung gibt es nur in der Realität. Kopien von Filmszenen und das Nachsprechen von Phrasen funktionieren nicht. Daher lass Deine zuckersüßen Träume und rosaroten Vorstellungen ziehen und schau Dich selbst realistisch an. Du höchstpersönlich bist hier gefragt. Was willst Du wirklich? Wozu bist Du tatsächlich in der Lage? Was bist Du bereit zu geben und aufzugeben? Was sind Deine wahren Bedürfnisse? Vergiss dabei Dinge, die auf Status oder Äußerlichkeiten beruhen. Nur eine innige Beziehung kann auf Dauer halten und die lässt sich nicht auf Fiktion gründen.</p>
<h3>Tipp #2: Sei Du selbst, von Anfang an</h3>
<p>Viele versuchen zum Anfang einer Beziehung oder zu deren Anbahnung einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Sie brezeln sich auf, verhalten sich anders als sonst und versuchen im besten Licht zu erscheinen. Diese vorgespielten Identitäten lassen sich jedoch nicht über Monate oder gar Jahre aufrechterhalten. Irgendwann scheint Deine wahre Natur durch und wird sichtbar. Das kann leicht zu Enttäuschungen und Konflikte führen und eine baldigen Trennung mit sich bringen. Daher sei von Anfang an Du selbst. Versuche nicht jemanden darzustellen, der Du nicht bist, denn hierbei ist die Gefahr groß, dass Dein Gegenüber nicht der- oder diejenige ist, der/die zu Dir passt. Menschen, die sich echt zeigen, mit ihren Makeln und Schwächen finden eher einen passenden Partner. Niemand ist perfekt. Das braucht natürlich Mut und Selbstehrlichkeit, doch so ziehst Du Menschen an, die Dir entsprechen und mit denen Du eine authentische Beziehung führen kannst.</p>
<h3>Tipp #3: Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung</h3>
<p>Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es meiner Beobachtung nach jedoch nicht immer: Sei gegenüber Deinem Partner immer respektvoll. Akzeptiere seine Schwächen und schätze ihn so, wie sie/er ist. Dies sollte die Grundlage eurer Beziehung sein. In einer Beziehung gibt es Krisen oder Streit, da kann das schon mal sehr schwer fallen, dies aufrecht zu erhalten. Es sollte jedoch euer Konsens sein, zu dem Ihr nach oder während einer Auseinandersetzung möglichst schnell wieder zurückfinden könnt.</p>
<p>Aufgrund von antrainierten Verhaltensweisen neigen manche Menschen dazu, Macht und Kontrolle auszuüben, um ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Auch in Beziehungen. Dabei manipulieren Sie den Partner dazu, Dinge zu tun oder nicht zu tun oder sich in einer gewünschten Weise sich zu verhalten. Das ist tödlich für eine Beziehung und respektlos. Wenn Du das tust, bist Du nicht in der Lage, Deinen Partner so anzunehmen, wie er ist. Du merkst es daran, dass Du ihn oft kritisierst, keine herzliche Verbindung zu ihm fühlst, Dich über seine Wünsche hinwegsetzt oder ihn gar abwertest. Diese Verhaltensweisen solltest Du unbedingt bearbeiten und ablegen.</p>
<h3>Tipp #4: Habt keine Geheimnisse voreinander</h3>
<p>Jeder Mensch braucht seine Privatsphäre und seinen Freiraum. Auch in einer Beziehung. Es ist wichtig, manchmal die Türe hinter sich zuzumachen und für sich selbst zu sein. Hier können wir Kraft schöpfen, unsere Dinge ordnen und uns selbst definieren. Was in dieser Sphäre geschieht dürfte Dein Partner erfahren, muss er aber nicht. Hast Du jedoch Geheimnisse, von denen Dein Partner auf keinen Fall erfahren darf oder Du denkst, dass es Dich beschämt würde, falls er davon erfährt, dann besteht Handlungsbedarf.</p>
<p>Diese Geheimnisse sind Anteile Deiner Persönlichkeit, die Du verbirgst und die Du der Beziehung vorenthältst. Sie beschädigen so die Verbindung, denn Du klammerst absichtlich Anteile von Dir aus. Das schafft Distanz. Die Beziehung kann jedoch nur dauerhaft funktionieren, wenn Du Dich vorbehaltslos anvertrauen kannst. Das ist ja schließlich Sinn einer Beziehung, einen bedingungslosen Rückhalt und Rückzugsort zu haben, der Dich stärkt und in dem Du schwach und fehlerhaft sein darfst.</p>
<p>Hast Du ein Geheimnis vor Deinem Partner, Deiner Partnerin? Dann solltest Du Deinem Mut zusammen nehmen und Dich offenbaren. Das muss nicht sofort sein. Bereite Dich vor. Wenn Du Ängste hast, die damit verbunden sind, sprich zuerst mit Deinem Partner über diese Ängste. Bereite so auch Deine Partnerin oder Deinen Partner darauf vor. Es kann gut sein, dass das, was Du mitzuteilen hast gar nicht so schlimm empfunden wird. Es kann aber auch sein, dass eure Beziehung einer schweren Prüfung unterzogen wird. Es ist auf jeden Fall besser sich zu offenbaren und das Geheimnis aufzudecken. Du wirst die Last los. Etwas, das euch auf Distanz hält fällt weg und eure Beziehung wird inniger.</p>
<p>Du kannst gegebenenfalls auch überlegen, einen Freud, der euch beiden gleich nah steht, um Hilfe zu bitten. Es gibt auch Beziehungscoachs oder Therapeuten, die helfen können. Besprich mit ihr oder ihm Deine Situation. Am wichtigsten ist es, Deine Bedenken und Ängste zuerst zu klären. Dann setzt ihr euch zu dritt zusammen.</p>
<h3>Tipp #5: Redet miteinander</h3>
<p>Sprachlosigkeit ist das Schwarze Loch einer Beziehung. Es saugt alles in sich auf, entzieht der Beziehung die Lebendigkeit, bis ihr nur noch nebeneinander her lebt und in Routinen erstickt. Beide wissen nicht mehr, was im anderen vorgeht und das Zusammensein basiert nur noch auf Vermutungen. Miteinander zu reden bedeutet, dass Du mitteilst, was Du erlebt hast, wie Du Dich fühlst, was Dir wichtig ist, was Du Dir wünschst, was Deine Bedürfnisse sind, worüber Du nachdenkst und was Dich beschäftigt. Aber auch: den anderen zu fragen, wie es ihm geht, wie er sich fühlt und so weiter. Du wirst staunen, wie gut das auf eure Beziehung wirkt. Benutzt auch häufig das Wort „wir“. Untersuchungen haben gezeigt, dass das die Verbundenheit stärkt.</p>
<p>Regelmäßige Paargespräche können extrem hilfreich sein. Dazu reserviert ihr euch wöchentlich einen festen Termin, um absichtsvoll miteinander zu reden. Dabei gibt es bestimmte Regeln zu beachten. <a href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/eine-lebendige-und-vertrauensvolle-paar-beziehung-fuehren">Wie das genau geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>
<h3>Tipp #6: Berührt euch und schaut euch in die Augen</h3>
<p>Im Laufe einer Beziehung und im Trubel es Alltages kann es leicht geschehen, dass Berührungen seltener werden. Dabei sind Berührungen so wichtig! Bei liebevollem Körperkontakt wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das in uns ein Gefühl der Verbundenheit und Fürsorglichkeit erzeugt. Das gleiche geschieht auch, wenn ihr euch länger, liebevoll in die Augen schaut. Also berührt euch oft, kuschelt miteinander, umarmt euch auch bei der Begrüßung und Verabschiedung, streichelt euch und seid nett zueinander. Schaut euch in die Augen!</p>
<h3>Tipp #7: Erschafft eine gemeinsame Ausrichtung</h3>
<p>Als Paar ist es sehr gut eine gemeinsame Ausrichtung zu haben, die über „wir wollen zusammen sein“ hinausgeht. Natürlich ist eine Paarbeziehung ein Projekt, das einige Arbeit erfordert. Vor allem, wenn ihr euch gar nicht darüber klar seid, was ihr eigentlich wollt. Habt ihr schon einmal bewusst eure Vorstellungen über eure Beziehung abgeglichen? Gemeinsame Ziele stärken eine Beziehung enorm. <a href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/als-paar-einen-eine-vision-entwickeln">Wie ihr eine solche Ausrichtung erschaffen könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.</a></p>
<h3>Tipp #8: Immer wieder für die Beziehung entscheiden</h3>
<p>Sich füreinander als Lebenspartner zu entscheiden oder gar bis zum Lebensende zusammen sein zu wollen, ist ein großes Vorhaben. Das ist kein Selbstläufer. Im Laufe der Jahren ereignen sich viele Veränderungen: persönliche, gesellschaftliche, berufliche und wirtschaftliche. Änderungen von Interessen und Wichtigkeiten, persönliche Entwicklungen, das Durchlaufen verschiedener Lebensphasen, Kinder, körperliche Veränderungen, einschneidende Ereignisse, Erfahrungen und Begegnungen, Krankheiten und so weiter stellen ziemliche Anforderungen an eure Beziehung.</p>
<p>Die Ereignisse und Veränderungen müssen aktiv in die Beziehung integriert werden. Gerade, wenn sie eher einen Partner betreffen, solltet ihr darüber reden. Wenn einer die Wandlungen des anderen nicht nachvollziehen kann, alleine, weil er keine Kenntnis davon hat, entsteht leicht eine Distanz, möglicherweise unbeabsichtigt. Werden solche Dinge absichtlich nicht geteilt, entstehen Geheimnisse, die, wie beschrieben, üble Wirkungen auf die Beziehung haben. Beide Partner müssen übereinander informiert blieben.</p>
<p>Es ist gut, wenn jede Veränderung und Entwicklung von beiden Partnern getragen wird. Gleichgültig, ob es kleine oder große Veränderungen sind, es steht immer wieder die Frage im Raum, wie sie sich auf die Beziehung auswirken und ob die Beziehung gar unter den neuen Bedingungen weitergeführt werden kann. Du musst Dich immer wieder neu für die Beziehung entscheiden. Dabei werdet Ihr euch immer wieder neu und in einer größeren Tiefe kennenlernen.</p>
<h3>Tipp #9: Arbeitet an euch</h3>
<p>Je persönlicher, tiefer und intimer eine Beziehung wird, desto tiefere Muster werden in Dir getriggert. Ich meine hierbei Muster, die definieren, wie Du fühlst, denkst, reagierst und handelst. Sie stammen in der Regel aus Deiner Vergangenheit und funktionieren manchmal gut, manchmal sind sie einfach nicht mehr passend. Das merkst Du daran, dass es Dir nicht gut geht. Du Dich verletzt fühlst oder überfordert, unsicher, verwirrt, orientierungslos, wütend, traurig und so weiter. Natürlich treten diese Gefühle immer wieder mal auf. Sie lösen sich in der Regel auf, wenn die Ursache geklärt ist.</p>
<p>Doch wenn Du beobachtest, dass die Gefühle immer wieder auftreten, ihr immer wieder in Bezug auf dieselbe Sache in Konflikt geratet oder mit einem bestimmten Thema nicht weiterkommt, dann kannst Du davon ausgehen, dass ein persönliches Muster beziehungsweise ein Verhaltensprogramm in Dir aktiv ist, das aus Deiner oder eurer Vergangenheit stammt und nicht mehr zu eurem aktuellen Leben passt. Bearbeitet ihr diese Muster, Verhaltens- oder Denkweisen, lösen sie sich auf und ihr erlebt in eurer Beziehung eine Verbundenheit, Lebendigkeit und Tiefe, die ihr bis dahin nicht gekannt habt. Holt euch gegebenenfalls Hilfe dazu.</p>
<h3>Tipp #10: Scheitern der Beziehung als Option annehmen</h3>
<p>Mit der Beziehung zu scheitern, ist immer eine Möglichkeit. Ich kenne einige Paare, die das nicht wahrhaben wollen und ein Scheitern als persönliches Versagen ansehen. Manche sagen, ich kann mich doch nicht scheiden lassen, ich habe doch ein Versprechen abgegeben, das ich nicht brechen darf. Der Anspruch, sich niemals zu trennen, kann eine Beziehung ersticken und sie in einem Panzer erstarren lassen. Dieser Panzer besteht in der Regel aus Angst und hat zur Folge, dass sich die Partner zu sehr anpassen. Sie trauen sich nicht mehr mitzuteilen, was sie tatsächlich bewegt und was los ist.</p>
<p>Man möchte den anderen ja nicht verärgern oder nicht immer wieder in dieselben Konflikte provozieren (siehe oben). Quellen der Unzufriedenheit entstehen, da grundsätzliche Themen nicht angesprochen und geklärt werden. Es stellt sich eine lauwarme Umgangsform ein, die bestenfalls Raum für ein seichtes Nebeneinander lässt. Routine bestimmt den Alltag, von Lebendigkeit und Begeisterung füreinander keine Spur. Reinigende Gewitter bleiben aus. Für den Fall, dass sich ein Partner nicht mehr um die Beziehung kümmert, <a href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/mein-partner-bemueht-sich-nicht-um-unsere-beziehung-was-kann-ich-tun">habe ich diesen Artikel geschrieben.</a></p>
<p>Wenn die Trennung eine mögliche Option bleibt, bewahrt dies die Lebendigkeit und Offenheit innerhalb der Beziehung. Es besteht für beide Partner die „Gefahr“, dass sich der andere trennt. Oder es wird jedenfalls nicht völlig ausgeschlossen. Dadurch haben beide ein größeres Interesse daran, sich in die Beziehung einzubringen und sich um die Bedürfnisse des anderen zu kümmern. Die Partnerschafft erhält eine größere Dynamik und Lebendigkeit. Die Chance, dass beide erhalten, was sie sich von der Beziehung wünschen, steigt.</p>
<h3>Tipp #11: Holt euch Hilfe</h3>
<p>Falls ihr aus eigener Kraft mit irgendwelchen Problemen, Konflikten oder Themen in eurer Beziehung nicht weiterkommt, holt euch Hilfe! Manchmal habe ich den Eindruck, es ist für viele schwerer, Hilfe für persönliche Angelegenheiten in Anspruch zu nehmen, als einen Klempner, Arzt, Anwalt oder Steuerberater aufzusuchen. Dabei ist das gerade in diesem Bereich, von dem Deine Lebensfreude und -qualität so wesentlich abhängt, wichtig und effektiv. Es geschieht nicht selten, dass ich nach einer Sitzung ein Bedauern höre, dieses Thema nicht schon früher geklärt zu haben. Der Aufwand ist auch gar nicht so groß, wie viele denken.</p>
<p>Hast Du auch den Anspruch, Deine inneren Probleme selbst lösen zu wollen? Das ist keine sinnvolle Haltung, denn die Probleme bestehen ja gerade deswegen, weil Du keinen funktionierenden Lösungsansatz hast. Es ist konstruktiv und sehr erleichternd, sich an professionelle Helfer zu wenden, denn sie haben wirkungsvolle Werkzeuge und Wege sowie eine Perspektive, die unabhängig ist. Melde Dich, wenn Du mehr Klarheit, Verbindung und Lebendigkeit in Deiner Beziehung wünschst!</p>
<p>Auch interessant:<br />
<a title="Permanenter Link zu: Warum wir alle traumatisiert sind – auch Du. Ein Ratgeber zur Selbsteinschätzung." href="https://ulrich-heister.de/bewusstseinsblog/warum-wir-alle-traumatisiert-sind-auch-du-ein-ratgeber-zur-selbsteinschaetzung/" rel="bookmark">Warum wir alle traumatisiert sind – auch Du. Ein Ratgeber zur Selbsteinschätzung. </a><br />
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<h3><a href="https://ulrich-heister.de/">Erfahre, was mit moderner Psychotherapie möglich ist!</a></h3>
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